Wellerode: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Letzte Fahrt der Söhrebahn.JPG|thumb|300px|right|Letzte Fahrt der Söhrebahn: Große Verabschiedung am 30. September 1966 am Bahnhof Bettenhausen mit viel Prominenz und dem Musikzug Wellerode]]
 
[[Bild:Letzte Fahrt der Söhrebahn.JPG|thumb|300px|right|Letzte Fahrt der Söhrebahn: Große Verabschiedung am 30. September 1966 am Bahnhof Bettenhausen mit viel Prominenz und dem Musikzug Wellerode]]
Bereits im Jahre 2001 konnte Wellerode sein 650-jähriges Jubiläum feiern.  
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Bereits im Jahre 2001 konnte Wellerode sein 650-jähriges Jubiläum feiern. Lange Zeit litt die Entwicklung der Söhre­dörfer litt unter ihrer Welt­abgeschiedenheit. Die schlechten Verkehrs­verhältnisse beließen sie auf der Stufe von Kleinsiedler­dörfern. Die karge Land­wirtschaft und der Wald blieben über Jahrhunderte die Lebensgrundlage ihrer Bewohner.
  
Im Jahre 1912 wurde die [[Söhrebahn]] offiziell in Betrieb genommen. Die Anfänge der Söhrebahn reichen bis kurz nach der Jahrhundertwende. Damals hatte sich der Kasseler Kreistag für eine Kleinbahnverbindung von Bettenhausen nach Wellerode stark gemacht, um die südöstlich des Zentrums liegenden Ortschaften an die Kreisstadt anzubinden und - nicht zuletzt -, um den Abbau der dort liegenden Braunkohle zu fördern.
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Der große Umbruch wurde erst mit dem Bau der [[Söhrebahn]] in den Jahren 1911/12 eingeleitet. Mit ihrer Inbe­triebnahme konnten die Ar­beitsplätze in Kassel schneller und bequemer er­reicht werden.
  
So wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, die Finanzierung (Grundkapital 450000 Mark) erfolgte durch weitgehende Beteiligung der interessierten Gemeinden und einiger Einzelpersonen. Wenig später begann dann der Bau der 10,5 Kilometer langen eingleisigen Strecke. Am 22. August schließlich erfolgte die offizielle Inbetriebnahme. Unter dem Jubel der zahlreichen Schaulustigen setzte sich die Henschel-Lokomotive von [[Bettenhausen]] aus über die Stationen [[Eisenhammer]], [[Ochshausen]]-[[Crumbach]], [[Vollmarshausen]] und Wellerode in Bewegung. Endstation war Wellerode-Wald, wo an diesem Tag auch der feierliche Festakt stattfand.
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Die Anfänge der [[Söhrebahn]] reichen bis kurz nach der Jahrhundertwende. Damals hatte sich der Kasseler Kreistag für eine Kleinbahnverbindung von [[Bettenhausen]] nach Wellerode stark gemacht, um die südöstlich des Zentrums liegenden Ortschaften an die Kreisstadt anzubinden und - nicht zuletzt -, um den Abbau der dort liegenden Braunkohle zu fördern.
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So wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, die Finanzierung (Grundkapital 450000 Mark) erfolgte durch weitgehende Beteiligung der interessierten Gemeinden und einiger Einzelpersonen. Wenig später begann dann der Bau der 10,5 Kilometer langen eingleisigen Strecke. Am 22. August schließlich erfolgte die offizielle Inbetriebnahme. Unter dem Jubel der zahlreichen Schaulustigen setzte sich die [[Henschel]]-Lokomotive von [[Bettenhausen]] aus über die Stationen [[Eisenhammer]], [[Ochshausen]]-[[Crumbach]], [[Vollmarshausen]] und Wellerode in Bewegung. Endstation war Wellerode-Wald, wo an diesem Tag auch der feierliche Festakt stattfand.
  
 
Die "Kleinbahn Kassel" von [[Bettenhausen]] nach Wellerode beförderte in den folgenden insgesamt 54 Jahren immerhin rund 50 Millionen Fahrgäste, bevor die Söhrebahn GmbH 1966 den Personenverkehr auf der Schiene einstellte und auf die Straße wechselte.
 
Die "Kleinbahn Kassel" von [[Bettenhausen]] nach Wellerode beförderte in den folgenden insgesamt 54 Jahren immerhin rund 50 Millionen Fahrgäste, bevor die Söhrebahn GmbH 1966 den Personenverkehr auf der Schiene einstellte und auf die Straße wechselte.

Version vom 13. Juni 2007, 23:38 Uhr

Wellerode ist ein Ortsteil der Gemeinde Söhrewald im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Geschichte

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Letzte Fahrt der Söhrebahn: Große Verabschiedung am 30. September 1966 am Bahnhof Bettenhausen mit viel Prominenz und dem Musikzug Wellerode

Bereits im Jahre 2001 konnte Wellerode sein 650-jähriges Jubiläum feiern. Lange Zeit litt die Entwicklung der Söhre­dörfer litt unter ihrer Welt­abgeschiedenheit. Die schlechten Verkehrs­verhältnisse beließen sie auf der Stufe von Kleinsiedler­dörfern. Die karge Land­wirtschaft und der Wald blieben über Jahrhunderte die Lebensgrundlage ihrer Bewohner.

Der große Umbruch wurde erst mit dem Bau der Söhrebahn in den Jahren 1911/12 eingeleitet. Mit ihrer Inbe­triebnahme konnten die Ar­beitsplätze in Kassel schneller und bequemer er­reicht werden.

Die Anfänge der Söhrebahn reichen bis kurz nach der Jahrhundertwende. Damals hatte sich der Kasseler Kreistag für eine Kleinbahnverbindung von Bettenhausen nach Wellerode stark gemacht, um die südöstlich des Zentrums liegenden Ortschaften an die Kreisstadt anzubinden und - nicht zuletzt -, um den Abbau der dort liegenden Braunkohle zu fördern.

So wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, die Finanzierung (Grundkapital 450000 Mark) erfolgte durch weitgehende Beteiligung der interessierten Gemeinden und einiger Einzelpersonen. Wenig später begann dann der Bau der 10,5 Kilometer langen eingleisigen Strecke. Am 22. August schließlich erfolgte die offizielle Inbetriebnahme. Unter dem Jubel der zahlreichen Schaulustigen setzte sich die Henschel-Lokomotive von Bettenhausen aus über die Stationen Eisenhammer, Ochshausen-Crumbach, Vollmarshausen und Wellerode in Bewegung. Endstation war Wellerode-Wald, wo an diesem Tag auch der feierliche Festakt stattfand.

Die "Kleinbahn Kassel" von Bettenhausen nach Wellerode beförderte in den folgenden insgesamt 54 Jahren immerhin rund 50 Millionen Fahrgäste, bevor die Söhrebahn GmbH 1966 den Personenverkehr auf der Schiene einstellte und auf die Straße wechselte.

siehe auch

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