Wanfried

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Wanfried
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 190 m
Fläche: 46,9 qkm
Einwohner: etwa 4.400
Postleitzahl: 37281
Vorwahl: 05655
Kfz-Kennzeichen: ESW
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstr. 18
Website: www.wanfried.de
Bürgermeister: Wilhelm Gebhard

Wanfried ist eine Stadt im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen mit etwa 4.500 Einwohnern.

Die Stadtteile

Neben der Kernstadt Wanfried sind Stadtteile: Altenburschla, Aue, Heldra und Völkershausen.

Geografie

Die Stadt liegt etwa 11 km östlich von Eschwege direkt an der Landesgrenze zu Thüringen.

Geschichte

Bodenfunde belegen eine 3000-jährige Siedlungsgeschichte in diesem Raum.

Vor etwa 1.200 Jahren wurde Wanfried als „Uuanenreodum“ erstmals urkundlich erwähnt, möglicherweise befand sich hier ein Fischerdorf. Im Jahre 1035 wurde der Ort als Wenefridun genannt.

Schon zur Zeit des heiligen Bonifatius entstanden in dieser Gegend die ersten Kirchen, auch auf dem Hülfensberg, wo er eine Kirche und ein Kloster errichtete.

Der thüringische Ort kam 1306 unter Landgraf Heinrich I. zu Hessen und entwickelte sich als Hafen und Handelsort an der Werra.

Am östlichen Ortseingang der Straße zwischen Wanfried und Eschwege im Werratal liegt die Wasserburg Aue aus dem 13. Jahrhundert.

Die Wasserburg Aue
Foto: forbert

Im Dreißigjährigen Krieg fiel die ursprüngliche Burg der Herren von Eschwege einem Brand zum Opfer, der von kroatischen Truppen im April 1637 gelegt wurde. Erhaltene Teile stammen vermutlich aus dem 15. Jahrhundert. Umbauten erfolgten dann in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die zum Erscheinungsbild eines wehrhaften Renaissancebaus führten.

Unter Landgraf Moritz von Hessen wurde Wanfried am 30. August 1608 zur Stadt erhoben und erhielt Marktgerechtigkeit. 2008 konnte daher das Jubiläum "400 Jahre Stadtrechte" gefeiert werden.

Ab 1667 war Wanfried vorübergehend die Residenz der (katholischen) Seitenlinie Hessen-Wanfried, deren Begründer, Landgraf Karl im dortigen Landgrafenchloß residierte, ebenso seine Söhne Wilhelm und Christian, bis diese Linie im Jahr 1755 erlosch und die Landgrafschaft Hessen-Wanfried an Hessen-Rotenburg zurückfiel.

Auf dem Handelsweg von Bremen nach Leipzig war Wanfried einst der Endhafen der Weserschifffahrt. Nachdem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bedeutung der Werraschifffahrt mehr und mehr zurückging und sich der Gütertransport zunehmend auf die Schiene verlagerte, wurde Wanfried im Jahre 1902 an die Werratalbahn angeschlossen. Doch der Reichtum der alten Handelsmetropole schwand, an die in Wanfried noch die Kaufmannshäuser rund um die "Schlagd", den alten Werrahafen erinnern. Nachdem die gelöschten Güter das Zollamt „Auf der Schlagd“ passiert hatten, wurden sie in die Lagerhäuser der Stadt verbracht und auf dem Landweg weiter transportiert.

Die Bevölkerung der Stadt ist seit der Reformation überwiegend protestantisch. Die katholische Gemeinde wurde im Jahre 1908 gegründet und wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der Ansiedlung von Flüchtlingen stark an.

Im Herrensitz "Kalkhof" wurde nach dem Krieg im September 1945 das "Wanfrieder Abkommen" von Amerikanern und Sowjets unterzeichnet, das die Änderung der Demarkationslinien zum Inhalt hatte.

Kirche

Museen

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Wanfried gehören

  • Wanfrieder Schlagd (ehemalige Hafenanlage)
  • Große Schlagdhäuser, Schlagdstraße 31/33
  • Herrenhaus aus 1678, Schlagdstraße 18/20/22
  • Harmes'sches Handelshaus, Schlagdstraße 6
  • Wohnhaus aus 1650, Schlagdstraße 1
  • St. Veitskirche, Kirchstraße 5
  • Keudellsches Schloß, Marktstraße 2
  • Werramühle, Unter der Tränke 1
  • Alte Post, Marktstraße 15
  • Wohnhaus aus 1609, Marktstraße 16
  • Rathaus aus dem 17. Jahrhundert, Marktstraße 18
  • Hotel "Zum Schwan", Marktstraße 20/ 22
  • ehemaliges Jüdisches Haus, Windgasse 5
  • Landgrafenschloß, Auf dem Schloß
  • Klauskirche, Marktstraße 56.

siehe dazu auch:

siehe auch

Wandern und Radwandern

Herkules - Wartburg - Radweg

Der Herkules-Wartburg-Radweg von Kassel nach Eisenach, führt ca. 112 km durch die Fluss- und Tallandschaften von Losse, Wehre und Werra und in die Landschaft am Hohen Meißner.

Werra-Radweg

Der ca. 377 km lange Werra-Radweg verläuft entlang der Werra in Thüringen, Hessen und Niedersachsen.

Er führt von den beiden Werraquellen in Fehrenbach und Siegmundsburg bis nach Hann. Münden.

Wandertipps

  • Wanderung zum Kloster Hülfensberg: die Wanderroute führt vom Wanfrieder Elfengrund zum Plesseturm (mit großartigem Ausblick ins Werratal und zum Hohen Meißner) und weiter zum Wallfahrtsort Kloster Hülfensberg (mit Klosterkirche).
  • Wanderung zum Heldrastein: von Wanfried führt die Wanderroute zum Heldrastein (503 m - mit dem Turm der Deutschen Einheit und Erlebnispfad).

Weblinks

siehe auch:
Kreiskarte



Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis
WappenWerraMeißner.jpg

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