Stephan Heeren

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Wallfahrtskirche Gottsbüren – Orgelempore

Ein Hinweisschild zum Eco-Pfad Gottsbüren an der Wallfahrtskirche verweist auf die Gottsbürener Orgelbauer-Familien Kohlen, Heeren, Kuhlmann und Euler und deren Wirken vom frühen 17. Jahrhundert bis zum Umzug der Orgelbaufirma Euler nach Hofgeismar im Jahre 1910.

Im Jahre 1598 wurde Joachim Kohlen in Gottsbüren geboren, der die Orgelbautradition begründete. Ein Nachfahre war Stephan Heeren (1729 - 1804), ein hervorragender Praktiker und Theoretiker des Orgelbaus im 18. Jahrhundert.

In der ehemaligen Wallfahrtskirche in Gottsbüren befindet sich mit der Heeren-Euler - Orgel aus dem 18. Jahrhundert, ein Zeugnis des Gottsbürener Orgelbaus. Auf der Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten Orgelempore fand die von Stephan Heeren um 1755 geschaffene Orgel ihren Platz, die im Jahre 2004 aufwändig restauriert wurde. Streng genommen handelt es sich um das Gehäuse einer Heeren-Orgel aus 1755, während die heutige Orgel der Gottsbürener Wallfahrtskirche von dem Königlichen Hof-Orgelbauer Conrad Euler 1897/ 98 gebaut wurde.

Etliche weitere Orgeln Stephan Heerens sind bis heute erhalten geblieben, neben der Orgel in Gottsbüren beispielsweise die aus 1042 Pfeifen bestehende Orgel der evangelischen Kirche in Obervellmar aus dem Jahre 1773, die noch heute für die musikalische Umrahmung der Gottesdienste sorgt oder die Orgel der Christophoruskirche in Wahmbeck aus dem Jahre 1787.

Ein Bildnis von 1790 zeigt Stephan Heeren in hessischer Hoftracht. Als Hoforgelbauer erhielt er von Landgraf Friedrich II. den Auftrag, 1774 die Orgel für die katholische Elisabethkirche in Kassel zu bauen.

siehe auch

Gottsbüren - das von Stephan Heeren im Jahre 1733 errichtete Fachwerkhaus - Deiseler Weg 8

Weblinks