Ringwalle im Landkreis Kassel: Unterschied zwischen den Versionen

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* die frühmittelalterliche Wallanlage [[Sieburg]] (östlich der späteren Stadt [[Karlshafen]]) im [[Reinhardswald]],
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* die frühmittelalterliche Wallanlage bei Sieburg (dem späteren [[Karlshafen]]) im [[Reinhardswald]],
* die frühmittelalterliche [[Wahlsburg]] bei [[Wahlsburg]]-[[Lippoldsberg]],
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* die frühmittelalterliche Wahlsburg bei [[Wahlsburg]]-[[Lippoldsberg]],
* die [[Eberschützer Klippen]],
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* die [[Eberschütz|Eberschützer Klippen]],
* die [[Hünsche Burg]] zwischen [[Hofgeismar]] und [[Kelze]],
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* die Hünsche Burg zwischen [[Hofgeismar]] und [[Kelze]],
* der Stenderberg mit einer Kleinburg bei [[Liebenau]]-[[Ostheim (Liebenau)|Ostheim]],
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* der Stenderberg mit einer Kleinburg bei [[Liebenau]]-[[Ostheim]],
 
* der Ringwall auf dem [[Hoher Dörnberg|Dörnberg]] und die Helfensteine bei [[Zierenberg]]
 
* der Ringwall auf dem [[Hoher Dörnberg|Dörnberg]] und die Helfensteine bei [[Zierenberg]]
 
* und nicht zuletzt der Ringwall auf dem [[Ahlberg]] im [[Reinhardswald]] unweit von [[Immenhausen]]-[[Mariendorf]].
 
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Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen [[Udenhausen]]er Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.  
 
Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen [[Udenhausen]]er Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.  
  
Seit Herbst 2007 führt ein Rundweg des [[Eco-Museum Reinhardswald|EcoMuseums Reinhardswald]] unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg. Mehrere Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und bei trockener Witterung problemlos begehbar.
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Ab Herbst 2007 führt ein Rundweg des [[Eco-Museum Reinhardswald|EcoMuseums Reinhardswald]] unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg. Zwei Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und problemlos begehbar.
  
 
=== Galerie ===
 
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Bild:Ahlberg Ringmauer.jpg|Ringmauer auf dem Ahlberg  
 
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* Rolf Gensen, „Die Ringwallanlage auf dem Ahlberg bei Immenhausen-Mariendorf“ in: Stadt und Landkreis Kassel. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 7, Stuttgart 1986, S.129ff.
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* Jörg Lindenthal, „Kulturelle Endeckungen - Archäologische Denkmäler in Hessen“, Darmstadt 2004, S.95, ISBN 3-934377-734
  
 
== Ringwall auf dem Hohen Dörnberg ==
 
== Ringwall auf dem Hohen Dörnberg ==
Auf dem wenig bewaldeten Gipfelplateau des [[Hoher Dörnberg|Dörnbergs]] ist noch heute deutlich sichtbar die Struktur eines mehrere hundert Meter langen, fast dreiecksförmigen Ringwalls zu erkennen. Sein Alter ist nicht zweifelsfrei geklärt, vermutlich stammt er bereits aus der Jungsteinzeit. Im Bereich dieser Wallanlagen verläuft der [http://www.landkreiskassel.de/download/paper/info/freizeit/Pfad-Doe.pdf Eco-Pfad Archäologie Dörnberg].  
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Auf dem wenig bewaldeten Gipfelplateau des [[Hoher Dörnberg|Dörnbergs]] ist noch heute deutlich sichtbar die Struktur eines mehrere hundert Meter langen, fast dreiecksförmigen Ringwalls zu erkennen. Sein Alter ist nicht zweifelsfrei geklärt, vermutlich stammt er bereits aus der Jungsteinzeit. Der [http://www.landkreiskassel.de/download/paper/info/freizeit/Pfad-Doe.pdf Eco-Pfad Archäologie Dörnberg] verläuft auch im Bereich dieser Wallanlagen.  
  
Ebenso sind rund um die Basaltgruppe ''Helfenstein'' bei [[Zierenberg]] Bodenspuren unklaren Alters vorhanden. Vermutlich stammt der hier vorhandene Graben aus dem 12./ 13. Jahrhundert, vermutet wird hier auch der Standort einer kleinen mittelalterlichen Burg, wofür auch der Flurname "Immelburg" spricht.
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Ebenso sind rund um die Basaltgruppe Helfenstein bei [[Zierenberg]] Bodenspuren unklaren Alters vorhanden.
  
 
== Eberschützer Klippen ==
 
== Eberschützer Klippen ==
"Eberschützer Klippen" heißt ein steilansteigender Bergrücken südlich des Dorfs [[Eberschütz]]. Hier finden sich die Überreste einer alten Fluchtburg der Karolinger aus dem 8./ 9. Jahrhundert.
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"Eberschützer Klippen" heißt ein steilansteigender Bergrücken südlich des Dorfs [[Erberschütz]]. Hier finden sich die Überreste einer alten frühgeschichtlichen Fluchtburg.
 
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== Hünsche Burg ==
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Die [[Hünsche Burg]] ist eine ehemalige frühmittelalterliche Wallanlage, die heute nicht mehr erhalten ist. An den Namen erinnert heute noch eine Flurbezeichnung.
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Die ehemalige Wallburg lag auf einer Bergkuppe zum [[Kelzer Berg]] hin zwischen dem Ort [[Kelze]] (heute ein Stadtteil von [[Hofgeismar]]) und der Kernstadt von [[Hofgeismar]]. Auf einem Gelände von etwa 6000 qm war eine Befestigungsanlage mit Gräben und Wallanlagen  vorhanden, offenbar ein befestigter frühmittelatlerlicher Herrenhof in einer bis heute landwirtschaftlich genutzten Umgebung. Die Anlage wurde erstmals 1385 und dann wieder im Jahre 1504 urkundlich erwähnt. Auch in einem Salbuch der Hofgeismarer kirchlichen Stiftungen wird die ''„Hunschenburg“'' genannt.
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== Literatur ==
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* Rolf Gensen, „Die Ringwallanlage auf dem Ahlberg bei Immenhausen-Mariendorf“ in: Stadt und Landkreis Kassel. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 7, Stuttgart 1986, S.129 ff.
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* Rolf Gensen, Die Hünsche Burg bei Hofgeismar, Führungsblatt zu der frühmittelalterlichen Wallanlage zwischen Kelze und Hofgeismar, Kreis Kassel - Archäologische Denkmäler in Hessen 95, Wiesbaden 1991.
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* Jörg Lindenthal, „Kulturelle Endeckungen - Archäologische Denkmäler in Hessen“, Darmstadt 2004, S.95, ISBN 3-934377-734
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== siehe auch ==
 
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Version vom 15. Januar 2008, 11:29 Uhr

Ringwall auf dem Ahlberg

Zu den archäologischen Bodendenkmälern gehören frühgeschichtliche Ringwallanlagen, die auch an verschiedenen Orten im Landkreis Kassel zu finden sind.

Zu erwähnen sind insbesondere

Ringwall auf dem Ahlberg

Eco-Pfad Ahlberg-Mariendorf

Der Eco-Pfad zum Ringwall auf dem Ahlberg

Etwa zwei Kilometer östlich der Ortsmitte Mariendorfs erhebt sich der 394,6 Meter hohe Ahlberg, an dessen Westflanke die kleine Ahlberg-Siedlung liegt. Der Ahlberg liegt am Westrand des großen Waldgebietes des Gutsbezirkes Reinhardswald. Sein Plateau hat eine Größe von 1,25 Hektar und ist nach allen Seiten befestigt. Es wird von einem Wall mit vor gelagertem Graben umschlossen, der an der Nord- und Ostseite fast gradlinig, an der Süd- und Westseite jedoch leicht bogenförmig verläuft. An der Südwestseite befand sich früher eine Tongrube, deren Zufahrt Graben und Wall unterbricht. Einige andere muldenförmige Vertiefungen im Bereich um das Plateau sind ebenfalls auf diese Materialgewinnung zurückzuführen. Im Südost- und Ostverlauf sind Wall und Graben gut sichtbar erhalten.

Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen Udenhausener Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.

Ab Herbst 2007 führt ein Rundweg des EcoMuseums Reinhardswald unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg. Zwei Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und problemlos begehbar.

Galerie

Literatur

  • Rolf Gensen, „Die Ringwallanlage auf dem Ahlberg bei Immenhausen-Mariendorf“ in: Stadt und Landkreis Kassel. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 7, Stuttgart 1986, S.129ff.
  • Jörg Lindenthal, „Kulturelle Endeckungen - Archäologische Denkmäler in Hessen“, Darmstadt 2004, S.95, ISBN 3-934377-734

Ringwall auf dem Hohen Dörnberg

Auf dem wenig bewaldeten Gipfelplateau des Dörnbergs ist noch heute deutlich sichtbar die Struktur eines mehrere hundert Meter langen, fast dreiecksförmigen Ringwalls zu erkennen. Sein Alter ist nicht zweifelsfrei geklärt, vermutlich stammt er bereits aus der Jungsteinzeit. Der Eco-Pfad Archäologie Dörnberg verläuft auch im Bereich dieser Wallanlagen.

Ebenso sind rund um die Basaltgruppe Helfenstein bei Zierenberg Bodenspuren unklaren Alters vorhanden.

Eberschützer Klippen

"Eberschützer Klippen" heißt ein steilansteigender Bergrücken südlich des Dorfs Erberschütz. Hier finden sich die Überreste einer alten frühgeschichtlichen Fluchtburg.

siehe auch

Weblinks