Ringelnatter: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. August 2007, 11:51 Uhr

Ringelnatter

Der Mensch als größter Feind

Eine ausgewachsene Ringelnatter beim morgendlichen Sonnenbad an der Ballertasche gegenüber Hilwartshausen. Foto: Bogumil

Weltweit schlängeln sich 3000 Schlangenarten über die Erde. Von den sechs in Deutschland vorkommenden Schlangen ist die ungiftige Ringelnatter die harmloseste. Trotzdem ist ihr Bestand in den vergangenen 100 Jahren stark zurückgegangen. Mittlerweile gehört sie zu den besonders geschützten Kriechtieren.

Ihr bevorzugter Lebensraum sind naturgemäß Wälder, Hecken und Wiesen, nahe an Weihern, Teichen, Seen und Fließgewässern. Die tagaktive Ringelnatter schwimmt und taucht hervorragend. Ihre Hauptnahrung besteht aus Fröschen, Kröten, kleinen Fischen, aber auch Eidechsen und Mäusen.

Wie so oft, sind Menschen die ärgsten Feinde der Ringelnatter. Eigentlich unverwechselbar mit ihren senkrechten dunklen Streifen auf dem schiefergrau bis grünlichen Körper und dem typischen halbmondförmigen, gelbweißen Kragen hinter dem Kopf, wird sie immer wieder als vermeintliche Kreuzotter erschlagen oder zertreten. Als wechselwarmes Tier schätzt sie Sonnenbäder, besonders auf Wegen und Asphaltstraßen. Dort wird sie selber leicht zur Beute.

Ringelnattern verharren von Oktober bis März in einer Winterstarre. Nach der Paarung ab April legen die Weibchen 10 bis 40 weichschalige Eier an warmen Plätzen ab. Im Spätsommer schlüpfen dann die Jungen. Vom ersten Tag an auf sich selbst gestellt, werden sie zur leichten Beute von Füchsen, Wieseln, Mardern und Graureihern.

Gelingt es ihnen, alle Gefahren zu überstehen, können sie sich zu der stattlichen Länge von einem Meter auswachsen und ein Alter von 25 Jahren erreichen.

Im antiken Griechenland galt die Schlange als heiliges Tier. Man hielt sie für unsterblich und glaubte, dass sie sich durch ihre Häutungen unendlich oft erneuern kann. Von Manfred Bogumil