Rheinmetall

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Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern gehört zu den weltweit führenden Rüstungsproduzenten. Er hat als Rheinmetall Landsysteme GmbH eine Niederlassung in Kassel im Industriegebiet Mittelfeld am Henschelplatz.

Rheinmetall ist auch ein bedeutender Autozulieferer. Von der Sparte Maschinen- und Anlagenbau hat sich der Konzern vor Jahren getrennt.


Geschäftsbereiche

* Rüstungstechnik: Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, Geschütze, Munition, Luftabwehrsysteme, Elektronik, Munition, Simulatoren und Produktionstechnik.

Rheinmetall ist an zahlreichen heerestechnischen Projekten, wie etwa am Bau der schweren Kampfpanzer Leopard I und II, der leichteren Panzer Puma und Boxer, Brückenlege- und Bergungspanzer, der Panzerhaubitze 2000 beteiligt und baut allein eine Vielzahl von Radpanzern (Fuchs) und gepanzerten Fahrzeugen.

* Automobiltechnik: Pumpen, Abgasrückführsysteme, Drosselklappen, Kolben und Gleitlager sowie Motor- und Zylinderkurbelgehäuse


Geschichte

1889 gründete der Thüringer Geschäftsmann Heinrich Ehrhardt die Rheinische „Metallwaaren und Maschinenfabrik Actiengesellschaft“ und nahm die Produktion von Munition und Gewehren auf. Das Unternehmen wuchs schnell und beschäftigte 1914 mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges 48.000 Menschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sortierte sich das zerschlagene Unternehmen neu. Erst 1956 wurde die wehrtechnische Produktion wieder aufgenommen.


Konzern-Geschäftszahlen 2005

  • Umsatz: 3,54 Milliarden Euro
  • Vorsteuerergebnis: 170 Millionen Euro
  • Jahresergebnis: 118 Millionen Euro
  • Mitarbeiter: 18.500 (davon 11.700 im Autozuliefer- und 6800 im Rüstungsbereich)
  • Werk Kassel: rund 600 Beschäftigte


Konzern-Geschäftszahlen 2011

  • Umsatz: 4,45 Milliarden Euro
  • Jahresergebnis: 225 Millionen Euro
  • Mitarbeiter: 22.641 (10.682 davon im Ausland)
  • Werk Kassel: rund 600 Beschäftigte


Entwicklung des Konzerns

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem zweistelligen prozentualen Umsatzzuwachs und einem Rekordergebnis abgeschlossen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg in den letzten Jahren weltweit kontinuierlich von 19.184 (2007) bis auf 22.641 (2011). Im Geschäftsjahr 2011 haben in den deutschen Rheinmetall-Gesellschaften 229 junge Menschen (im Vorjahr 159) ihre Ausbildung neu begonnen. 144 Auszubildende konnten nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in ein befristetes beziehungsweise unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen werden. Rheinmetall-Vorstandschef Klaus Eberhardt hatte für das Jahr 2012 einen Umsatzanstieg von zehn Prozent auf 4,9 Millionen Euro prognostiziert.

Anfang August wurde jedoch bekannt, dass bei Rheinmetall hunderte Stellen auf der Kippe stehen. Nach Gewerkschaftsangaben gibt es Pläne der Geschäftsleitung, nach denen maximal 103 der 410 Jobs beim Kasseler Panzerbauer Rheinmetall Landsysteme (RLS) erhalten bleiben. 140 Mitarbeitern soll ein Angebot unterbreitet werden, an den Standort Unterlüß in der Lüneburger Heide zu wechseln. Dort will Rheinmetall seine Produktion konzentrieren.. [1]

Standorte

Rheinmetall unterhält Standorte in 24 Ländern auf fünf Kontinenten dieser Welt und Lieferbeziehungen in 80 Länder.

  • Afrika: Südafrika
  • Amerika: Brasilien, Kanada, Mexico und die USA.
  • Asien: China, Indien, Japan, Malaysia, Singapur und die Vereinigte Arabische Emirate.
  • Australien
  • Europa: Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien und Tschechien.

Börse

Die Aktie ist im MDax notiert. Es gibt 36 Millionen stimmberechtigte Stammaktien, die sich im Streubesitz befinden (Stand: August 2006). Das heißt, dass kein Aktionär mehr als 5 Prozent der Anteilscheine hält. 61 Prozent der Aktien befinden sich in ausländischem Besitz.


Links und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 6. September 2012: Rheinmetall: Höchstens 100 Arbeitsplätze sollen in Kassel bestehen bleiben