Märchenfähre Lippoldsberg

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Die "Märchenfähre" in Richtung Gewissenruh

Ohne den Antrieb von Motoren oder Segeln gleitet die „Märchenfähre“ an der Weser bei Lippoldsberg von einem Ufer zum anderen.

Die Gierseilfähre hängt an dicken Stahlseilen und die Strömung der Weser sorgt für den erforderlichen Schub, den der Fährmann ausnutzt, um mit Hilfe seines Ruders das andere Flussufer zu erreichen.

Geschichte

Aus dem Jahre 1981 stammt die Gierseilfähre, die Lippoldsberg mit dem Vorwerk verbindet. Bereits im Jahre 1300 wurde hier erstmals eine Fähre erwähnt.

Nach der Winterpause nahm der Weserfährbetrieb in Lippoldsberg im März 2013 wieder den Betrieb auf, diesmal mit Fährmann Hubertus Schrick, nachdem Eberhard Schrader im vergangenen Herbst in den Ruhestand getreten war.

Literatur

  • Siegfried Lotze, Die Weserfähren im Amt Sababurg - Weserübergänge seit der Klosterzeit, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2001, S. 99 ff.

Sage

Lippoldsberg liegt am Märchenlandweg. Um das alte Fährhaus rankt sich die Legende, dass der hessische Landgraf, nachdem er zwei Jahre im Wiener Gefängnis verbracht hatte, eines abends am Lippoldsberger Fährhaus landete, vom Fährmann aber nicht erkannt wurde. Dieser gab ihm zu essen, verweigerte ihm aber das Nachtlager in seinem Haus, da dies vom Landgrafen verboten worden war. Doch der Sohn des Fährmanns hatte Mitleid und ließ den Fremden heimlich auf dem Dachboden schlafen. Der Fährmann fürchtete Strafe, wurde jedoch belohnt und musste seitdem angeblich keine Pacht mehr bezahlen. [1]

siehe auch

Hinweisschilder an der Märchenfähre

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Die Sage vom Fährhaus bei Lippoldsberg auf Projekt Gutenberg - http://gutenberg.spiegel.de

Weblinks