Lutherkirche ( Kassel )

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Turm der Lutherkirche

Die Grundsteinlegung der Lutherkirche ( Kassel ) erfolgte am 21. Juni 1894 auf dem ehemaligen "Altstädter Friedhof".

Es entstand ein neugotischer, dreischiffiger Kirchenbau nach den Plänen von Prof. Hugo Schneider. Die Kirche wurde am 28. November 1897 geweiht. Der Medizinalrat Dr. Gottlieb Friedrich Fiedler ermöglichte mit einer großzügigen Spende den Bau des Gotteshauses. Sie war die Kirche für die Lutheraner in Kassel.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf die Außenmauern des Kirchenschiffs und den 76 Meter hohen Turm bei der Bombardierung Kassels zerstört. Erneute Einweihung und erster Gottesdienst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte am 27. November 1949 im notdürftig wieder hergestellten Kirchenraum.

Turmsockel und Haupteingang

Wie ihr Name vermuten lässt, war die Lutherkirche eine der Kasseler evangelischen Kirchen. Auch gibt der Name zur der Vermutung Anlass, dass die Lutherkirche keine unbedeutende Kirche war. Der verbliebene "Rest", der Turm, der nach der Bombardierung Kassels im Zweiten Weltkrieg noch steht, ist relativ hoch, prächtig ausgestattet und noch heute beeindruckend.

Relief von Emil Kiess

Trotzdem wurde die Lutherkirche nicht rekonstruiert. Der Neubau wurde nach 1966 gewonnenem Wettbewerb durch den Stuttgarter Architekten Heinz Rall errichtet und 1970 geweiht. Wie eine große Skulptur fügt sich das monolithische Sichtbeton-Gebäude in die Parklandschaft des Altstädter Friedhofs. Kirche und Gemeindezentrum, verbunden durch an einen Kreuzgang erinnernde Arkaden, fassen die Leerstelle des zerstörten neogotischen Kirchenschiffs und schaffen einen vom Verkehr abgeschirmten Hof. Im Eingangsbereich der Kirche und an der Altarwand finden sich farbige Betonreliefs von Emil Kiess, die Fenster der Andachtskapelle stammen von der Künstlerin Sigrid von Liebenstein.

Im benachbarten Gemeindehaus finden verschiedene Vernstaltungen statt, z. B. des Evangelischen Forums.

Altstädter Friedhof

Grabmal auf dem Altenstäder Friedhof

Im Umfeld der Kirche stehen einige beeindruckende Grabsteine bzw. Totendenkmäler des ehemaligen Altstädter Friedhofs.

Unter den klassizistischen Grabdenkmälern finden sich das Grab der Schwester der Brüder Grimm, das Mausoleum für Kurfürstin Wilhelmine Karoline und daneben die Grabstätte des letzten Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen.

Der Friedhof wurde am 30. Juni 1843 geschlossen und durch den Hauptfriedhof an der Holländischen Straße ersetzt.

Kirchplatz und Lutherstraße

Das kurze Straßenstück nördlich vor dem "Kirchplatz" heißt Lutherstraße und liegt in der fast geradlinigen Verbindung von Grünem Weg im Westen und Kurt-Schumacher-Straße im Osten.

Link

Internetseite der Lutherkirche Heinz Rall in Wikipedia