Losse: Unterschied zwischen den Versionen

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Seit dem Mittelalter wurde die Wasserkraf der Losse für zahlreiche Mühlen genutzt, allein in [[Bettenhausen]] am Mühlenkanal der Losse waren es einstmals 12 Mühlen, woran noch viele Straßennamen erinnern. Zu den Mühlen gehörten
 
Seit dem Mittelalter wurde die Wasserkraf der Losse für zahlreiche Mühlen genutzt, allein in [[Bettenhausen]] am Mühlenkanal der Losse waren es einstmals 12 Mühlen, woran noch viele Straßennamen erinnern. Zu den Mühlen gehörten
 
* der [[Agathof]], erstmals 1377 als ''Lachenmühle'' erwähnt,
 
* der [[Agathof]], erstmals 1377 als ''Lachenmühle'' erwähnt,
* der Eisenhammer aus dem späten 17. Jahrhundert, später [[Stockfabrik Rocholl]],
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* der [[Eisenhammer in Bettenhausen]] aus dem späten 17. Jahrhundert, später [[Stockfabrik Rocholl]],
 
* die [[Herwigsmühle]] (auch ''Drahtmühle'' und ''Unterer Messinghof'', 1410 erstmals erwähnt), später war hier die Drahtzieherei des Kasseler [[Messinghof]]s,
 
* die [[Herwigsmühle]] (auch ''Drahtmühle'' und ''Unterer Messinghof'', 1410 erstmals erwähnt), später war hier die Drahtzieherei des Kasseler [[Messinghof]]s,
 
* der oberhalb des [[Messinghof]]s gelegene ''Kupferhammer'' (auch ''Oberste Drahtmühle'', gegründet 1680),
 
* der oberhalb des [[Messinghof]]s gelegene ''Kupferhammer'' (auch ''Oberste Drahtmühle'', gegründet 1680),

Version vom 4. Juli 2010, 17:19 Uhr

Die Losse in Kassel von der Leipziger Straße aus gesehen

Die Losse ist ein 28,9 km langer Zufluss der Fulda im Werra-Meißner-Kreis, im Landkreis Kassel und in der Stadt Kassel.

Flussverlauf

Die Losse entspringt oberhalb von Hessisch Lichtenau und fließt durch den Kaufunger Wald über Helsa und Kaufungen.

In Kassel durchfließt die Losse den Stadtteil Bettenhausen und mündet bei Niestetal - Sandershausen in die Fulda.

Kulturpreis

Die Zentrale für Aktive Kunst (ZAK)/ Heidi Rühlmann erhielt 2004 den Kasseler Kulturpreis für das Projekt "LOSSE - Kunst am Fluss": bei Aktionen und künstlerischen Projekten stand die Renaturierung des innerstädtischen Flussverlaufs der Losse im Mittelpunkt aber auch die Erinnerung an fast vergessene Orte entlang der Losse und deren Geschichte.

Mühlen an der Losse

Der Agathof um 1950
Die Losse im Ortskern von Bettenhausen

Seit dem Mittelalter wurde die Wasserkraf der Losse für zahlreiche Mühlen genutzt, allein in Bettenhausen am Mühlenkanal der Losse waren es einstmals 12 Mühlen, woran noch viele Straßennamen erinnern. Zu den Mühlen gehörten

Name

Der Name Losse wird zwar wissenschaftlich auf Lozmane (keltisch), später auch Losmane zurück geführt - laut dem Autor Bruno Jacob: Die Geschichte des Dorfes Bettenhausen (zur Losse selbst: einige Informationen im Eintrag "Agathof" und "Dorfkirche in Bettenhausen").

Darüber hinaus gibt es aber auch eine lustige - streng gesehen sogar despektierliche - "Erklärung"(!) wie die Losse zu ihrem Namen kam:

"Als die Vorfahren der heutigen Lossetalbewohner im Jahre 1246 berieten, wie dieses kleine Flüsschen eigentlich heißen sollte, da überlegten sie und überlegten. Um der langen Beratung ein Ende zu machen, wurde einvernehmlich festgelegt, dass das nächste Wort was in dem Raum fällt, der Name des Flüsschens werden soll. Einem wurde es schließlich zuviel, resignativ und kurzerhand sagte er:

"Losse heesen wie se will!"

Da ging ein Leuchten über die Gesichter und sie hatten den Name gefunden; LOSSE! Denn dies war das erste Wort, das gesagt worden war!"

siehe auch

Weblinks