Landgrafschaft Hessen-Rotenburg

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Die Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (Rotenburger Quart) war ein teilsouveränes Fürstentum unter der reichsrechtlichen Oberhoheit von Hessen-Kassel, auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen, regiert von einer Nebenlinie des Hauses Hessen, der Linie Hessen-Rotenburg.

Geschichte

Im Jahre 1627 trat der Landgraf Moritz, auch unter dem Druck der Landstände (insbesondere der Ritterschaft) zurück und überließ seinem Sohn Wilhelm V. das hochverschuldete, innen- und außenpolitisch in Schieflage befindliche Land.

Zuvor sicherte er seiner zweiten Frau Juliane von Nassau-Dillenburg und ihren Kindern durch einen "Hausvertrag" ein Viertel des Landes, das sein Sohn und Nachfolger Wilhelm V. als sogenannte "Rotenburger Quart" abtreten musste, bevor das Territorium durch einen sogenannten Haupt-Akkord (Hauptvergleich) neu zu verteilen war. Um die standesgemäße Versorgung ihrer Kinder sicherzustellen, hatte Juliane die Übertragung von Einkünften und Besitzrechten an ihre Kinder betrieben und schließlich erreicht, dass Moritz ihren Söhne die Rotenburger Quart übertrug, deren Gesamtfläche etwa ein Viertel der Fläche Hessen-Kassels umfasste.

Von seinen Söhnen aus zweiter Ehe erhielt Hermann das Gebiet Rotenburg, Friedrich Eschwege und Ernst die ehemalige Grafschaft Katzenelnbogen mit Sitz auf der Burg Rheinfels.

siehe auch