Kirche St. Marien Korbach

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Zuwachs aus dem Osten

Kirchengemeinde St. Marien wuchs von 500 auf 5000 Mitglieder Bereits seit 1860 wurde in Korbach regelmäßig katholischer Gottesdienst abgehalten. Zunächst im Haus Schwalenstöcker, dann im Hotel Waldecker Hof durch die Priester der Kirchengemeinde Eppe, zu der Korbach katholischerseits gehörte. Vor allem durch den Vikar, der auf Nordenbeck wohnte und die wenigen Korbacher Katholiken betreute. Im Zweiten Weltkrieg kamen katholische Evakuierte aus dem Saarland und 1946 die Heimatvertriebenen und Flüchtlinge. Die Gemeinde wuchs von etwa 500 Seelen auf 3500 an. Mit der Grenzöffnung nach Osten kamen viele Polendeutsche, vor allem Oberschlesier und Russlanddeutsche. Heute zählt die Gemeinde insgesamt etwa 5000 Mitglieder. 1910 wurde der Grundstein für die Pfarrkirche St. Marien gelegt, 1958 wurde die Kirche erweitert. Ein Blickfang sind die Jugendstilfenster im Chorraum und an den Seiten sowie das große Fenster im Anbau mit den drei Jünglingen im Feuerofen. Fenster mit Stadtwappen Eine Besonderheit ist auch das alte Fenster mit dem Korbacher Stadtwappen. Das geistliche Zentrum bildet der große Altar, an dem die Messe gefeiert wird. Eine wunderschöne Arbeit und stets mit vielen Blumen geschmückt ist die Figur der Maria, der rheinischen Madonna aus dem 17. Jahrhundert. Alle Grenzen, die Menschen geschaffen haben, zu überwinden: Daran erinnert ein Metallkreuz, das kurz nach der Wende aus einem Grenzzaun der der deutsch-deutschen Grenze geschnitten wurde. Es zeige die Verbundenheit zur Kirchengemeinde Waltershausen in Thüringen, wo das gleiche Kreuz hängt, erzählt Dechant Wisse.


Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine aus der Serie Kirchen im Waldecker Land