Kirche Nieder-Werbe: Unterschied zwischen den Versionen

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Die heutige Kirche in [[Nieder-Werbe]] wurde 1915 eingeweiht, nachdem sie in 1914/15 im Stil der wilhelminischen Kaiserzeit entstanden war.
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[[Datei:DSC 0552-Blick Nieder-Werbe.jpg|thumb|300px|right|Blick auf Nieder-Werbe mit Kirche]]
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Die heutige Kirche in [[Nieder-Werbe]] im [[Landkreis Waldeck-Frankenberg]] wurde [[1915]] eingeweiht, nachdem sie in 1914/15 im Stil der wilhelminischen Kaiserzeit entstanden war. Beim Bau der [[Edertalsperre]] wurde die frühere im Werbetal gelegene Dorfkirche ein „Opfer der Fluten“ und die heutige Kirche entstand als Ensemble mit der damaligen Dorfschule (heute [http://www.waldeck-stadt.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?region_id=83&waid=7&item_id=833959&link_id=213570676&fsize=1&contrast=2 Haus der Natur] und multimediales Geo-Foyer).  
  
Beim Bau der [[Edertalsperre]] wurde die frühere im Werbetal gelegene Dorfkirche ein „Opfer der Fluten“ und die heutige Kirche entstand als Ensemble mit der damaligen Dorfschule (heute „Haus der Natur“ und multimediales Geo-Foyer).
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== Geschichte ==
  
== Alte Kirche abgerissen ==
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Die Kirche in Nieder-Werbe wurde im Jahr 1914 fertig gestellt und am [[9. Mai]] 1915 eingeweiht. Die frühere Kirche wurde 1912 aufgrund der Entstehung des Edersees abgerissen. Einziges Überbleibsel ist ein Abendmahlskelch aus dem 15. Jahrhundert.
  
'''Die Kirche zu Nieder- Werbe wurde am 9. Mai 1915 eingeweiht'''
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Nieder- Werbe wurde erstmals 1196 urkundlich erwähnt. Kirchlich betreut wurde der Ort vom Kloster Ober- Werbe. Früheste Nachweise sind erkennbar mit dessen Gründung um [[1124]] bis [[1130]]. Die Missionierung in der Gegend des alten Ittergaues begann etwa ab [[741]] vom Bistum Büraberg ([[Fritzlar]]) aus durch Sturmius, dem Nachfolger von Bonifatius. [[1937]] wurde Nieder-Werbe mit Ober- Werbe zum Kirchspiel Basdorf verbunden. Pfarrsitz ist seit [[1984]] mit Blick auf die Camping-Seelsorge Nieder-Werbe.  
  
Die Kirche in [[Nieder-Werbe]] wurde im Jahr 1914 fertig gestellt und am 9. Mai 1915 eingeweiht. Die frühere Kirche wurde 1912 aufgrund der Entstehung des Edersees abgerissen. Einziges Überbleibsel ist ein Abendmahlskelch aus dem 15. Jahrhundert.
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== Innenansicht ==
Das Kirchenschiff ist mit einer Orgelempore versehen und mit einer kunstvoll bemalten Holzdecke überdacht. Das bunte Glasfenster im Altarraum, eingebaut 1983, stellt Christi Leben dar, das aufgeht und Frucht bringt im heiligen Abendmahl und im himmlischen Jerusalem. Das „rot” der Liebe Gottes reicht hinein in die „grün-blau” symbolisierte Welt, zu der auch (im unteren Bereich dargestellt) die Edersee-Sperrmauer und die alte Nieder-Werber Kirche - also Vergangenheit und Gegenwart gehören - die unter der Verheißung der Zukunft Gottes stehen.
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Nieder- Werbe wurde erstmals 1196 urkundlich erwähnt. Kirchlich betreut wurde der Ort vom Kloster Ober- Werbe. Früheste Nachweise sind erkennbar mit dessen Gründung um 1124 bis 1130. Die Missionierung hier in der Gegend des alten Ittergaues begann etwa ab 741 vom Bistum Büraberg (Fritzlar) aus durch Sturmius, dem Nachfolger von Bonifatius. 1937 wurde Nieder-Werbe mit Ober- Werbe zum Kirchspiel Basdorf verbunden. Pfarrsitz ist seit 1984 mit Blick auf die Camping-Seelsorge Nieder- Werbe.
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(Quelle: Artikel von Sibylle Teuber-Blechschmidt in der HNA Waldeckische Allgemeine vom 10. Januar 2007)
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Das Kirchenschiff ist mit einer Orgelempore versehen und mit einer kunstvoll bemalten Holzdecke überdacht. Das bunte Glasfenster im Altarraum, eingebaut [[1983]], stellt Christi Leben dar, das aufgeht und Frucht bringt im heiligen Abendmahl und im himmlischen Jerusalem. Das „rot” der Liebe Gottes reicht hinein in die „grün-blau” symbolisierte Welt, zu der auch (im unteren Bereich dargestellt) die Edersee-Sperrmauer und die alte Nieder-Werber Kirche - also Vergangenheit und Gegenwart gehören - die unter der Verheißung der Zukunft Gottes stehen.
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
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* [[Kirchenkreis der Eder]]
 
* [[Kirchenkreis der Eder]]
  
== Weblinks ==
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== Weblinks und Quellen ==
 
* [http://www.kirchenkreis-eder.de/kirche-vor-ort/kirchengemeinden/niederwerbe-nieder-werbe/ Informationen zur Kirche auf www.kirchenkreis-eder.de]
 
* [http://www.kirchenkreis-eder.de/kirche-vor-ort/kirchengemeinden/niederwerbe-nieder-werbe/ Informationen zur Kirche auf www.kirchenkreis-eder.de]
 
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* Artikel von Sibylle Teuber-Blechschmidt in der HNA Waldeckische Allgemeine vom 10. Januar 2007
 
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Aktuelle Version vom 17. Februar 2015, 17:29 Uhr

Blick auf Nieder-Werbe mit Kirche

Die heutige Kirche in Nieder-Werbe im Landkreis Waldeck-Frankenberg wurde 1915 eingeweiht, nachdem sie in 1914/15 im Stil der wilhelminischen Kaiserzeit entstanden war. Beim Bau der Edertalsperre wurde die frühere im Werbetal gelegene Dorfkirche ein „Opfer der Fluten“ und die heutige Kirche entstand als Ensemble mit der damaligen Dorfschule (heute Haus der Natur und multimediales Geo-Foyer).

Geschichte

Die Kirche in Nieder-Werbe wurde im Jahr 1914 fertig gestellt und am 9. Mai 1915 eingeweiht. Die frühere Kirche wurde 1912 aufgrund der Entstehung des Edersees abgerissen. Einziges Überbleibsel ist ein Abendmahlskelch aus dem 15. Jahrhundert.

Nieder- Werbe wurde erstmals 1196 urkundlich erwähnt. Kirchlich betreut wurde der Ort vom Kloster Ober- Werbe. Früheste Nachweise sind erkennbar mit dessen Gründung um 1124 bis 1130. Die Missionierung in der Gegend des alten Ittergaues begann etwa ab 741 vom Bistum Büraberg (Fritzlar) aus durch Sturmius, dem Nachfolger von Bonifatius. 1937 wurde Nieder-Werbe mit Ober- Werbe zum Kirchspiel Basdorf verbunden. Pfarrsitz ist seit 1984 mit Blick auf die Camping-Seelsorge Nieder-Werbe.

Innenansicht

Das Kirchenschiff ist mit einer Orgelempore versehen und mit einer kunstvoll bemalten Holzdecke überdacht. Das bunte Glasfenster im Altarraum, eingebaut 1983, stellt Christi Leben dar, das aufgeht und Frucht bringt im heiligen Abendmahl und im himmlischen Jerusalem. Das „rot” der Liebe Gottes reicht hinein in die „grün-blau” symbolisierte Welt, zu der auch (im unteren Bereich dargestellt) die Edersee-Sperrmauer und die alte Nieder-Werber Kirche - also Vergangenheit und Gegenwart gehören - die unter der Verheißung der Zukunft Gottes stehen.

siehe auch

Weblinks und Quellen