Katholische Kirche in Adorf

Aus Regiowiki
Version vom 22. August 2010, 17:17 Uhr von Wogner (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „== Ruf zu Gottes Ehr´ == Im April 1951 wurde nach knapp einjähriger Bauzeit die Adorfer katholische Kirche geweiht und dem Patronat der Schmerzensreic...“)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ruf zu Gottes Ehr´

Im April 1951 wurde nach knapp einjähriger Bauzeit die Adorfer katholische Kirche geweiht und dem Patronat der Schmerzensreichen Gottesmutter (Mater dolorosa) anvertraut.

Kuratus Koch bezog damals als erster das kleine Wohnhaus an der Kirche und kümmerte sich um die Gemeinde. Die Kirche ist eine so genannte Filialkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Korbach, der sie kirchenrechtlich seit 1984 zugeordnet ist. Bis Mitte der 40er Jahre gehörten nur wenige Katholiken im Adorfer Raum zur Gemeinde. 1946 fanden viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem aus dem Sudetenland, in Adorf und den umliegenden Orten eine neue Heimat.

Viele Neubürger aus Polen, Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion fassten vor gut 15 Jahren Fuß in der Adorfer Gemeinde. Im Kirchenstuhl hängt eine Glocke aus dem Jahre 1797, die wahrscheinlich aus Bontkirchen stammt. In der Inschrift heißt es: „Mein Ruf bedeutet Gottes Ehr, wie auch zur Schul und Kinderlehr’”.

Noch heute werde die Glocke per Hand geläutet, sagt Astrid Kranke. Technisch sei das nicht anders möglich. Ihr Mann habe einen Glockenstrang „für die Ewigkeit” angefertigt, fügt sie lächelnd an, da der alte marode gewesen sei.