Immenhausen: Unterschied zwischen den Versionen

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!colspan="2" align=center | <div style="background:#B30000;text-align:center;color: #fff;font-weight:bold;font-size:100%;">Immenhausen</div>
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| Fläche: || 28,53 qkm
 
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| Einwohner: || ca. 7.300 ''<small></small>''
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| Einwohner: || 6.956  ''<small>(31. Dezember 2011)</small>''
 
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| Postleitzahl: || 34376
 
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| Adresse der<br />Stadtverwaltung: || Marktplatz 1<br />34376 Immenhausen
 
| Adresse der<br />Stadtverwaltung: || Marktplatz 1<br />34376 Immenhausen
 
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| Website: || [http://www.immenhausen.de www.immenhausen.de]
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| Bürgermeister: ||  Andreas Güttler (SPD)
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| Bürgermeister: ||  Jörg Schützeberg<br />(parteilos)
 
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'''Immenhausen''' ist eine Stadt im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]] mit etwa 7.300 Einwohnern.
 
'''Immenhausen''' ist eine Stadt im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]] mit etwa 7.300 Einwohnern.
  
== Stadtteile ==
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== Geografie ==
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=== Lage ===
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Immenhausen liegt nördlich von [[Kassel]] am südwestlichen Rand des [[Reinhardswald]]s.
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Durch Immenhausen fließt die [[Holzkape]], die in der benachbarten Stadt [[Grebenstein]] in die [[Esse]] mündet.
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=== Stadtteile ===
 
* Immenhausen  
 
* Immenhausen  
 
* [[Mariendorf]]  
 
* [[Mariendorf]]  
* [[Holzhausen]]
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* [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]]
 
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== Sehenswürdigkeiten ==
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* [http://www.ekkh.de/gemeinden/immenhausen.php Evangelische Stadtkirche St.Georg mit Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert]
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* [http://www.immenhausen.de/index.php?seitenid=76&parent=28&brosis=144 Hufeisenturm mit angrenzender Stadtmauer]
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* [http://www.landkreiskassel.de/bildung/museum/glas.htm Glasmuseum]
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Der Ort lag im Mittelalter an der "Königsstraße", einer alten Handelsstrasse, die von der [[Fulda]] im Süden, über Immenhausen, [[Hombressen]] und [[Gottsbüren]] zur [[Weser]] führte.  
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=== Aus der Stadtgeschichte ===
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Die erste nachweisbare Besiedelung stammt aus der Zeit um 5000 vor Christus. Erkenntnisse über die Epoche der Jungsteinzeit in Immenhausen und Umgebung gründen auf Ausgrabungen eines jung-steinzeitlichen Siedlungsplatzes auf dem heute bebauten Mühlenanger, die 1999 erfolgten.
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Der Ort lag im Mittelalter an der "Königsstraße", einer alten Handelsstrasse, die von der [[Fulda (Fluss)|Fulda]] im Süden, über Immenhausen, [[Hombressen]] und [[Gottsbüren]] zur [[Weser]] führte.  
  
[[Bild:Immenhausen-ev.Kirche.JPG|thumb|250px|right|Evangelische Stadtkirche]]
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Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt im 13. Jahrhundert als ''Emmenhusin'', seit 1298 sind Stadtrechte nachweisbar (Urkunde vom 2. Novem­ber 1298). Schon zuvor ist der Sitz der "Edelherren von Immenhausen" unter der Herrschaft des [[Erzbistum Mainz|Erzbistums Mainz]] belegt.  
Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt im 13. Jahrhundert als ''Emmenhusin''. Schon zuvor ist der Sitz der „Edelherren von Immenhausen“ unter der Herrschaft des Erzbistums Mainz belegt. Obwohl der Besitzanspruch vom Erzbistum Mainz bestritten wurde, baute Landgraf Heinrich I. von Hessen den Stützpunkt im 13. Jahrhundert zu einer wehrhaften Stadt aus. Urkundlich wird eine größere Zahl von adeligen Burgmannen genannt, die ihn bei der Sicherung der Stadt am Rande des [[Reinhardswald]]s unterstützte, darunter Hanns von Stockhausen oder Heinrich von Uffeln.
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Im Juli 1385 wird die landgräfliche Stadt Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen und - anders als die deutlich stärker befestigte Nachbarstadt [[Grebenstein]] – fast gänzlich zerstört. In der Folge wurden [[Grebenstein]] und Immenhausen an den Erzbischof von Mainz verpfändet und erst 1399 an den Landgrafen von Hessen zurückgegeben.
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Obwohl der Besitzanspruch durch das [[Erzbistum Mainz]] bestritten wurde, baute [[Landgraf Heinrich I.]] von Hessen den Stützpunkt im 13. Jahrhundert zu einer wehrhaften Stadt aus mit Stadtmauer und Wehrtürmen (wie dem Eulenturm und dem Hufeisenturm), nachdem er den Besitz von den Erben der [[Herren von Dassel]] im Jahre 1297 erwor­ben hatte.  
  
1409 wird mit der Wiedererrichtung der St. Georgs-Kirche begonnen, die als spätgotische, dreischiffige Hallenkirche entsteht und Mitte des 15. Jahrhunderts kunstvoll ausgemalt wird. Ein Schüler Luthers, Bartholomäus Rieseberg (auch: Riseberg) aus der Altmark (1492-1566), war dann zur Zeit der Reformation einer der ersten evangelischen Prediger im Norden Hessens und in der Stadtkirche von Immenhausen, was ihm eine mehrwöchige Kerkerhaft im „Jungfernturm“ von [[Grebenstein]] einbrachte, aus der er entfliehen konnte.
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Ausschlaggebend dafür waren strategische Gründe gegenüber dem mainzischen Riegel, den [[Calden]], die [[Burg Haldessen]] und [[Hofgeismar]] bildeten, sowie die Geltendmachung von Territorialansprüchen in dem Bereich westlich des [[Reinhardswald|Reinhardswaldes]]. Urkundlich wird eine größere Zahl von adeligen Burgmannen genannt, die den Landgrafen bei der Sicherung der Stadt am Rande des [[Reinhardswald]]s unterstützten, darunter ''Hanns von Stockhausen'' oder ''Heinrich von Uffeln''.
  
[[Bild:Immenhausen-Riseberg.JPG|thumb|250px|right|Denkmal - Bartholomäus Rieseberg]]
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[[Datei:Immenhausen-Eulenturm.jpg|thumb|250px|left|Blick zum Eulenturm]]
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die eroberte Stadt wiederholt geplündert und fast vollständig niedergebrannt. Nach dem Ende des Kriegs lebten hier nicht einmal mehr 500 verarmte Bewohner. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Fachwerk-Rathaus der Stadt wieder errichtet.  
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Aus dieser Zeit stammt auch die ehemalige ''[[Pascheburg]]'', die Ende des 13. Jahrhunderts im Auftrag des Landgrafs errichtet wurde. Die Fundamente der Burg, die kriegsbedingt bereits im Jahre 1385 niederbrannte, wurden inzwischen freigelegt. Die Burg befand sich einst auf dem Areal hinter der Stadtkirche.
  
In den Jahren 1686 und 1687 zogen vorübergehend französische Glaubensflüchtlinge in die Stadt ein, bevor sie im benachbarten [[Mariendorf]] einen dauerhaften Wohnsitz fanden. Zu dieser Zeit begann das Siedlungsprogramm des [[Landgraf Karl|Landgrafen Karl]] von Hessen-Kassel für die aus Frankreich ausgewiesenen [[Hugenotten]] in den nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] vielfach zerstörten und entvölkerten Landstrichen im Norden Hessens. Erste neue Dörfer entstanden seinerzeit in [[Carlsdorf]] (benannt nach Landgraf Carl) und [[Mariendorf]] (benannt nach seiner Ehefrau Maria Amalia).
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Die Altstadt, die früher komplett von einem Mauerring umschlossen war, wurde vor gut 700 Jahren befestigt. Aber schon im Juli [[1385]] wurde die landgräfliche Stadt Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen und - anders als die deutlich stärker befestigte Nachbarstadt [[Grebenstein]] – fast gänzlich zerstört. Auch die Burg wurde ein Opfer des Kriegs und danach nicht wieder aufgebaut.  
  
Unter [[Kurfürst Wilhelm II.]] und dessen Sohn [[Friedrich Wilhelm I. (Hessen)|Friedrich Wilhelm I.]] wurde ab 1844 im [[Kurhessen|Kurfürstentum Hessen-Kassel]] mit dem Bau der [[Friedrich-Wilhelms–Nordbahn]] von [[Karlshafen]] über [[Kassel]] bis nach Bebra begonnen. Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste kurhessische Eisenbahnstrecke. Der erste eröffnete Abschnitt war die Strecke [[Grebenstein]]–[[Hümme]] im Jahre 1848. Erst 1884 erhielt auch die Ackerbürgerstadt Immenhausen eine Haltestelle. 1898 entstand auf der gegenüberliegenden Seite eine Glashütte, deren Produktion nach dem Zweiten Weltkrieg von [[Glashütte Süßmuth|Richard Süßmuth]] wieder aufgenommen wurde.
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In der Folge wurden [[Grebenstein]] und Immenhausen an den Erzbischof von Mainz verpfändet und erst [[1399]] an den [[Landgraf|Landgrafen]] von Hessen zurückgegeben.
  
Aktivitäten einer erstarkenden Arbeiterbewegung fanden Niederschlag in der Gründung des "Arbeiter-Turn- und Sportvereins Jahn 1906", des "Arbeiter-Radfahr-Vereins Flottweg", des Musikvereins "Glashütte 1908" und eines Arbeiter-Sängervereins.  
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Die Stadt hatte ursprünglich drei Stadttore: das Kasseler, das Holzhäuser- oder Mündener Tor und das Leutenhäuser Tor, die um 1840 bei Straßenverbreiterungen abgerissen wurden. Zumindest ist heute das Kasseler Tor als Durchfahrt durch die Stadtmauer mit zwei Pfeilern gekennzeichnet.
  
[[Bild:Immenhausen-Rathaus.JPG|250px|left]]
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[[1409]] wurde mit der Wiedererrichtung der [[Immenhausen - evangelische Stadtkirche|St. Georgs-Kirche]] begonnen, die als spätgotische, dreischiffige Hallenkirche - ähnlich wie im benachbarten [[Grebenstein]] - in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstandt und deren Kirchenschiff und Chor Mitte des 15. Jahrhunderts mit Wandmalereien aus der Leidensgeschichte Christi kunstvoll ausgemalt wurde.
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Im Jahre 1462 entstand eine landgräfliche Beginen-Einrichtung für unverheiratete adlige Damen. Im ''Kloster Mergenhof'' (mit eigener Kapelle und eigenem Friedhof) galt für die Schwestern vom "Mergenhof" (Marienhof) die Augustiner-Regel, auch wenn es sich bei der Einrichtung um kein Kloster gehandelt hat, in dem ein Gelübde abgelegt werden musste.
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Als erster Seelsorger wird Pater Bertold Olshusen genannt. Im Jahre 1489 wurde das Kloster, das er über die [[Reformation]] hinaus bestand, dem [[Kloster Merxhausen]] unterstellt. Im Jahre 1537 zogen die letzten Schwestern nach Merxhausen und der Besitz wurde säkularisiert.
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Ein Schüler Luthers, [[Bartholomäus Riseberg]] (auch: Rieseberg) aus der Altmark ([[1492]] bis [[1566]]), war zur Zeit der [[Reformation]] einer der ersten evangelischen Prediger im Norden Hessens und in der Stadtkirche von Immenhausen, was ihm eine mehrwöchige Kerkerhaft im "Jungfernturm" von [[Grebenstein]] einbrachte, aus der er entfliehen konnte. An ihn erinnert seit 2003 ein Denkmal an der Stadtkirche, das von dem Künstler Roman Krasnitzki geschaffen wurde.
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Unter [[Landgraf Philipp I.]] dem Großmütigen wurde die Landgrafschaft Hessen in Folge der [[Homberger Synode]] protestantisch. Hessen gehörte neben Sachsen und Württemberg zu den mächtigen Vorkämpfern der Reformation im Deutschen Reich. In Immenhausen wurde aus der [[Immenhausen - evangelische Stadtkirche|Kirche St. Georg]] das Gotteshaus der nunmehr protestantischen Gemeinde.
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[[Datei:Immenhausen02.jpg|thumb|250px|right|Evangelische Stadtkirche]]
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Unter dem [[Dreißigjährigen Krieg]] hat Immenhausen stark gelitten. Wiederholt wurde die eroberte Stadt geplündert und immer wieder zwischen den Jahren 1631 und 1647 fast vollständig niedergebrannt. Nach dem Ende des Kriegs lebten hier nicht einmal mehr 500 verarmte Bewohner.
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In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Fachwerk-Rathaus der Stadt als Neubau wieder errichtet. Von außen führt bis heute eine zweiläufige Freitreppe zur Rundbogentür des Haupteingangs.
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In den Jahren [[1686]] und [[1687]] zogen vorübergehend französische Glaubensflüchtlinge in die Stadt ein, bevor sie im benachbarten [[Mariendorf]] einen dauerhaften Wohnsitz fanden. Zu dieser Zeit begann das Siedlungsprogramm des [[Landgraf Karl|Landgrafen Carl]] von Hessen-Kassel für die aus Frankreich ausgewiesenen [[Hugenotten]] in den nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] vielfach zerstörten und entvölkerten Landstrichen im Norden Hessens. Erste neue Dörfer entstanden seinerzeit in [[Carlsdorf]] (benannt nach Landgraf Carl) und [[Mariendorf]] (benannt nach seiner Ehefrau Maria Amelia).
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Unter [[Kurfürst Wilhelm II.]] und dessen Sohn [[Kurfürst Friedrich Wilhelm I.|Friedrich Wilhelm I.]] wurde ab [[1844]] im [[Kurfürstentum Hessen]] mit dem Bau der [[Friedrich-Wilhelms–Nordbahn]] von [[Karlshafen]] über [[Kassel]] bis nach Bebra begonnen. Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste [[Kurfürstentum Hessen|kurhessische]] Eisenbahnstrecke. Der erste eröffnete Abschnitt war die Strecke von [[Grebenstein]] nach [[Hümme]] im Jahre [[1848]]. Erst [[1884]] erhielt auch die Ackerbürgerstadt Immenhausen eine Haltestelle. [[1898]] entstand auf der gegenüberliegenden Seite eine Glashütte, deren Produktion nach dem Zweiten Weltkrieg von [[Glashütte Süßmuth|Richard Süßmuth]] wieder aufgenommen wurde.
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Aktivitäten einer erstarkenden Arbeiterbewegung fanden Niederschlag in der Gründung des "Arbeiter-Turn- und Sportvereins Jahn 1906", des "Arbeiter-Radfahr-Vereins Flottweg", des Musikvereins "Glashütte 1908" und eines Arbeiter-Sängervereins.
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'''Das Meyersche Konversationslexikon''' (F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896) beschreibt die Stadt Immenhausen als ''„Stadt im Kreis Hofgeismar des preuh. Reg.-Bez. Cassel, 11 km im SO. von Hofgeismar, in 244 m Höhe, am westl. Saume des Reinhardswaldes, an der Linie Scherfede-Cassel der Preuß. Staatsbahnen, hat (1890) 1361 meist evang. E., Postagentur, Telegraph, Fernsprechverbindung, eine alte Stadtmauer, schöne got. Kirche (1440); in der Nähe Eisenerzgruben... ."''
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In der Weimarer Republik entwickelte sich die SPD zur stärksten kommunalpolitischen Kraft und stellte seit Dezember 1929 mit Gustav Tiggemann den Stadtverordnetetvorsteher und ab 1930 mit Gustav Seitz den Bürgermeister.  
 
In der Weimarer Republik entwickelte sich die SPD zur stärksten kommunalpolitischen Kraft und stellte seit Dezember 1929 mit Gustav Tiggemann den Stadtverordnetetvorsteher und ab 1930 mit Gustav Seitz den Bürgermeister.  
  
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[[Datei:Immenhausen03.jpg|thumb|250px|right|Riseberg-Denkmal vor dem Turm der Stadtkirche; im Hintergrund (rechts) die ehemalige Jungenschule]]
 
Bei den ersten Gemeindewahlen nach dem Zweiten Weltkrieg am 27. Januar 1946 errang die SPD in Immenhausen 66,4% der abgegebenen Stimmen und zwei Sozialdemokraten, Wilhelm Erkelenz und Gustav Tiggemann wurden Stadtverordnetenvorsteher und Bürgermeister.
 
Bei den ersten Gemeindewahlen nach dem Zweiten Weltkrieg am 27. Januar 1946 errang die SPD in Immenhausen 66,4% der abgegebenen Stimmen und zwei Sozialdemokraten, Wilhelm Erkelenz und Gustav Tiggemann wurden Stadtverordnetenvorsteher und Bürgermeister.
  
Der Anteil der katholischen Bevölkerung in dem bis dahin stark protestantisch geprägten Norden von [[Hessen]] stieg nach dem Zweiten Weltkrieg stark an, im ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]] auf mehr als 22.000 Personen. In Immenhausen wurden bereits 1948 mehr als 840 Heimatvertriebene und Evakuierte gezählt. Heimatvertriebene – zum Beispiel aus Schlesien oder dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat. In den 1950-er Jahren entstanden zahlreiche neue katholische Gotteshäuser im ehemaligen Kreisgebiet, darunter auch die Kirche [[St. Clemens Maria Immenhausen|St. Clemens Maria]] in Immenhausen im Jahre 1952.
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Der Anteil der katholischen Bevölkerung in dem bis dahin stark protestantisch geprägten Norden von [[Hessen]] stieg nach dem Zweiten Weltkrieg stark an, im ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]] auf mehr als 22.000 Personen. In Immenhausen wurden bereits 1948 mehr als 840 Heimatvertriebene und Evakuierte gezählt.  
  
Immenhausen gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst zu den Städten und Gemeinden im ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]], später im Zuge der hessischen Gebietsreform zum [[Landkreis Kassel]]. Durch die hessische Gebietsreform kam es am 01. Oktober 1970 auch zum Zusammenschluss von Immenhausen mit den umliegenden Dörfern [[Holzhausen]] und [[Mariendorf]].
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Heimatvertriebene – zum Beispiel aus Schlesien oder dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat. In den 1950-er Jahren entstanden zahlreiche neue katholische Gotteshäuser im ehemaligen Kreisgebiet, darunter auch die Kirche [[St. Clemens Maria Immenhausen|St. Clemens Maria]] in Immenhausen im Jahre 1952.
  
=== Literatur ===
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Immenhausen gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst zu den Städten und Gemeinden im ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]], später im Zuge der hessischen Gebietsreform zum [[Landkreis Kassel]]. Durch die hessische Gebietsreform kam es am 01. Oktober 1970 auch zum Zusammenschluss von Immenhausen mit den umliegenden Dörfern [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]] und [[Mariendorf]].
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=== Lilli Jahn, Klara Haase und Gerhard Czaplinski ===
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Seit Mai 2011 wurden auch Immenhausen sogenannte [[Stolpersteine]] verlegt. Es sind Pflastersteine mit glänzender Namensplakette, wobei sich jeder Stolperstein auf ein Einzelschicksal bezieht, in Immenhausen auf die Schicksale von [[Clara Haase]], [[Dr. Lilli Jahn]] und [[Gerhard Czaplinksi]], die als Verfolgte in der NS-Zeit zuvor in einer Feierstunde in der Gesamtschule gewürdigt worden waren.
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[[Gunter Demnig]], der in [[Kassel]] Kunstpädagogik studiert und das erste Staatsexamen abgelegt hat,initiierte das bundesweite Projekt "Stolpersteine". Die Tafeln bestehen aus einer goldenen Messingplatte, die auf ein 10cmx10cm großen Betonstein montiert sind. Auf den Tafeln stehen die Daten der Opfer.
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[[Bild:Immenhausen-Glasmuseum.JPG|250px|right]]
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=== Glashütte Süßmuth ===
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Firmengründer Richard Süßmuth aus dem niederschlesischen Penzig (bei Görlitz) war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg international als Glaskünstler bekannt. Nach dem Krieg kam er als Vertriebener nach Immenhausen im ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]] und baute dort die gleichnamige [[Glashütte Süßmuth|Glashütte]] auf.
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Vor seinem Tod im Jahre 1974 wandelte Süßmuth die Glashütte in eine Mitarbeitergesellschaft um. Ab dem Jahre 1989 führten dann Hamburger Kaufleute die Glashütte Süßmuth KG bis zu deren Stilllegung im Jahre 1996.
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Im umgebauten Generatorhaus wurde im Jahre 1987 durch die Stadt Immenhausen ein attraktives Glasmuseum geschaffen (Am Bahnhof 3, 34376 Immenhausen).
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In der Kirche [[St. Clemens Maria Immenhausen]] erinnern die Glasfenster an der Westseite (sog. Engelfenster) an die ehemalige Immenhäuser Glashütte. Auch ein Glasfenster in einem Seitenschiff der evangelischen Stadtkirche wurde 1956 von Richard Süßmuth neu gestaltet.
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=== Pächer Eichen ===
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Otto Pächer ist in Immenhausen als der "Vater der Eichen" bekannt. Zusammen mit seiner Frau Marie hat er inzwischen hunderte von Eichen, Birken, Buchen, Weiden, Ahorn und Eschen gepflanzt und auf einer Fläche von etwa 150 mal 30 Metern ist ein schöner Laub-Mischwald im Gemarkungsdreieck Immenhausen/Udenhausen/Grebenstein entstanden <ref>[http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/hofgeismar/vater-paecher-eichen-2462758.html Artikel in HNA-online vom 16.8.2012: Der Vater der „Pächer Eichen“]</ref>.
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=== Sprachgrenze ===
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Die Mundart des Ortsteils [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]] wurde sprachwissenschaftlich intensiv von Hermann Soost (1920) und Stefan Arend (1990) untersucht. Die Mundart von [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]] zählt noch zu den mitteldeutschen Mundarten, in den Nachbarorten [[Wilhelmshausen]] und Immenhausen wird (wurde) bereits Niederdeutsch gesprochen. <ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Holzhausen_(Immenhausen) Informationen zur Sprachgrenze auf de.wikipedia.org]</ref>
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=== Von der Hustenburg zur Fachklinik ===
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Vor über 100 Jahren wurde in Immenhausen eine Klinik zur Versorgung Schwerstkranker unter dem Dach der [[Philippstiftung]] gegründet, aus der sich heute eine der fortschrittlichsten Lungenfachkliniken Deutschlands entwickelt hat <ref>[http://www.hna.de/magazin/gesundheit-und-pflege/hustenburg-fachklinik-mz-1556230.html HNA-online vom 9.1.2012: Von Hustenburg zur Fachklinik]</ref>.
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== Immenhäuser Ansichten ==
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Datei:Immenhausen01.jpg
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Datei:Immenhausen02.jpg
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Datei:Immenhausen03.jpg
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Datei:Immenhausen04.jpg
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Datei:Immenhausen-Rathaus12.JPG
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Bild:Immenhausen-ev.Kirche.JPG
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Bild:Immenhausen-Riseberg2.JPG
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</gallery>
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== Kirchen ==
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[[Datei:Immenhausen-Stadtkirche-Innenansicht.jpg|thumb|250px|right|Innenansicht der Immenhäuser Stadtkirche]]
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* [[Holzhausen (Immenhausen) – evangelische Kirche|Evangelische Kirche in Holzhausen]]
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* [[Hugenottenkirche in Mariendorf]]
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* [[Kirche St. Georg - Immenhausen|Ev. Stadtkirche St. Georg, Immenhausen]]
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* [[St. Clemens Maria Immenhausen|St. Clemens Maria, Immenhausen]]
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== Kultur ==
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=== Holzhäuser Heckethaler ===
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Der "Holzhäuser Heckethaler" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Immenhausen, des Ehepaars Garbe und des Kasseler Verleger Rolf Wagner (Prolibris-Verlag), das durch die Stadtsparkasse Grebenstein gefördert wird.
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Nachwuchstalente aus dem In- und Ausland tragen beim Heckethaler-Wettbewerb ihre literarischen Texte vor und nehmen an einer Preisverleihung teil, die sich zu einem kulturellen Höhepunkt in der Stadt Immenhausen entwickelt hat.
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=== Immenhäuser Glaspreis ===
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Seit dem Jahr 2000 schreibt die Stadt Immenhausen alle drei Jahre in einem Wettbewerb den [[Immenhäuser Glaspreis]] aus.
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Unter dem Titel "GLAS 2009" stand der Wettbewerb zum "4. Immenhäuser Glaspreis" im Jahre 2009. Der Wettbewerb zur zeitgenössischen Glaskunst in Deutschland war verbunden mit einer Sonderausstellung im [[Glasmuseum Immenhausen]] vom 9. Mai bis 12. September 2009.
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Die Ausstellung "GLAS 2012" im Glasmuseum Immenhausen zum 5. Immenhäuser Glaspreis folgte vom 5. Mai bis 29. September 2012.<ref>[http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/hofgeismar/documenta-zeitgenoessische-glaskunst-beendet-2526387.html Artikel in HNA-online vom 30.9.2012: Documenta für zeitgenössische Glaskunst beendet]</ref>
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== Literatur ==
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[[Datei:Immenhausen01.jpg|thumb|right|250px|Drei-Türme-Ansicht in Immenhausen: Links der Eulenturm, in der Mitte ein Turm der Stadtmauer, rechts der Turm der Evangelischen Stadtkirche.]]
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* Friedrich-Karl Baas, Fakten zur Geschichte der Stadt Immenhausen, 1966
 
* Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 150 ff.
 
* Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 150 ff.
 +
* Werner Wiegand und Stefan Arend, Soldaten aus Immenhausen, Holzhausen und Mariendorf im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1776 - 1784, 2. Auflage, Immenhausen 1989
 +
* Magda Thierling, Auf dem Weg zum gleichberechtigten Staatsbürger, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 121 ff.
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* Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
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''siehe auch:''
  
 
* [http://www.immenhausen.de/index.php?seitenid=18&parent=124&brosis=30 Zur Geschichte von Immenhausen und seinen Stadtteilen]
 
* [http://www.immenhausen.de/index.php?seitenid=18&parent=124&brosis=30 Zur Geschichte von Immenhausen und seinen Stadtteilen]
  
== Lilli Jahn und Klara Haase ==
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== Politik ==
'''Lilli Jahn''', Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie studierte Medizin und heiratete 1926 den jungen Arzt Ernst Jahn, mit dem sie in Immenhausen eine gemeinsame Hausarztpraxis eröffnet. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, darunter der spätere Bundesjustizminister Gerhard Jahn.  
+
=== Bürgermeister ===
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Zum Nachfolger des Bürgermeisters Andreas Güttler ([[SPD]]) wurde bei der Bürgemeisterwahl am 27. September 2009 der Sozialdemokrat Herbert Rössel gewählt. Auf ihn entfielen 59,4 Prozent der Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten Ralf Kanngießer ([[CDU]]) 40,6 Prozent.
  
Mit den Folgen von Hitlers "Machtergreifung" wurden die Jahns erstmals Ende März 1933 konfrontiert. SA-Leute verhaftteen in Immenhausen Sozialdemokraten und Kommunisten und die übel zugerichteten Leute wurden am nächsten Tag in der Praxis von Ernst Jahn medizinisch versorgt. Aber auch der eben noch geachteten Arztfamilie ging man zunehmend aus dem Wege. Im Juli 1943 wurde [[Lilli Jahn]] auf Betreiben des stellvertretenden Ortsgruppenleiters der NSDAP und Bürgermeisters aus Immenhausen vertrieben und 1944 über Dresden nach Ausschwitz deportiert. Im September 1944 erhielten die Kinder in Immenhausen die Nachricht vom Tod ihrer Mutter.
+
Derzeitiger Bürgermeister von Immenhausen ist Jörg Schützeberg.
  
An das Schicksal der im Zweiten Weltkrieg verfolgten Ärztin [[Lilli Jahn]] erinnert das von Martin Doerry editierte und kommentierte Buch [http://www.br-online.de/kultur/literatur/lesezeichen/20020915/20020915_1.html „Das Leben der Lilli Jahn 1900-1944“] mit zahlreichen Briefen der Verfolgten.  
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=== Gemeindeparlament ===
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{| cellpadding="2" style="float: left; width: 480px; border: 1px solid gray; background-color:#F3F7EF; margin-left: 1em; border-spacing: 1px;"
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|colspan="2" bgcolor="#EECFA1" | '''Zusammensetzung Stadtverordnetenversammlung ''' <br>'''Ergebnis der Kommunalwahl 2016'''
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|bgcolor="#CDCDC1" |Sozialdemokratische Partei Deutschlands
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Am 6. März 2016 haben die letzten allgemeinen Kommunalwahlen in Hessen stattgefunden. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre.
  
Zum Gedenken an [[Lilli Jahn]] pflanzte ihr Sohn Gerhard Jahn 1962 zwei Bäume zu Ehren seiner Mutter in Yad Vashem in Jerusalem. Ihre Großcousine und enge Freundin Lotte Paepcke überlebte die Nazizeit, wurde Schriftstellerin und erinnerte an sie im Jahre 1952 in ihrer Autobiografie „Unter einem fremden Stern“.  
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'''Wahlergebnisse:'''
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* [https://www.hna.de/politik/kommunalwahlen-2016-hessen-alle-ergebnisse-infos-6181899.html Alle Ergebnisse aus Nordhessen]
  
In der [[Gedenkstätte Breitenau]] erinnert seit 1992 eine Vitrine mit Briefen und weiteren Erinnerungsstücken an [[Lilli Jahn]].  
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=== Landrat ===
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Landrat im [[Landkreis Kassel]] ist [[Uwe Schmidt]], [[SPD]].
  
In Immenhausen wurden 1995 eine Straße und 1999 die örtliche Grundschule nach ihr benannt.
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=== Wahlkreise ===
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==== Bundestag ====
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* [[Esther Dilcher]], Mitglied des Deutschen Bundestags | ''[https://www.estherdilcher.de/ Link]''
  
Seit Mai 2007 erinnert eine Gedenktafel in der Stadt auch an '''Klara Haase''' aus Immenhausen (damals Glashütte 8), die 1941 auf Grund einer Denunziation verhaftet und in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurde, wo sie am 23. März 1943 ermordet wurde. Die Gedenktafel befindet sich am Geburtshaus von Klara Haase, heute Poststraße 24. Gleichzeitig wurde die Gedenktafel für die Ärztin Dr. Lilli Jahn in der Lindenstraße 11 erneuert.
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==== Landtag ====
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* Gewählter Direktkandidat im Wahlkreis I - Kassel-Land: [[Oliver Ulloth]] (SPD) | ''[https://www.oliver-ulloth.de/ Link]''
  
Auf der Homepage des [[Stadtmuseum Hofgeismar|Stadtmuseums Hofgeismar]] sind die Namen (bei Ehefrauen auch die Geburtsnamen), das Geburtsjahr und das Deportationsziel von insgesamt 453 jüdischen Opfern der Nazi-Zeit vermerkt, die aus den Städten und Gemeinden der früheren Landkreise [[Kreis Hofgeismar|Hofgeismar]], [[Kassel]] und [[Wolfhagen]] stammen.
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== Schulen ==
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* [[Freiherr-vom-Stein Schule Immenhausen]]
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* [[Lilli-Jahn-Schule]]
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* [[Dietrich-Bonhoeffer-Schule]]
  
== Glashütte Süßmuth ==
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== Sehenswürdigkeiten ==
[[Bild:Immenhausen-Glasmuseum.JPG|180px|right]]
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=== Sehenswürdigkeiten am Ort ===
Firmengründer Richard Süßmuth war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg in Schlesien in der Glasfabrikation tätig. Nach dem Krieg kam er als Vertriebener nach Immenhausen im ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]] und baute dort die gleichnamige [[Glashütte Süßmuth|Glashütte]] auf, die im Jahre 1996 stillgelegt wurde.
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==== Rundweg in Immenhausen ====
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[[Datei:Immenhausen-Brunnen.jpg|thumb|right|250px|Brunnen vor dem Rathaus in Immenhausen]]
Im umgebauten Generatorhaus wurde im Jahre 1987 durch die Stadt Immenhausen ein attraktives Glasmuseum geschaffen (Am Bahnhof 3, 34376 Immenhausen).
+
Die Stadt Immenhausen hat einen Rundweg  mit 17 Stationen entlang der alten Stadtmauer eingerichtet, der unter anderem zur romanischen Stadtkirche St. Georg führt. Erst 1964 wurden hier die Fresken freigelegt, die nicht allein den Besuch erbitten.
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Unmittelbar daneben liegt das Fachwerk-Rathaus der Stadt und der alte Stadtkern im Mauerring kann erkundet werden. Hier finden sich beispielsweise die Überreste eines [[Kloster Marienhof|Augustinerinnenklosters]], das vor der [[Reformation]] in Immenhausen bestand.
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Die Obere und Untere Bahnhofstraße führen zum sehenswerten [[Glasmuseum Immenhausen|Glasmuseum]], das seine Prägung von der Immenhäuser Hütte über Hermann Lamprecht bis hin zu [[Glashütte Süßmuth|Richard Süßmuth]] erhalten hat.
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''siehe auch:''
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[http://www.stadt-immenhausen.de/index.php?seitenid=38&parent=28&brosis=125&nmon=75 Stadtspaziergang zu historischen Bauwerken in Immenhausen]
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==== Rundweg mit Johann von Uffeln ====
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Interessantes zu berichten weiß auch Burgmann Johann von Uffeln (Gästeführer Klaus-Dieter Wiedemann) auf seinem Rundweg. Vom Hufeisenturm marschieren Burgmann und Landvolk (Besucher) vorbei am einstigen Standort der Pascheburg und entlang der Stadtmauer zum Udenhäuser Tor.
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In der Zehntscheune werfen die Besucher neugierige Blicke in die Tiefe des historischen Brunnens und in die Vitrinen der kleinen Sammlung. Am Renthof vorbei und über den Bachlauf der Steinrute geht es zum Rathaus und in die mittelalterlicher Kirche St. Georg und schließlich zum Kasseler Tor an der Stadtmauer. <ref>[http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/historische-stadtfuehrung-banne-burgmanns-3681367.html HNA-online vom 6.7.2014: Historische Stadtführung - Im Banne des Burgmanns]</ref>
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==== Sehenswertes in Immenhausen ====
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[[Bild:Immenhausen-Rathaus.JPG|thumb|right|250px|''Das historische Rathaus in Immenhausen'']]
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* [[Glashütte Süßmuth]]: im umgebauten Generatorhaus der ehemaligen Glashütte wurde im Jahre 1987 ein attraktives [[Glasmuseum Immenhausen|Glasmuseum]] geschaffen (Am Bahnhof 3, 34376 Immenhausen);
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* in der katholischen Kirche [[St. Clemens Maria Immenhausen|St. Clemens Maria]], errichtet 1952 als Saalkirche mit seitlichem Glockenturm, befinden sich an der Westseite große Glasfenster (Engelsfenster), die von Richard Süßmuth gestaltet und gestiftet worden sind;
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* [[Kirche St. Georg - Immenhausen|Evangelische Stadtkirche St. Georg]]: der ursprüngliche romanische Kirchbau aus der Zeit um 1100 wurde Ende des 14. Jahrhunderts durch Kriegswirren zerstört, im Jahre 1409 wieder errichtet und im Innern kunstvoll ausgemalt;
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* nahe der Stadtkirche stand im 15. Jahrhundert eine Stadt- und Parochialschule (1687 Errichtung als Jungenschule);
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* [[Historisches Rathaus Immenhausen]]: das Rathaus wurde 1354 erstmals erwähnt und das Gebäude nach Zerstörungen als barocker Fachwerkbau im Jahre 1643 wieder errichtet;
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* der ehemalige Renthof (Hohe Str. 32) entstand 1634 als landgräfliches Amtsgebäude und dient heute als Theaterwerkstatt;
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* die ehemalige Zehntscheune aus 1648 (am Schulplatz) wurde im 19. Jahrhundert zur Volksschule mit Lehrerwohnung ausgebaut und beherbergt heute Ausstellungen zur Stadtgeschichte, darunter auch Funde aus der Zeit um 5000 vor Christus sowie ein mittelalterliches Brunnengewölbe;
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* am Schulplatz stand einst der im Jahre 1461 begründete Marienhof/Mergenhof, um 1489 [[Kloster Marienhof|Augustinerinnenkloster]] (1537 säkularisiert und 1631 Vernichtung durch Kriegsbrand);
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* die ehemalige landgräfliche "Pascheburg" hatte ihren Standort in der heutigen Oberen Bahnhofstraße und wurde schon bei kriegerischen Auseinandersetzungen im Jahre 1385 zerstört (freigelegt sind Fundament- und Gewölbereste);
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* das 1825/27 niedergelegte Stadttor "Leutenhäuser Tor" aus dem 13. Jahrhundert stand einst im Bereich der Mariendorfer Straße, das ehemalige "Kasseler Tor" im Bereich der Hohenkirchener Straße (als drittes Stadttor gab es in Immenhausen das Mündener Tor);
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* erhalten geblieben sind dagegen der Eulenturm und der Hufeisenturm, zwei Wehrtürme der Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert;
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* das ehemalige Siechenhaus (Steinweg 4) wurde in den Jahren 1781 bis 1785 erbaut, das nahe gelegene ehemalige Hospital (Steinweg 3) bereits Ende des 16. Jahrhunderts.
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'''Quelle:''' Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
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'''Sehenswürdigkeiten in den Stadtteilen'''
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* [[Holzhausen (Immenhausen) – evangelische Kirche|Evangelische Kirche in Holzhausen]]
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* [[Hugenottenkirche in Mariendorf]]
  
==siehe auch==
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==== Stadtbefestigung durch Landgraf Heinrich I. ====
<div style="background:#B30000;text-align:left;color: #fff;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0px; padding: 4px 4px 4px 4px;">Weitere Artikel in RegioWiki :</div>
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<div style="margin: 0px 5px 5px 0px; padding: 0.5em 1em 0.5em 1em; border: 1px solid #B30000; background-color:#F3F7EF;">
 
<div style="margin: 0px 5px 5px 0px; padding: 0.5em 1em 0.5em 1em; border: 1px solid #B30000; background-color:#F3F7EF;">
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'''Löwe baute Stadtmauer'''
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''Tafeln erinnern an Gründer der Stadt Immenhausen, der vor 700 Jahren starb''
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Immenhausen. Ende dieses Jahres wird sich der Todestag des Stadtgründers von Immenhausen, [[Landgraf Heinrich I.]], zum 700. Mal jähren. Das war Anlass für die Kommission für Heimatgeschichte und Denkmalpflege, an ihn mit einer Informationstafel zu erinnern.
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Ausgewählt wurde dafür das älteste noch vorhandene Bauwerk der Stadt, die Stadtmauer, die er damals im Zuge der Stadtgründung anlegen ließ. ...
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1282 war Immenhausen Streitpunkt zwischen [[Erzbistum Mainz|Erzbischof Werner von Mainz]] und dem Landgrafen. Immenhausen war damals bereits ein mit hessischen Burgmannen besetzter Stützpunkt.
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[[Landgraf Heinrich I.]] hat Immenhausen, wie auch [[Grebenstein]], planmäßig in relativ kurzer Zeit ausgebaut und mit einer rund drei Kilometer langen Mauer mit drei Toren und zwei Türmen befestigt. Ausschlaggebend dafür waren strategische Gründe und territorialpolitische Überlegungen gegenüber dem mainzischen Riegel [[Calden]] – [[Burg Haldessen]] – [[Hofgeismar]]. 1298 wurde Immenhausen erstmals urkundlich als "Stadt Ymmenhusen" erwähnt. ...
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1385 brannte die Stadt komplett nieder, nur die Mauer überlebte. Die Stadtkirche wurde ab 1409 neu aufgebaut. ''(eg/tty)''
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''aus [[HNA]]-online vom 22.01.2008''
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</div>
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=== Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ===
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* [[Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel]]
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== siehe auch ==
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[[Bild:Hugenottenkirche-Mariendorf.JPG|thumb|right|300px|Hugenottenkirche im Stadtteil Mariendorf]]
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* [[Ahlberg]]
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* [[Bahnhof Immenhausen]]
 +
* [[Bennhäuser Teich]]
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* [[Braunkohlenzeche Gahrenberg]]
 +
* [[Burg Immenhausen]]
 +
* [[Freiherr vom Stein - Schule in Immenhausen|Freiherr vom Stein - Schule]]
 +
* [[Gerhard Czaplinksi]]
 
* [[Glashütte Süßmuth]]
 
* [[Glashütte Süßmuth]]
* [[St. Clemens Maria Immenhausen|Kirche St. Clemens Maria, Immenhausen]]
+
* [[Gut Waitzrodt]]
 +
* [[Historisches Rathaus Immenhausen]]
 +
* [[Holzhausen (Immenhausen) – evangelische Kirche|Holzhausen - Evangelische Kirche]]
 +
* [[Holzhäuser Heckethaler]]
 +
* [[Hugenottenkirche in Mariendorf]]
 +
* [[Immenhäuser Gutenbergbibel]]
 +
* [[Kirche St. Georg - Immenhausen|Ev. Stadtkirche St. Georg]]
 +
* [[Klara Haase]]
 +
* [[Kloster Marienhof]]
 +
* [[Landgraf Heinrich I.]]
 +
* [[Leutenhäuser Berg]]
 
* [[Lilli Jahn]]
 
* [[Lilli Jahn]]
<small></small>
+
* [[Lilli Jahn - Schule in Immenhausen|Lilli Jahn - Schule]]
</div>
+
* [[Lungenklinik Immenhausen]]
 +
* [[Philippstift Immenhausen]]
 +
* [[Rosa Reichenbach]]
 +
* [[Rothbalzer Teich]]
 +
* [[St. Clemens Maria Immenhausen|St. Clemens Maria, Immenhausen]]
 +
* „[[Sommer in der Stadt]]“, das Stadtfest in Immenhausen
 +
* [[Stolpersteine in Immenhausen]]
 +
* [[Scheiwe Schötteln|„Scheiwe Schötteln“]]
 +
* [[Theaterwerkstatt Renthof Immenhausen]]
 +
* [[Wüstung Hildesheim]]
  
== Weblinks ==
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== Spitzname ==
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[[Datei:Immenhausen-Rathaus12.JPG|thumb|right|300px|Am Immenhäuiser Rathaus]]
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Der Spitzname der Immenhäuser ist “Scheiwe Schötteln” (Schiefe Schüsseln). In Immenhausen gab es früher viele Töpfer, deren Produkte offenbar nicht immer gerade ausfielen.
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== Vereine ==
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=== AWO ===
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* [[AWO - Kreisverband Kassel Land|AWO Immenhausen im Kreisverband Kassel-Land]]
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=== Freiwillige Feuerwehr Immenhausen ===
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* [http://www.feuerwehr-immenhausen.de/ Freiwillige Feuerwehr Immenhausen]
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=== Musikverein Immenhausen ===
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Auf 100 Jahre Vereinsgeschichte blickte der Immenhäuser Musikverein beim Jubiläumskonzert in der Jahnturnhalle im April 2008 zurück.
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 +
* [http://www.musikverein-immenhausen.de/ Musikverein 1908 Immenhausen]
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=== TSV Immenhausen ===
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Ende August 2009 wurden der 120. Geburtstag des [[TSV Immenhausen]] - mit 1800 Mitgliedern größter Sportverein im [[Altkreis Hofgeismar]] - gefeiert, weiterhin das 50-jährige Bestehen der [[Jahnturnhalle Immenhausen|Jahnturnhalle]], bauliches Zeugnis eines beispielgebenden Gemeinschaftswerks.
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* [http://www.tsv-immenhausen.de/ TSV 1889/06 Immenhausen]
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== Wandern und Radwandern ==
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=== Radwandern ===
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* [[Märchenland-Radrundweg]]
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=== Wandertipps ===
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==== 1. Auf dem Märchenlandweg ====
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'''Ein Wandervorschlag vom Rhönklub Kassel - Von Holzhausen nach Immenhausen'''
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[[Bild:Wiki194.jpg|right|thumb|500px|Wandertipp 2]]
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Unsere Wanderung beginnt in [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]] - Mitte. Von der Bushaltestelle gehen wir wenige Schritte zur romanischen St.-Johannis-Kirche von 1150, die wir unbedingt besuchen sollten. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Weiter im Bogen auf der Gartenstraße 16 steht ein Fachwerkhaus mit der einmaligen Balkeninschrift „Durch den Schutz Gottes und der weisen Regierung haben der Ackermann Georg Schäfer und dessen Ehefrau Maria Chatarina geb. Roll Gott vertraut und dieses Haus gebaut. Den ersten Juli 1839.“
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Unser Wegzeichen ist das M mit Kringel für [[Märchenlandweg]]. Die Kasseler Straße verlassen wir vor dem Sportplatz nach links, biegen sofort rechts in den Rehwinkel ein. Links der Thomas-Teich. Im Grund läuft der Krummbach. Weiter oben der Rehwinkelteich.
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Im Wald gehen wir vorüber an der Freizeitanlage mit Wassertretstelle bis zu den alten Huteeichen. Dort halten wir uns links auf der Kuhtrift bis vor der Wald. Dann rechts leicht steigend zum Rothbalzerteich. Danach links abwärts vorüber am Pfadfinderheim, erster Weg rechts und wieder links den Fahrweg am Kesselhaken vor der Wochenendhaussiedlung gelangen wir zur Freizeitanlage „Großes Loh“. Von hier bleiben wir auf dem Lohweg, bis wir vor der Feuerwehr in Immenhausen ankommen.
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''siehe dazu:'' [[Märchenlandweg]]
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==== 2. Eco-Pfad Bergbau ====
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* [[Eco-Pfad Bergbau Holzhausen Reinhardswald]]
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==== 3. Wandern am Rand des Reinhardswaldes ====
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Der Ausflugstipp des Rhönklubs Kassel mit Start in [[Wilhelmshausen]] führt über [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]] bis nach [[Simmershausen]].
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''Rhönklub: Andreas Koch, Telefon/Fax 05 61-87 11 80. Wanderungen jeden Dienstag und alle 14 Tage sonntags.''
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== Windkraft in Immenhausen ==
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Mitte der 1990er-Jahre war die Stadt Immenhausen die erste Kommune in der Region, in deren Gemarkung [[Windkraft|Windkraftanlagen]] gebaut wurden.
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Der Windpark Mariendorf / Udenhausen ist 1996 ans Netz gegangen. Damals ging man von einer Laufzeit der Anlage von 20 Jahren aus.
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[[2010]] wurden die Pläne für ein neues, riesiges Windrad bekannt gegeben. Diese Anlage soll nicht nur doppelt so viel Energie wie der aus fünf einzelnen Anlagen bestehende Windpark Mariendorf / Udenhausen erzeugen, sondern auch mehr als zweimal so hoch in den Himmel ragen.
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Die Turmhöhe misst 135 m und der Durchmesser der Rotoren 100 m, macht eine Gesamthöhe von 185 Meter. Betreiber des bestehenden Windparks ist die [[Windpark]] [[Mariendorf / Udenhausen GmbH & Co KG]]. <ref>[http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/ahnatal/riesen-windrad-geplant-869605.html Artikel aus der HNA vom 6.8.2010: Riesen-Windrad geplant]</ref>
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== Weblinks und Quellen ==
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=== Quellen ===
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=== Weblinks ===
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!colspan="2" align=center | <div style="border:1px solid #ccc; background: #fff; border-right:3px solid #ccc; border-bottom:3px solid #ccc; text-align: left; padding:3px; float:right; font-size: smaller; line-height: 1.3; margin-right: 4px; width: 50 px;">
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[http://maps.google.de/maps?ll=51.416667,9.5&spn=0.1,0.1&q=51.416667,9.5 Karte:<br />Immenhausen auf google-Maps]
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* [http://www.immenhausen.de/ Immenhausen]
 
* [http://www.immenhausen.de/ Immenhausen]
 
* [http://www.spd-immenhausen.de/ SPD Immenhausen]
 
* [http://www.spd-immenhausen.de/ SPD Immenhausen]
* [http://regiowiki.hna.de/CDU CDU Landkreis Kassel]
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* [http://www.cdu-kassel-land.de/ CDU Immenhausen]
* [http://www.museum-hofgeismar.de/judaica/sjhome.htm Jüdische Opfer des Nationalsozialismus auf der Homepage des Hofgeismarer Stadtmuseums]
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* [http://www.museum-hofgeismar.de/w3a/cms/Home/Sammlungen/Geschichte/Juedische_Kultur/Juedische_Kultur_in_Nordhessen.146.html Sammlung jüdische Kultur im Stadtmuseum Hofgeismar]
 
* [http://www.ekkh.de/gemeinden/immenhausen.php  Homepage der evangelischen Kirchengemeinde mit Fotos von Kirche und Stadt]
 
* [http://www.ekkh.de/gemeinden/immenhausen.php  Homepage der evangelischen Kirchengemeinde mit Fotos von Kirche und Stadt]
* [http://anwebd.cable.hl-users.com/stcm/ Katholische Kirchengemeinde Immenhausen]
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* [http://anwebd.base.hl-users.com/stcm/ Katholische Kirchengemeinde Immenhausen]
 
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[[Kategorie:Landkreis Kassel]]
 
[[Kategorie:Landkreis Kassel]]
 
[[Kategorie:Nordhessen]]
 
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Aktuelle Version vom 27. Mai 2020, 21:31 Uhr

Immenhausen
Immenhausen04.jpg
Das historische Rathaus
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 339 m über NN
Fläche: 28,53 qkm
Einwohner: 6.956 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34376
Vorwahl: 05673
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
34376 Immenhausen
Website: Immenhausen
Bürgermeister: Jörg Schützeberg
(parteilos)

Immenhausen ist eine Stadt im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 7.300 Einwohnern.

Geografie

Lage

Immenhausen liegt nördlich von Kassel am südwestlichen Rand des Reinhardswalds.

Durch Immenhausen fließt die Holzkape, die in der benachbarten Stadt Grebenstein in die Esse mündet.

Stadtteile

Geschichte

Aus der Stadtgeschichte

Die erste nachweisbare Besiedelung stammt aus der Zeit um 5000 vor Christus. Erkenntnisse über die Epoche der Jungsteinzeit in Immenhausen und Umgebung gründen auf Ausgrabungen eines jung-steinzeitlichen Siedlungsplatzes auf dem heute bebauten Mühlenanger, die 1999 erfolgten.

Der Ort lag im Mittelalter an der "Königsstraße", einer alten Handelsstrasse, die von der Fulda im Süden, über Immenhausen, Hombressen und Gottsbüren zur Weser führte.

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt im 13. Jahrhundert als Emmenhusin, seit 1298 sind Stadtrechte nachweisbar (Urkunde vom 2. Novem­ber 1298). Schon zuvor ist der Sitz der "Edelherren von Immenhausen" unter der Herrschaft des Erzbistums Mainz belegt.

Obwohl der Besitzanspruch durch das Erzbistum Mainz bestritten wurde, baute Landgraf Heinrich I. von Hessen den Stützpunkt im 13. Jahrhundert zu einer wehrhaften Stadt aus mit Stadtmauer und Wehrtürmen (wie dem Eulenturm und dem Hufeisenturm), nachdem er den Besitz von den Erben der Herren von Dassel im Jahre 1297 erwor­ben hatte.

Ausschlaggebend dafür waren strategische Gründe gegenüber dem mainzischen Riegel, den Calden, die Burg Haldessen und Hofgeismar bildeten, sowie die Geltendmachung von Territorialansprüchen in dem Bereich westlich des Reinhardswaldes. Urkundlich wird eine größere Zahl von adeligen Burgmannen genannt, die den Landgrafen bei der Sicherung der Stadt am Rande des Reinhardswalds unterstützten, darunter Hanns von Stockhausen oder Heinrich von Uffeln.

Blick zum Eulenturm

Aus dieser Zeit stammt auch die ehemalige Pascheburg, die Ende des 13. Jahrhunderts im Auftrag des Landgrafs errichtet wurde. Die Fundamente der Burg, die kriegsbedingt bereits im Jahre 1385 niederbrannte, wurden inzwischen freigelegt. Die Burg befand sich einst auf dem Areal hinter der Stadtkirche.

Die Altstadt, die früher komplett von einem Mauerring umschlossen war, wurde vor gut 700 Jahren befestigt. Aber schon im Juli 1385 wurde die landgräfliche Stadt Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen und - anders als die deutlich stärker befestigte Nachbarstadt Grebenstein – fast gänzlich zerstört. Auch die Burg wurde ein Opfer des Kriegs und danach nicht wieder aufgebaut.

In der Folge wurden Grebenstein und Immenhausen an den Erzbischof von Mainz verpfändet und erst 1399 an den Landgrafen von Hessen zurückgegeben.

Die Stadt hatte ursprünglich drei Stadttore: das Kasseler, das Holzhäuser- oder Mündener Tor und das Leutenhäuser Tor, die um 1840 bei Straßenverbreiterungen abgerissen wurden. Zumindest ist heute das Kasseler Tor als Durchfahrt durch die Stadtmauer mit zwei Pfeilern gekennzeichnet.

1409 wurde mit der Wiedererrichtung der St. Georgs-Kirche begonnen, die als spätgotische, dreischiffige Hallenkirche - ähnlich wie im benachbarten Grebenstein - in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstandt und deren Kirchenschiff und Chor Mitte des 15. Jahrhunderts mit Wandmalereien aus der Leidensgeschichte Christi kunstvoll ausgemalt wurde.

Im Jahre 1462 entstand eine landgräfliche Beginen-Einrichtung für unverheiratete adlige Damen. Im Kloster Mergenhof (mit eigener Kapelle und eigenem Friedhof) galt für die Schwestern vom "Mergenhof" (Marienhof) die Augustiner-Regel, auch wenn es sich bei der Einrichtung um kein Kloster gehandelt hat, in dem ein Gelübde abgelegt werden musste.

Als erster Seelsorger wird Pater Bertold Olshusen genannt. Im Jahre 1489 wurde das Kloster, das er über die Reformation hinaus bestand, dem Kloster Merxhausen unterstellt. Im Jahre 1537 zogen die letzten Schwestern nach Merxhausen und der Besitz wurde säkularisiert.

Ein Schüler Luthers, Bartholomäus Riseberg (auch: Rieseberg) aus der Altmark (1492 bis 1566), war zur Zeit der Reformation einer der ersten evangelischen Prediger im Norden Hessens und in der Stadtkirche von Immenhausen, was ihm eine mehrwöchige Kerkerhaft im "Jungfernturm" von Grebenstein einbrachte, aus der er entfliehen konnte. An ihn erinnert seit 2003 ein Denkmal an der Stadtkirche, das von dem Künstler Roman Krasnitzki geschaffen wurde.

Unter Landgraf Philipp I. dem Großmütigen wurde die Landgrafschaft Hessen in Folge der Homberger Synode protestantisch. Hessen gehörte neben Sachsen und Württemberg zu den mächtigen Vorkämpfern der Reformation im Deutschen Reich. In Immenhausen wurde aus der Kirche St. Georg das Gotteshaus der nunmehr protestantischen Gemeinde.

Evangelische Stadtkirche

Unter dem Dreißigjährigen Krieg hat Immenhausen stark gelitten. Wiederholt wurde die eroberte Stadt geplündert und immer wieder zwischen den Jahren 1631 und 1647 fast vollständig niedergebrannt. Nach dem Ende des Kriegs lebten hier nicht einmal mehr 500 verarmte Bewohner.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Fachwerk-Rathaus der Stadt als Neubau wieder errichtet. Von außen führt bis heute eine zweiläufige Freitreppe zur Rundbogentür des Haupteingangs.

In den Jahren 1686 und 1687 zogen vorübergehend französische Glaubensflüchtlinge in die Stadt ein, bevor sie im benachbarten Mariendorf einen dauerhaften Wohnsitz fanden. Zu dieser Zeit begann das Siedlungsprogramm des Landgrafen Carl von Hessen-Kassel für die aus Frankreich ausgewiesenen Hugenotten in den nach dem Dreißigjährigen Krieg vielfach zerstörten und entvölkerten Landstrichen im Norden Hessens. Erste neue Dörfer entstanden seinerzeit in Carlsdorf (benannt nach Landgraf Carl) und Mariendorf (benannt nach seiner Ehefrau Maria Amelia).

Unter Kurfürst Wilhelm II. und dessen Sohn Friedrich Wilhelm I. wurde ab 1844 im Kurfürstentum Hessen mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms–Nordbahn von Karlshafen über Kassel bis nach Bebra begonnen. Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste kurhessische Eisenbahnstrecke. Der erste eröffnete Abschnitt war die Strecke von Grebenstein nach Hümme im Jahre 1848. Erst 1884 erhielt auch die Ackerbürgerstadt Immenhausen eine Haltestelle. 1898 entstand auf der gegenüberliegenden Seite eine Glashütte, deren Produktion nach dem Zweiten Weltkrieg von Richard Süßmuth wieder aufgenommen wurde.

Aktivitäten einer erstarkenden Arbeiterbewegung fanden Niederschlag in der Gründung des "Arbeiter-Turn- und Sportvereins Jahn 1906", des "Arbeiter-Radfahr-Vereins Flottweg", des Musikvereins "Glashütte 1908" und eines Arbeiter-Sängervereins.


Das Meyersche Konversationslexikon (F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896) beschreibt die Stadt Immenhausen als „Stadt im Kreis Hofgeismar des preuh. Reg.-Bez. Cassel, 11 km im SO. von Hofgeismar, in 244 m Höhe, am westl. Saume des Reinhardswaldes, an der Linie Scherfede-Cassel der Preuß. Staatsbahnen, hat (1890) 1361 meist evang. E., Postagentur, Telegraph, Fernsprechverbindung, eine alte Stadtmauer, schöne got. Kirche (1440); in der Nähe Eisenerzgruben... ."


In der Weimarer Republik entwickelte sich die SPD zur stärksten kommunalpolitischen Kraft und stellte seit Dezember 1929 mit Gustav Tiggemann den Stadtverordnetetvorsteher und ab 1930 mit Gustav Seitz den Bürgermeister.

Riseberg-Denkmal vor dem Turm der Stadtkirche; im Hintergrund (rechts) die ehemalige Jungenschule

Bei den ersten Gemeindewahlen nach dem Zweiten Weltkrieg am 27. Januar 1946 errang die SPD in Immenhausen 66,4% der abgegebenen Stimmen und zwei Sozialdemokraten, Wilhelm Erkelenz und Gustav Tiggemann wurden Stadtverordnetenvorsteher und Bürgermeister.

Der Anteil der katholischen Bevölkerung in dem bis dahin stark protestantisch geprägten Norden von Hessen stieg nach dem Zweiten Weltkrieg stark an, im ehemaligen Kreis Hofgeismar auf mehr als 22.000 Personen. In Immenhausen wurden bereits 1948 mehr als 840 Heimatvertriebene und Evakuierte gezählt.

Heimatvertriebene – zum Beispiel aus Schlesien oder dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat. In den 1950-er Jahren entstanden zahlreiche neue katholische Gotteshäuser im ehemaligen Kreisgebiet, darunter auch die Kirche St. Clemens Maria in Immenhausen im Jahre 1952.

Immenhausen gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst zu den Städten und Gemeinden im ehemaligen Kreis Hofgeismar, später im Zuge der hessischen Gebietsreform zum Landkreis Kassel. Durch die hessische Gebietsreform kam es am 01. Oktober 1970 auch zum Zusammenschluss von Immenhausen mit den umliegenden Dörfern Holzhausen und Mariendorf.

Lilli Jahn, Klara Haase und Gerhard Czaplinski

Seit Mai 2011 wurden auch Immenhausen sogenannte Stolpersteine verlegt. Es sind Pflastersteine mit glänzender Namensplakette, wobei sich jeder Stolperstein auf ein Einzelschicksal bezieht, in Immenhausen auf die Schicksale von Clara Haase, Dr. Lilli Jahn und Gerhard Czaplinksi, die als Verfolgte in der NS-Zeit zuvor in einer Feierstunde in der Gesamtschule gewürdigt worden waren.

Gunter Demnig, der in Kassel Kunstpädagogik studiert und das erste Staatsexamen abgelegt hat,initiierte das bundesweite Projekt "Stolpersteine". Die Tafeln bestehen aus einer goldenen Messingplatte, die auf ein 10cmx10cm großen Betonstein montiert sind. Auf den Tafeln stehen die Daten der Opfer.

Immenhausen-Glasmuseum.JPG

Glashütte Süßmuth

Firmengründer Richard Süßmuth aus dem niederschlesischen Penzig (bei Görlitz) war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg international als Glaskünstler bekannt. Nach dem Krieg kam er als Vertriebener nach Immenhausen im ehemaligen Kreis Hofgeismar und baute dort die gleichnamige Glashütte auf.

Vor seinem Tod im Jahre 1974 wandelte Süßmuth die Glashütte in eine Mitarbeitergesellschaft um. Ab dem Jahre 1989 führten dann Hamburger Kaufleute die Glashütte Süßmuth KG bis zu deren Stilllegung im Jahre 1996.

Im umgebauten Generatorhaus wurde im Jahre 1987 durch die Stadt Immenhausen ein attraktives Glasmuseum geschaffen (Am Bahnhof 3, 34376 Immenhausen).

In der Kirche St. Clemens Maria Immenhausen erinnern die Glasfenster an der Westseite (sog. Engelfenster) an die ehemalige Immenhäuser Glashütte. Auch ein Glasfenster in einem Seitenschiff der evangelischen Stadtkirche wurde 1956 von Richard Süßmuth neu gestaltet.

Pächer Eichen

Otto Pächer ist in Immenhausen als der "Vater der Eichen" bekannt. Zusammen mit seiner Frau Marie hat er inzwischen hunderte von Eichen, Birken, Buchen, Weiden, Ahorn und Eschen gepflanzt und auf einer Fläche von etwa 150 mal 30 Metern ist ein schöner Laub-Mischwald im Gemarkungsdreieck Immenhausen/Udenhausen/Grebenstein entstanden [1].

Sprachgrenze

Die Mundart des Ortsteils Holzhausen wurde sprachwissenschaftlich intensiv von Hermann Soost (1920) und Stefan Arend (1990) untersucht. Die Mundart von Holzhausen zählt noch zu den mitteldeutschen Mundarten, in den Nachbarorten Wilhelmshausen und Immenhausen wird (wurde) bereits Niederdeutsch gesprochen. [2]

Von der Hustenburg zur Fachklinik

Vor über 100 Jahren wurde in Immenhausen eine Klinik zur Versorgung Schwerstkranker unter dem Dach der Philippstiftung gegründet, aus der sich heute eine der fortschrittlichsten Lungenfachkliniken Deutschlands entwickelt hat [3].

Immenhäuser Ansichten

Kirchen

Innenansicht der Immenhäuser Stadtkirche

Kultur

Holzhäuser Heckethaler

Der "Holzhäuser Heckethaler" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Immenhausen, des Ehepaars Garbe und des Kasseler Verleger Rolf Wagner (Prolibris-Verlag), das durch die Stadtsparkasse Grebenstein gefördert wird.

Nachwuchstalente aus dem In- und Ausland tragen beim Heckethaler-Wettbewerb ihre literarischen Texte vor und nehmen an einer Preisverleihung teil, die sich zu einem kulturellen Höhepunkt in der Stadt Immenhausen entwickelt hat.

Immenhäuser Glaspreis

Seit dem Jahr 2000 schreibt die Stadt Immenhausen alle drei Jahre in einem Wettbewerb den Immenhäuser Glaspreis aus.

Unter dem Titel "GLAS 2009" stand der Wettbewerb zum "4. Immenhäuser Glaspreis" im Jahre 2009. Der Wettbewerb zur zeitgenössischen Glaskunst in Deutschland war verbunden mit einer Sonderausstellung im Glasmuseum Immenhausen vom 9. Mai bis 12. September 2009.

Die Ausstellung "GLAS 2012" im Glasmuseum Immenhausen zum 5. Immenhäuser Glaspreis folgte vom 5. Mai bis 29. September 2012.[4]

Literatur

Drei-Türme-Ansicht in Immenhausen: Links der Eulenturm, in der Mitte ein Turm der Stadtmauer, rechts der Turm der Evangelischen Stadtkirche.
  • Friedrich-Karl Baas, Fakten zur Geschichte der Stadt Immenhausen, 1966
  • Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 150 ff.
  • Werner Wiegand und Stefan Arend, Soldaten aus Immenhausen, Holzhausen und Mariendorf im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1776 - 1784, 2. Auflage, Immenhausen 1989
  • Magda Thierling, Auf dem Weg zum gleichberechtigten Staatsbürger, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 121 ff.
  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

siehe auch:

Politik

Bürgermeister

Zum Nachfolger des Bürgermeisters Andreas Güttler (SPD) wurde bei der Bürgemeisterwahl am 27. September 2009 der Sozialdemokrat Herbert Rössel gewählt. Auf ihn entfielen 59,4 Prozent der Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten Ralf Kanngießer (CDU) 40,6 Prozent.

Derzeitiger Bürgermeister von Immenhausen ist Jörg Schützeberg.

Gemeindeparlament

Zusammensetzung Stadtverordnetenversammlung
Ergebnis der Kommunalwahl 2016
% Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 45,0 10
FL Freie Liste Immenhausen 29,5 7
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,5 6


Am 6. März 2016 haben die letzten allgemeinen Kommunalwahlen in Hessen stattgefunden. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre.

Wahlergebnisse:

Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Wahlkreise

Bundestag

Landtag

Schulen

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Rundweg in Immenhausen

Brunnen vor dem Rathaus in Immenhausen

Die Stadt Immenhausen hat einen Rundweg mit 17 Stationen entlang der alten Stadtmauer eingerichtet, der unter anderem zur romanischen Stadtkirche St. Georg führt. Erst 1964 wurden hier die Fresken freigelegt, die nicht allein den Besuch erbitten.

Unmittelbar daneben liegt das Fachwerk-Rathaus der Stadt und der alte Stadtkern im Mauerring kann erkundet werden. Hier finden sich beispielsweise die Überreste eines Augustinerinnenklosters, das vor der Reformation in Immenhausen bestand.

Die Obere und Untere Bahnhofstraße führen zum sehenswerten Glasmuseum, das seine Prägung von der Immenhäuser Hütte über Hermann Lamprecht bis hin zu Richard Süßmuth erhalten hat.

siehe auch:

Stadtspaziergang zu historischen Bauwerken in Immenhausen

Rundweg mit Johann von Uffeln

Interessantes zu berichten weiß auch Burgmann Johann von Uffeln (Gästeführer Klaus-Dieter Wiedemann) auf seinem Rundweg. Vom Hufeisenturm marschieren Burgmann und Landvolk (Besucher) vorbei am einstigen Standort der Pascheburg und entlang der Stadtmauer zum Udenhäuser Tor.

In der Zehntscheune werfen die Besucher neugierige Blicke in die Tiefe des historischen Brunnens und in die Vitrinen der kleinen Sammlung. Am Renthof vorbei und über den Bachlauf der Steinrute geht es zum Rathaus und in die mittelalterlicher Kirche St. Georg und schließlich zum Kasseler Tor an der Stadtmauer. [5]

Sehenswertes in Immenhausen

Das historische Rathaus in Immenhausen
  • Glashütte Süßmuth: im umgebauten Generatorhaus der ehemaligen Glashütte wurde im Jahre 1987 ein attraktives Glasmuseum geschaffen (Am Bahnhof 3, 34376 Immenhausen);
  • in der katholischen Kirche St. Clemens Maria, errichtet 1952 als Saalkirche mit seitlichem Glockenturm, befinden sich an der Westseite große Glasfenster (Engelsfenster), die von Richard Süßmuth gestaltet und gestiftet worden sind;
  • Evangelische Stadtkirche St. Georg: der ursprüngliche romanische Kirchbau aus der Zeit um 1100 wurde Ende des 14. Jahrhunderts durch Kriegswirren zerstört, im Jahre 1409 wieder errichtet und im Innern kunstvoll ausgemalt;
  • nahe der Stadtkirche stand im 15. Jahrhundert eine Stadt- und Parochialschule (1687 Errichtung als Jungenschule);
  • Historisches Rathaus Immenhausen: das Rathaus wurde 1354 erstmals erwähnt und das Gebäude nach Zerstörungen als barocker Fachwerkbau im Jahre 1643 wieder errichtet;
  • der ehemalige Renthof (Hohe Str. 32) entstand 1634 als landgräfliches Amtsgebäude und dient heute als Theaterwerkstatt;
  • die ehemalige Zehntscheune aus 1648 (am Schulplatz) wurde im 19. Jahrhundert zur Volksschule mit Lehrerwohnung ausgebaut und beherbergt heute Ausstellungen zur Stadtgeschichte, darunter auch Funde aus der Zeit um 5000 vor Christus sowie ein mittelalterliches Brunnengewölbe;
  • am Schulplatz stand einst der im Jahre 1461 begründete Marienhof/Mergenhof, um 1489 Augustinerinnenkloster (1537 säkularisiert und 1631 Vernichtung durch Kriegsbrand);
  • die ehemalige landgräfliche "Pascheburg" hatte ihren Standort in der heutigen Oberen Bahnhofstraße und wurde schon bei kriegerischen Auseinandersetzungen im Jahre 1385 zerstört (freigelegt sind Fundament- und Gewölbereste);
  • das 1825/27 niedergelegte Stadttor "Leutenhäuser Tor" aus dem 13. Jahrhundert stand einst im Bereich der Mariendorfer Straße, das ehemalige "Kasseler Tor" im Bereich der Hohenkirchener Straße (als drittes Stadttor gab es in Immenhausen das Mündener Tor);
  • erhalten geblieben sind dagegen der Eulenturm und der Hufeisenturm, zwei Wehrtürme der Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert;
  • das ehemalige Siechenhaus (Steinweg 4) wurde in den Jahren 1781 bis 1785 erbaut, das nahe gelegene ehemalige Hospital (Steinweg 3) bereits Ende des 16. Jahrhunderts.

Quelle: Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

Sehenswürdigkeiten in den Stadtteilen

Stadtbefestigung durch Landgraf Heinrich I.

Löwe baute Stadtmauer

Tafeln erinnern an Gründer der Stadt Immenhausen, der vor 700 Jahren starb

Immenhausen. Ende dieses Jahres wird sich der Todestag des Stadtgründers von Immenhausen, Landgraf Heinrich I., zum 700. Mal jähren. Das war Anlass für die Kommission für Heimatgeschichte und Denkmalpflege, an ihn mit einer Informationstafel zu erinnern.

Ausgewählt wurde dafür das älteste noch vorhandene Bauwerk der Stadt, die Stadtmauer, die er damals im Zuge der Stadtgründung anlegen ließ. ...

1282 war Immenhausen Streitpunkt zwischen Erzbischof Werner von Mainz und dem Landgrafen. Immenhausen war damals bereits ein mit hessischen Burgmannen besetzter Stützpunkt.

Landgraf Heinrich I. hat Immenhausen, wie auch Grebenstein, planmäßig in relativ kurzer Zeit ausgebaut und mit einer rund drei Kilometer langen Mauer mit drei Toren und zwei Türmen befestigt. Ausschlaggebend dafür waren strategische Gründe und territorialpolitische Überlegungen gegenüber dem mainzischen Riegel CaldenBurg HaldessenHofgeismar. 1298 wurde Immenhausen erstmals urkundlich als "Stadt Ymmenhusen" erwähnt. ...

1385 brannte die Stadt komplett nieder, nur die Mauer überlebte. Die Stadtkirche wurde ab 1409 neu aufgebaut. (eg/tty)

aus HNA-online vom 22.01.2008

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Hugenottenkirche im Stadtteil Mariendorf

Spitzname

Am Immenhäuiser Rathaus

Der Spitzname der Immenhäuser ist “Scheiwe Schötteln” (Schiefe Schüsseln). In Immenhausen gab es früher viele Töpfer, deren Produkte offenbar nicht immer gerade ausfielen.

Vereine

AWO

Freiwillige Feuerwehr Immenhausen

Musikverein Immenhausen

Auf 100 Jahre Vereinsgeschichte blickte der Immenhäuser Musikverein beim Jubiläumskonzert in der Jahnturnhalle im April 2008 zurück.

TSV Immenhausen

Ende August 2009 wurden der 120. Geburtstag des TSV Immenhausen - mit 1800 Mitgliedern größter Sportverein im Altkreis Hofgeismar - gefeiert, weiterhin das 50-jährige Bestehen der Jahnturnhalle, bauliches Zeugnis eines beispielgebenden Gemeinschaftswerks.

Wandern und Radwandern

Radwandern

Wandertipps

1. Auf dem Märchenlandweg

Ein Wandervorschlag vom Rhönklub Kassel - Von Holzhausen nach Immenhausen

Wandertipp 2

Unsere Wanderung beginnt in Holzhausen - Mitte. Von der Bushaltestelle gehen wir wenige Schritte zur romanischen St.-Johannis-Kirche von 1150, die wir unbedingt besuchen sollten. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Weiter im Bogen auf der Gartenstraße 16 steht ein Fachwerkhaus mit der einmaligen Balkeninschrift „Durch den Schutz Gottes und der weisen Regierung haben der Ackermann Georg Schäfer und dessen Ehefrau Maria Chatarina geb. Roll Gott vertraut und dieses Haus gebaut. Den ersten Juli 1839.“

Unser Wegzeichen ist das M mit Kringel für Märchenlandweg. Die Kasseler Straße verlassen wir vor dem Sportplatz nach links, biegen sofort rechts in den Rehwinkel ein. Links der Thomas-Teich. Im Grund läuft der Krummbach. Weiter oben der Rehwinkelteich.

Im Wald gehen wir vorüber an der Freizeitanlage mit Wassertretstelle bis zu den alten Huteeichen. Dort halten wir uns links auf der Kuhtrift bis vor der Wald. Dann rechts leicht steigend zum Rothbalzerteich. Danach links abwärts vorüber am Pfadfinderheim, erster Weg rechts und wieder links den Fahrweg am Kesselhaken vor der Wochenendhaussiedlung gelangen wir zur Freizeitanlage „Großes Loh“. Von hier bleiben wir auf dem Lohweg, bis wir vor der Feuerwehr in Immenhausen ankommen.

siehe dazu: Märchenlandweg

2. Eco-Pfad Bergbau

3. Wandern am Rand des Reinhardswaldes

Der Ausflugstipp des Rhönklubs Kassel mit Start in Wilhelmshausen führt über Holzhausen bis nach Simmershausen.

Rhönklub: Andreas Koch, Telefon/Fax 05 61-87 11 80. Wanderungen jeden Dienstag und alle 14 Tage sonntags.

Windkraft in Immenhausen

Mitte der 1990er-Jahre war die Stadt Immenhausen die erste Kommune in der Region, in deren Gemarkung Windkraftanlagen gebaut wurden.

Der Windpark Mariendorf / Udenhausen ist 1996 ans Netz gegangen. Damals ging man von einer Laufzeit der Anlage von 20 Jahren aus.

2010 wurden die Pläne für ein neues, riesiges Windrad bekannt gegeben. Diese Anlage soll nicht nur doppelt so viel Energie wie der aus fünf einzelnen Anlagen bestehende Windpark Mariendorf / Udenhausen erzeugen, sondern auch mehr als zweimal so hoch in den Himmel ragen.

Die Turmhöhe misst 135 m und der Durchmesser der Rotoren 100 m, macht eine Gesamthöhe von 185 Meter. Betreiber des bestehenden Windparks ist die Windpark Mariendorf / Udenhausen GmbH & Co KG. [6]

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Artikel in HNA-online vom 16.8.2012: Der Vater der „Pächer Eichen“
  2. Informationen zur Sprachgrenze auf de.wikipedia.org
  3. HNA-online vom 9.1.2012: Von Hustenburg zur Fachklinik
  4. Artikel in HNA-online vom 30.9.2012: Documenta für zeitgenössische Glaskunst beendet
  5. HNA-online vom 6.7.2014: Historische Stadtführung - Im Banne des Burgmanns
  6. Artikel aus der HNA vom 6.8.2010: Riesen-Windrad geplant

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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