Husaren in Hofgeismar

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Aus den in Hofgeismar stationierten Hessischen Leibhusaren war 1867 zunächst das 1. hessische Husarenregiment Nr. 13 hervorgegangen. Denn der kurhessische Staat erlosch 1866, nachdem er von Preußen in Folge des Deutschen Krieges annektiert worden war. Zwei Jahre später wurde er mit dem ebenfalls annektierten Herzogtum Nassau und der durch preußische Truppen besetzten Freien Stadt Frankfurt zur preußischen Provinz Hessen-Nassau vereinigt, in der das bisherige Kurhessen den Regierungsbezirk Kassel bildete.

Der Stationierung des 1. hessischen Husarenregiment Nr. 13 folgte in Hofgeismar im Jahre 1875 die Stationierung des Dragoner-Regiments Nr. 5, das im Jahre 1889 nach dem verstorbenen Reichsstatthalter Freiherr von Manteuffel benannt wurde. Während die 5. Schwadron des Regiments in der Nordkaserne (Ecke Hohler Weg/ Schöneberger Tor) untergebracht wurde, waren die 1. bis 4. Schwadron in der 1842 fertig gestellten Kaserne (später: Manteuffel-Kaserne) stationiert. Übungsplatz der in Hofgeismar stationierten Reiterregimente war der „Meßhagen“, westlich von Hofgeismar.

Erhalten geblieben ist unter anderem das ehemalige Lazarett und spätere Offiziersheim der Kaserne, das Mitte des 19. Jahrhunderts als spätklassizistischer Massivbau errichtet wurde, später allerdings durch Anbauten auch Veränderungen erfuhr.

An die Gefallenen aus Hofgeismar im preußisch-französischen Krieg 1870/ 71 erinnert das Denkmal und der Brunnen auf dem Marktplatz von Hofgeismar (vor dem Rathaus) aus dem Jahre 1902.

Literatur

  • Friedrich Pfaff, Geschichte der Stadt Hofgeismar, 2. Auflage, 1954
  • Alt-Hofgeismar, Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870 - 1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979

Weblinks