Hugenottenkirche in Friedrichsdorf

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Kirche und altes Schulhaus

Zum Ortsbild von Friedrichsdorf gehört die kleine Hugenottenkirche, deren 200-jähriges Jubiläum im Jahr 2015 begangen wurde.

Bauwerk und Geschichte

Die kleine Fachwerkkirche des Ortes mit nur etwa 60 Sitzplätzen entstand im Jahre 1815 als Anbau an das bereits 1797 fertiggestellte Schulhaus. Die Bauausführung oblag dem Hofgeismarer Zimmermeister Gerecht.

Auf dem Kirchbau befindet sich ein achteckiger Dachreiter mit Haubendach und einer Wetterfahne auf der Turmspitze.

Über dem Kircheneingang befindet sich die Inschrift:
"Und ich will unter euch wohnen und will euer Gott sein. Ihr sollt mein Volk sein.
Erbaut zur Ehre Gottes. 10. XI. 1815."

Der Windfang vor der Eingangstüre kam erst nachträglich hinzu.

Im Innern der Kirche hängt ein geschreinertes Hugenottenkreuz über dem einfachen Altar und ziert allein den Altarraum.

Der landwirtschaftlich geprägte Ort Friedrichsdorf – heute ein Stadtteile von Hofgeismar – entstand für Nachfahren hugenottischer Glaubensflüchtlinge aus Frankreich im Jahre 1775 unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel. Erste Siedler waren Nachkommen aus den Hugenotten-Siedlungen Kelze, Schöneberg und Gewissenruh, die dort keinen ausreichenden Platz mehr fanden.

Im Jahr 2015 wurde das 200-jährige Jubiläum der Kirche begangen.

Literatur

  • Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 88
  • Jochen Desel, Hugenottenkirchen in Hessen-Kassel, Bad Karlshafen 1992, S. 56 ff.

siehe auch

Weblinks

Hugenottenkirche