Hofgeismar – Kirche St. Peter: Unterschied zwischen den Versionen

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(Pastoralverbund St. Peter Hofgeismar-Weser-Diemel)
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Zum 1. Oktober 2011 hat Bischof Heinz Josef Algermissen die bis dahin existierenden Pfarrkuratien St. Maria Goretti Lippoldsberg und St. Johannes Nepomuk Oberweser-Odelsheim aufgelöst und auf dem Gebiet der beiden Kuratien eine neue Kirchengemeinde mit dem Namen "Heilig-Geist" errichtet.
 
Zum 1. Oktober 2011 hat Bischof Heinz Josef Algermissen die bis dahin existierenden Pfarrkuratien St. Maria Goretti Lippoldsberg und St. Johannes Nepomuk Oberweser-Odelsheim aufgelöst und auf dem Gebiet der beiden Kuratien eine neue Kirchengemeinde mit dem Namen "Heilig-Geist" errichtet.
 
== Geschichte ==
 
  
 
== Pfarrgemeinden und -kuratien ==
 
== Pfarrgemeinden und -kuratien ==

Version vom 3. Oktober 2011, 13:53 Uhr

Katholische Kirche "St. Peter" - Hofgeismar
Bild-Hofgeismar-PfarrkircheSt.Peter.jpg
Informationen
Baujahr: 1897/ 98
Kirchengemeinde: St. Peter Hofgeismar
Pastoralverbund: St. Peter Hofgeismar-Weser-Diemel
Bistum: Bistum Fulda
Anschrift: Dragonerstraße 2
34369 Hofgeismar
Telefon 05671 / 2397
Internet: www.katholische-kirche-hofgeismar.de
e-mail: sankt-peter-hofgeismar@pfarrei.bistum-fulda.de

Die katholische Kirche St. Peter in Hofgeismar (auch: „St. Petri - Kirche“) wurde im neugotischen Stil von dem Architekten Georg Carl Wilhelm Kegel entworfen und am damaligen Stadteingang „Kasseler Tor“ in den Jahren 1897 und 1898 errichtet.

Die Weihe der Kirche erfolgte am Pfingstsonntag 1898 durch Dechant Ferdinand Gauß.

Geschichte

Die katholische Gemeindeseelsorge in der seit der Reformation stark evangelisch geprägten Stadt Hofgeismar begann in nennenswertem Unfang wieder im Jahre 1892.

Der Bau der katholischen St.-Petri-Kirche schloß sich 1897/ 98 an, nachdem sich die zunächst eingerichtete Kapelle in einem Haus an der Niedermeiser Straße als zu klein erwiesen hatte. Zuvor waren im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in der Altstädter Kirche bereits monatliche Gottesdienste für die katholischen Angehörigen der Garnison und einige Zivilpersonen gehalten worden.

Der Architekt der St. Petri - Kirche, Regierungsbaumeister Kegel entwarf 24 katholische Kirchen und Kapellen im Gebiet des Bistums Fulda sowie zahlreiche Profanbauten. Er bevorzugte neugotische und neuromanische Elemente, aber auch Formen aus der Renaissance. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören die beiden großen katholischen Pfarrkirchen St. Maria (genannt: Rosenkranzkirche) und St. Familia in Kassel.

Der Grundstein für die St. Petri-Kirche wurde am 27. Mai 1897 (am Fest "Christi Himmelfahrt") gelegt und bereits am Pfingstsonntag des Jahres 1898 konnte die Kirche geweiht werden.

Die Kirche wurde dem heiligen Apostel Petrus geweiht und damit auch an die ehemalige „Petrikirche“ in Hofgeismar erinnert, die über Jahrhunderte hinweg im Bereich des heutigen Petriplatzes gestanden hatte.

Das katholische Pfarrhaus an der Dragnonerstraße kam 1906 hinzu.

Die ursprüngliche Inneneinrichtung der heutigen Pfarrkirche ist nach einer umfassenden Restaurierung des Bauwerks in den 1970-er Jahren bis heute zu einem Großteil erhalten.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der katholischen Bevölkerung durch den Zuzug vieler Vertriebener und Flüchtlinge – besonders aus dem sog. Sudetenland (Tschechien) – in Hofgeismar stark an, im ehemaligen Kreisgebiet auf etwa 22.000 Gläubige im Jahre 1948. Im Jahre 1959 kam mit der Kirche St. Marien eine weitere katholische Kirche in Hofgeismar hinzu.

Langjähriger Pfarrer der Kirchengemeinde war Joseph Weber (1939-1970), später auch langjähriger Dechant des damaligen Dekanats Hofgeismar. Er gründete nach dem Zweiten Weltkrieg auch die St. Michaels-Bruderschaft im Bistum Fulda von Mont Saint Michel her mit der Intention der Versöhnung zwischen dem französischem und deutschem Volk, deren beider Patron der heilige Michael ist.

Auf ihn folgten die Pfarrer Franz Massanetz (bis 1979), Franz-Karl Heil (1979-1998), der zuvor lange Jahre Pfarrer der Hofgeismarer Kirche St. Marien war, Pfarrer Manfred Trageser (1998-2001) und Pfarrer Martin Schöppe (seit 2001).

Katholischer Kindergarten St. Peter

St. Peter - im Vordergrund das Pfarrheim
Altar der Kirche

Im Jahre 1950 wurde die erste Kindergartengruppe der katholischen Kirchengemeinde - noch im damaligen Schwesternhaus - eröffnet. Träger der Einrichtung waren bis zum Jahr 1974 die Ordensschwestern der Vinzentinerinnen, in Hofgeismar vertreten durch die Schwestern Bernadette und Willibalda.

Das ehemalige Schwesternhaus lag unmittelbar neben der Kirche. Ein neuer Kindergarten wurde Ende der 1950-er Jahre angebaut, darüber befanden sich Versammlungsräume für Jugendgruppen. Beide Häuser standen etwa dort, wo heute das Pfarrheim entstanden ist.

Der heutige katholische Kindergarten in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Peter entstand ebenfalls neben der Pfarrkirche St. Peter und wurde am 24. August 1985 eingeweiht. Im Rahmen des Pfarrfests am 3. Juni 2010 wurde das 60-jährige Jubiläum der Einrichtung und das 25-jährige Bestehen des Kindergartenneubaus gefeiert.

Literatur

  • Joseph Weber, Entwicklung der katholischen Gemeinden im Kreis Hofgeismar, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 44 ff.
  • Erhard Heidrich, Die Entwicklung der römisch-katholischen Kirche im Landkreis Kassel, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1984, S. 66 ff.

Pastoralverbund St. Peter Hofgeismar-Weser-Diemel

Am Sonntag, dem 3. Dezember 2006 wurde im Rahmen einer heiligen Messe in der St.-Petri-Kirche in Hofgeismar der Pastoralverbund St. Peter Hofgeismar-Weser-Diemel durch ein Dekret des Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen, ins Leben gerufen. Moderator des Verbundes ist seit 2006 Pfarrer Martin Schöppe, Hofgeismar.

Zum 1. April 2011 hat Bischof Heinz Josef Algermissen die bis dahin existierende Pfarrkuratie Heilig Kreuz Trendelburg (ehemals mit St. Dominikus, Hümme) aufgelöst. Die Katholiken in den Ortschaften der Stadt Trendelburg (mit Ausnahme Eberschütz und Sielen) gehören seither zur Kirchengemeinde St. Michael in Bad Karlshafen, die einstige Pfarrkirche Heilig Kreuz in Trendelburg wurde eine Filialkirche von St. Michael in Bad Karlshafen.

Die Katholiken aus Hümme, Eberschütz und Sielen wurden der Pfarrei St. Peter in Hofgeismar zugeordnet und die Kirche St. Dominikus in Hümme wurde eine Filialkirche von St. Peter Hofgeismar. Ebenso gehört heute die Kirche St. Albert in Liebenau-Haueda zur Pfarrgemeinde St. Peter Hofgeismar.

Zum 1. Oktober 2011 hat Bischof Heinz Josef Algermissen die bis dahin existierenden Pfarrkuratien St. Maria Goretti Lippoldsberg und St. Johannes Nepomuk Oberweser-Odelsheim aufgelöst und auf dem Gebiet der beiden Kuratien eine neue Kirchengemeinde mit dem Namen "Heilig-Geist" errichtet.

Pfarrgemeinden und -kuratien

Zum Pastoralverbund "St. Peter Hofgeismar - Weser - Diemel" gehören:

Pfarrbüro und Pastoralverbundsbüro: Dragonerstr. 2, 34369 Hofgeismar, Tel.: 05671 / 2397

Pfarrbüro: Mündener Str. 16, 34385 Bad Karlshafen, Tel.: 05672 / 2802

Pfarrbüro: Vogtei 14, 37194 Wahlsburg-Lippoldsberg, Tel.: 05572 / 99 97 33

Pfarrbüro: Karlsbader St. 26, 34359 Reinhardshagen, Tel.: 05544 / 1214

siehe auch

St. Marien

Die Kirche „St. Marien“ in Hofgeismar ist heute Filialkirche der Pfarrkirche St. Peter. Ihre Errichtung wurde durch den starken Anstieg der katholischen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg erforderlich. Die Kirche entstand in einem Neubaugebiet der Stadt nahe der Brunnenstraße auf dem Weg vom Bahnhof Hofgeismar zum Stadtteil Gesundbrunnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Katholiken im Kreis Hofgeismar auf mehr als 22.000 Personen. Heimatvertriebene – zum Beispiel aus dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat. In den 1950-er Jahren entstanden neue katholische Gotteshäuser in Immenhausen (1952], Grebenstein (1955), Karlshafen (1956], Lippoldsberg, Haueda und Hohenkirchen (alle 1957), Veckerhagen (1959) und in Hofgeismar das zweite katholische Gotteshaus „St. Marien“. Später kamen weitere Kirchen beispielsweise in Trendelburg, Ehrsten und Calden (alle 1961) und Vernawahlshausen (1966) hinzu.

Weblinks

Blick von der Bleiche zur kath. Kirche St. Peter und zum Pfarrhaus