Herzog Erich I. von Braunschweig-Lüneburg

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Berühmte Mündener

Herzog Erich I. von Braunschweig-Lüneburg


Er rettete dem Kaiser Maximilian höchstpersönlich das Leben. In der Schlacht von Mengersbach im Jahre 1504 erwarb sich Erich I. von Braunschweig-Lüneburg mit seinem tapferen Einsatz vom Kaiser den „gülden glänzenden Stern“ für sein Wappen und wurde zum Ritter ernannt. Durch die Vermittlung des Kaisers heiratet Erich I. auch seine erste Frau, Katharina von Sachsen. Als sie starb ehelichte er im Alter von 55 Jahren die gerade mal 15-jährige Elisabeth von Brandenburg, die zu ihm nach Münden zog, dem Verwaltungssitz des Fürstentums Göttingen, über das Erich I herrschte. War die erste Ehe kinderlos geblieben, schenkte ihm Katharina nicht nur den ersehnten Thronfolger, Erich II., sondern auch drei Töchter. Ihr Ehemann galt als gutmütig, in Finanzangelegenheiten als gleichgültig und in Liebesdingen als großzügig. Seine junge Frau wusste ihre Ansprüche gegenüber dem Gatten also ganz gut durchzusetzen. Unter anderem räumte er ihr statt des im Ehevertrag vereinbarten Amtes Calenberg das mit höheren Einnahmen verbundenen Gebiet mit den Städten Münden, Northeim und Göttingen als Witwengut ein.

Als Erich I. 1540 in Hagenau starb, hinterließ er hohe Schulden. Aufwändige Hofhaltung und große Bautätigkeit ließen ihn - wie viele seiner Standesgenossen - über seine finanziellen Verhältnisse leben. Der Geldmangel hatte zur Folge, dass seine Witwe die Leiche Erichs erst nach einem Jahr in Hagenau auslösen konnte. Von jedem Untertan des Herzogtums mussten 16 Pfennig erhoben werden, um die in Hagenau gemachten Schulden zu begleichen. (rud)