Heimatkrippe

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Die Heimatkrippe in Nienhagen

Maria und Josef müssen nicht mehr weit wandern. Seitdem sie in der St. Elisabeth-Kirche in Nienhagen Unterschlupf gefunden haben, brauchen sie nur einmal pro Jahr, stets kurz vor dem ersten Advent, den Weg von der Empore bis zum Taufbecken zurücklegen. Das sind nur wenige Meter quer durch die Kirche – und Ortsheimatpfleger Adolf Kraft hilft ihnen sogar dabei. Schließlich trägt der Nienhäger dafür Sorge, dass Maria, Josef, das Jesuskind, Hirten, Engel, Schafe, Ochse und Esel vollzählig vor den Gemeindemitgliedern erscheinen. Adolf Kraft kann man als Pate der Weihnachtskrippe in der evangelisch-lutherischen Kirche in Nienhagen bezeichnen. Schließlich war er es, der Anfang der 1990er-Jahre während einer Reise in Soest eine Heimatkrippe sah, die er kurze Zeit später selbst nachbaute.

Die alte kleine Krippe, die bis zu diesem Zeitpunkt jahrelang in der Adventszeit auf dem Altar gestanden hatte, wurde gegen die etwa 50 Zentimeter breite und 60 Zentimeter hohe Heimatkrippe ausgetauscht, die Adolf Kraft aus Sperrholz gefertigt hatte. Historisch anmutendes Fachwerk, rote Ziegeln, eine kleine Leiter, die zum Heuboden hinaufführt und die Beleuchtung, die im Dunkeln angeknipst werden kann: Es sind die kleinen Details, die während der Gottesdienste die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Vor allem aber auf die 17 handgeschnitzten Figuren aus Fichtenholz, die sich Adolf Kraft von einer Bekannten aus Polen mitbringen ließ, sind die Gemeindemitglieder stolz. Denn viele von ihnen haben mit Spenden dazu beigetragen, dass die Figuren einen festen Platz vorn in der St. Elisabeth-Kirche gefunden haben. Selbst der Sternenhimmel und der Brunnen aus Ton wurden von Bewohnern des Ortes gestiftet. Gemeinsam haben sie dazu beigetragen, dass die Heilige Familie bei ihnen in Nienhagen eine Heimat gefunden hat.