Hardegsen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Hardegsen''' ist eine Stadt im [[Landkreis Northeim]] in [[Südniedersachsen]] mit etwa 8.500 Einwohnern.
  
 
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Den Beinamen „Eselstadt” trägt Hardegsen seit dem 17. Jahrhundert. Damals brauchten die meisten Einwohner Esel, um ihren Broterwerb zu sichern. Ihre Aufgabe war es, die Äcker auf den Hängen der umliegenden Berge zu bearbeiten, und die Esel leisteten ihnen dabei große Hilfe. Sie brachten den Stalldung bergauf zu den Feldern und die meist karge Ernte nach Hause.
 
Den Beinamen „Eselstadt” trägt Hardegsen seit dem 17. Jahrhundert. Damals brauchten die meisten Einwohner Esel, um ihren Broterwerb zu sichern. Ihre Aufgabe war es, die Äcker auf den Hängen der umliegenden Berge zu bearbeiten, und die Esel leisteten ihnen dabei große Hilfe. Sie brachten den Stalldung bergauf zu den Feldern und die meist karge Ernte nach Hause.
  
 
Eine weitere Einnahmequelle war die Arbeit im Wald. Die Menge Holz, die sechs Esel aus dem Wald tragen konnten, wenn sie am Tag zwei Transporte absolvierten wurde als Eselholz bezeichnet.
 
Eine weitere Einnahmequelle war die Arbeit im Wald. Die Menge Holz, die sechs Esel aus dem Wald tragen konnten, wenn sie am Tag zwei Transporte absolvierten wurde als Eselholz bezeichnet.
  
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Im 19. Jahrhundert ergab sich für die Eselhalter eine neue Einnahmequelle. Mit ihren Tieren brachten sie den feinen weißen Sand aus den Sandgruben des Sollings in die Städte des [[Leine]]tals. Hier war es üblich, die frisch gescheuerten Dielen in den Zimmern damit zu bestreuen. Auch für Kriegsdienste wurden die genügsamen Vettern der Pferde eingesetzt. Während des Siebenjährigen Krieges und zur Zeit Napoleons wurden Hardegser Esel sogar höchst offiziell für Kriegstransporte dienstverpflichtet.
 
Im 19. Jahrhundert ergab sich für die Eselhalter eine neue Einnahmequelle. Mit ihren Tieren brachten sie den feinen weißen Sand aus den Sandgruben des Sollings in die Städte des [[Leine]]tals. Hier war es üblich, die frisch gescheuerten Dielen in den Zimmern damit zu bestreuen. Auch für Kriegsdienste wurden die genügsamen Vettern der Pferde eingesetzt. Während des Siebenjährigen Krieges und zur Zeit Napoleons wurden Hardegser Esel sogar höchst offiziell für Kriegstransporte dienstverpflichtet.
  

Version vom 27. September 2008, 21:23 Uhr

Hardegsen
Hardegsen-Kirche.jpg
Sankt Mauritius - Kirche
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Höhe: 191 m ü. NN
Einwohner: 8461 (2007)
Postleitzahlen: 37181
Telefonvorwahl: 05505
Kfz-Kennzeichen: NOM
Adresse der
Stadtverwaltung:
Vor dem Tore 1
Offizielle Website: www.hardegsen.de

Hardegsen ist eine Stadt im Landkreis Northeim in Südniedersachsen mit etwa 8.500 Einwohnern.

Ortschaften

Geschichte

Hardegsen.jpg

Den Beinamen „Eselstadt” trägt Hardegsen seit dem 17. Jahrhundert. Damals brauchten die meisten Einwohner Esel, um ihren Broterwerb zu sichern. Ihre Aufgabe war es, die Äcker auf den Hängen der umliegenden Berge zu bearbeiten, und die Esel leisteten ihnen dabei große Hilfe. Sie brachten den Stalldung bergauf zu den Feldern und die meist karge Ernte nach Hause.

Eine weitere Einnahmequelle war die Arbeit im Wald. Die Menge Holz, die sechs Esel aus dem Wald tragen konnten, wenn sie am Tag zwei Transporte absolvierten wurde als Eselholz bezeichnet.

Hardegsen: Ein Hardegser Esel vor dem Gebäude der Stadtverwaltung
Hardegsen - Burg Hardeg

Im 19. Jahrhundert ergab sich für die Eselhalter eine neue Einnahmequelle. Mit ihren Tieren brachten sie den feinen weißen Sand aus den Sandgruben des Sollings in die Städte des Leinetals. Hier war es üblich, die frisch gescheuerten Dielen in den Zimmern damit zu bestreuen. Auch für Kriegsdienste wurden die genügsamen Vettern der Pferde eingesetzt. Während des Siebenjährigen Krieges und zur Zeit Napoleons wurden Hardegser Esel sogar höchst offiziell für Kriegstransporte dienstverpflichtet.

Ab 1850 verschwindet in den Chroniken der Stadt der Begriff Eseltreiber aus dem Sprachgebrauch. Man spricht jetzt von Sandhändlern und Sandfuhrleuten. Mit den vielen Anekdoten aus der „Eselzeit” können die heutigen Hardegser aber gut leben.

Die Hardegser sind stolz auf ihre Esel. Das machten sie 1983 deutlich, als anlässlich der 600-Jahr-Feier die Säule des Stadtbrunnens mit einer Eselfigur nebst Treiber gekrönt wurde.

aus: Archiv Stadtheimatpfleger Herbert Heere


Oberhalb des Zentrums von Hardegsen präsentiert sich Burg Hardeg als historisch gut erhaltene Burganlage (mit dem Muthaus aus dem Jahre 1324).

Die heute evangelische Sankt Mauritius - Kirche wurde im Jahre 1423 im Auftrag von Herzogin Margarete von Braunschweig errichtet. Der Taufstein der Kirche stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Deutlich jüngeren Datums sind der heutige Altar und die Kanzel aus der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts.

siehe auch

Wussten Sie schon ...?

…dass der Rektor der Volksschule Hardegsen, Wilhelm Westermann, der erste Ehrenbürger der Stadt Hardegsen war? Er wurde bei seiner Verabschiedung im Jahre 1911 nach 41-jähriger Tätigkeit in Hardegsen zum Ehrenbürger ernannt und gleichzeitig von der Freiwilligen Feuerwehr Hardegsen, deren Gründer und langjähriger Hauptmann er war, zum Ehrenhauptmann ernannt.

Herbert Heere Hardegsen

... dass im Sommer 1945 bei den regelmäßigen Suchaktionen in der Hardegser Feldmark der erste Kartoffelkäfer gefunden wurde? Durch den Kartoffelkäfer-Abwehrdienst wurden diese Suchaktionen bereits seit einigen Jahren durchgeführt.

Herbert Herre, Hardegsen

Weblinks



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