Gut Bodenhausen: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bodo Bodenhausen]], ein Gefolgsmann von [[Karl der Große|Kaiser Karl dem Großen]], erhielt von diesem das Gut bei [[Zierenberg]] für seine Verdienste und ist der erste nachweisbare Eigentümer von Gut Bodenhausen, zu dem Ländereien und Fischteiche gehörten.
 
[[Bodo Bodenhausen]], ein Gefolgsmann von [[Karl der Große|Kaiser Karl dem Großen]], erhielt von diesem das Gut bei [[Zierenberg]] für seine Verdienste und ist der erste nachweisbare Eigentümer von Gut Bodenhausen, zu dem Ländereien und Fischteiche gehörten.
  
In einer Schenkungsurkunde wird „Botinhusun“ im Jahre 1084/1088 erwähnt, als der Wirtschaftshof dem [[Kloster Hasungen]] geschenkt wurde.  
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In einer Schenkungsurkunde wird „Botinhusun“ im Jahre 1084/1088 erwähnt, als der Wirtschaftshof dem [[Kloster Hasungen]] geschenkt wurde und Erzbischof Wezelo von Mainz die Schenkung des Hofes Botinhusun an das Kloster Hasungen bestätigte. Bis zu seiner Auflösung im Zuge der [[Reformation]] im Jahre [[1527]] besaß das Kloster Anteile am Gut Bodenhausen, bevor es unter [[Landgraf Philipp I.]] im Jahre [[1539]] an seinen Kammerschreiber Christoph Scherer kam.  
  
 
Nach dem Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] entstand ein neues  repräsentative Landgut, das seither verwandtschaftlich weitervererbt wurde und 1848 in den Besitz der Familie von Mansbach kam.
 
Nach dem Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] entstand ein neues  repräsentative Landgut, das seither verwandtschaftlich weitervererbt wurde und 1848 in den Besitz der Familie von Mansbach kam.

Version vom 9. Oktober 2013, 22:50 Uhr

Nördlich von Ehlen, heute ein Ortsteil der Gemeinde Habichtswald, liegt Gut Bodenhausen.

Das Torbogenhaus aus dem Jahre 1649 liegt mitten in einer schöner Parkanlage.

Geschichte

Aus der Gutsgeschichte

Das Gut auf dem Gemeindegebiet der heutigen Gemeinde Habichtswald wurde bereits im Jahre 860 erwähnt und zählt damit zu den ältesten Siedlungen im Warmetal.

Bodo Bodenhausen, ein Gefolgsmann von Kaiser Karl dem Großen, erhielt von diesem das Gut bei Zierenberg für seine Verdienste und ist der erste nachweisbare Eigentümer von Gut Bodenhausen, zu dem Ländereien und Fischteiche gehörten.

In einer Schenkungsurkunde wird „Botinhusun“ im Jahre 1084/1088 erwähnt, als der Wirtschaftshof dem Kloster Hasungen geschenkt wurde und Erzbischof Wezelo von Mainz die Schenkung des Hofes Botinhusun an das Kloster Hasungen bestätigte. Bis zu seiner Auflösung im Zuge der Reformation im Jahre 1527 besaß das Kloster Anteile am Gut Bodenhausen, bevor es unter Landgraf Philipp I. im Jahre 1539 an seinen Kammerschreiber Christoph Scherer kam.

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges entstand ein neues repräsentative Landgut, das seither verwandtschaftlich weitervererbt wurde und 1848 in den Besitz der Familie von Mansbach kam.

Sorge um das alte Gut Bodenhausen

Teile von Bodenhausen sollen mit Hilfe des Denkmalschutzes saniert werden

Artikel in HNA-online vom 10.07.12

Bodenhausen. Das Torbogenhaus und das Pächterhaus des Gutes Bodenhausen müssen renoviert werden. So viel steht fest. Gar nicht fest steht allerdings, an welchen Stellen wieviel gearbeitet werden muss, was die Arbeiten kosten und – ganz wichtig – wer das Ganze eigentlich bezahlen soll.

Darüber diskutieren gestern die Eigentümer-Familie Weidel, Vertreter der Deutschen Denkmalstiftung, der Unteren Denkmalschutzbehörde und des Landkreises Kassel bei einer Besichtigung der historischen Anlage.

Von weiter weg betrachtet macht das Gut einen märchenhaften Eindruck. Vor allem das 1649 gebaute Torbogenhaus mit seinem hellgrauen Fachwerkbalken, dem kleinen Turm und dem in Rot, Grün und Beige gestrichenen Eingangsportal ist ein echter Blickfang. Geht man näher heran, nährt sich allerdings auch die Enttäuschung: Die Balken der Fassade faulen, im Torbogen machen sich Risse breit, der Turm wirkt verwittert.

„An der Frontseite des Torbogenhauses fehlt eine Wasserrinne. Das Regenwasser fließt vom Dach und beschädigt die Wand“, sagt Gutsbesitzerin Barbara Weidel. „Ich bin auf dem Gut aufgewachsen und will es erhalten“, sagt die 52-Jährige. „Doch mir fehlt das Geld dazu“. Im Pächterhaus, wo früher das Personal lebte, sieht es nicht besser aus. Im Keller ist es feucht, teilweise sind Decken eingestürzt, das Dach muss ausgebessert werden. „Es ist für uns schon wichtig, dass wir nicht nur einzelne Löcher stopfen“, sagte Dr. Karin Gehrmann, Projektleiterin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Was nützt es, wenn wir das Dach sanieren und die Feuchtigkeit des Kellers zerstört die Mauern?“

Schließlich einigte man sich darauf, dass Gutachter zunächst die Gebäude genauer untersuchen. Die Finanzierung des Gutachtens und die weiteren Sanierungsschritte wollen die Besitzer, der Landkreis, Denkmalschützer und die Gemeinde Habichtswald anschließend gemeinsam erarbeiten. „Wir bringen den Sanierungsantrag erstmal gemeinsam auf den Weg. Alles weitere klärt sich dann“, sagte Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises.

Auf ihrer Tour durch den Landkreis Kassel besuchten die Denkmalschützer auch das Schloss Riede. Hier will die Besitzerfamilie Kahl den Gutshof des Schlosses in einen Erholungsort für gestresste Menschen umbauen. Den Segen der Denkmalschützer, so Harald Kühlborn, hat sie.

Literatur

  • Wilhelm A. Eckhardt, Der Hasunger Klosterhof Bodenhausen, in: Hess. Jahrbuch für Landesgeschichte 1993, S. 237 ff.
  • Christina Vogt, Gut Bodenhausen, in: Herrenhäuser - Schlösser, Burgen, Gutshöfe,

Kassel 2003

siehe auch

Weblinks