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Version vom 16. November 2009, 16:50 Uhr

Ortsteile von Edertal

Gellershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Edertal mit etwa 530 Einwohnern.

Edertal liegt südwestlich von Kassel (ca. 30 km Luftlinie), ist eine Gemeinde des Landkreises Waldeck-Frankenberg und besteht aus 13 Ortsteilen.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Am 1. Juli schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Bergheim und Giflitz zur Gemeinde Edertal - mit Verwaltungssitz in Giflitz - zusammen. Bereits drei Monate später trat auch die Gemeinde Gellershausen bei.

Gellershausen gehört zum Gebiet der Walddörfer, geprägt vom Wesebach, der bei Löhlbach entspringt und dem das Tal seinen Namen verdankt. Das Dorf wurde im 13. Jahrhundert unter dem Namen „Cheloldeshusen“zum ersten Mal urkundlich erwähnt, es gibt aber Hinweise, dass die Siedlung bereits wesentlich früher, in chattischer Zeit gegründet wurde. Der Dorfname änderte sich im Laufe der Zeit (GHELOLDESHUSEN; GELDERSHUSEN; GHELDERHUSEN). Im Jahre 1537 taucht zum ersten Mal der heutige Name auf. Die Landwirtschaft war in der Folge Grundlage des Nahrungserwerbs. Darüber hinaus boten in den vergangenen 300 Jahren auch ein Bleibergwerk, Schiefer- und Eisensteinbrüche Arbeitsmöglichkeiten.

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an hatte Gellershausen immer um die 500 Einwohner.

Schon früh in unserem Jahrhundert begann dann eine umfassende Modernisierung: Wichtige Daten der jüngeren Dorfgeschichte: 1911 Bau einer Wasserleitung und Versorgung durch eine der wasserreichsten Quellen der Umgebung im Dürrenberg 1916 Stromanschluss 1954 Bau einer ersten Kanalisation für 85 000.- DM (Bauzeit: 4 Jahre) Ausbau der Landesstraße Neubau eines Schulhauses 1962 als erste hessische Kleingemeinde baut Gellershausen eine Kläranlage. 1971 Anschluss an die Großgemeinde Edertal 1973 Neubau des Sportplatzes 1974 erster Umbau des Dorfgemeinschaftshauses Errichtung von Umkleidekabinen für den Sportverein 1983 Beginn der Planungen für die Dorferneuerung 1985 Beginn der Arbeiten im Rahmen der Dorferneuerung 1991 Bau einer Kläranlage mit Wurzelraumentsorgung 1990 Bau eines Tennisplatzes in Gemeinschaftsarbeit 1993 Abschluss der Dorferneuerung. 1995 Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf“ (1. Platz Regionalentscheid; 2. Platz Hessenentscheid) 1996 Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf“ (1. Platz Regionalentscheid; 3. Platz Hessenentscheid) 2008 Beginn des Neubaus eines Dorfgemeinschaftshauses

Die Kirche in Gellershausen

Ihr Alter ist nicht bekannt

Gellershausen. Graf Philipp IV von Waldeck (1493 bis 1574), der auf Schloss Altwildungen residierte, hatte auf dem Reichstag zu Worms den Reformator Martin Luther kennen gelernt und fand schon bald zur so genannten Neuen Lehre. Schon 1525 erließen die Grafen Philipp der IV und Philipp III. (Eisenberger Linie) eine Landordnung, welche die Lehre Luthers berücksichtigte.

Kirche Gellershausen

Gellershausen wurde 1535 zunächst Filiale von Hüddingen und war nachweislich 1561 dem Kirchspiel Bringhausen zugeordnet. Nach Streitereien zwischen den Gemeinden, bei denen es unter anderem um Pfarrbaukosten ging, wurde Gellershausen am 3. Februar 1754 endgültig zum Kirchspiel Kleinern gelegt.

Die Gellershäuser Kirchengemeinde galt bis zum Dreißigjährigen Krieg als wohlhabende Gemeinde. So betrugen nach Überlieferung die Einnahmen 1605 ohne die Naturalien 255 Reichsthaler, dazu kamen noch Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien in Höhe von 57 Reichsthalern. Die Einnahmen bestanden teilweise aus Naturalien, die auf dem Kirchenboden in einer „Fruchtkammer“ bis zum Verkauf gelagert wurden.

Das genaue Alter der Kirche ist nach Auskunft von Pfarrer Eckert nicht bekannt. Ein Verzeichnis im Ortssippenbuch von Kirchengeräten aus dem Jahr 1533 nennt Gegenstände, die noch aus katholischer Zeit stammten.

Der Chor ist romanisch mit quadratischer Grundfläche. Ein lang gestrecktes Schiff in gotischer Bruchsteinbauweise schließt sich an, teilweise in barocker Umgestaltung.

1930 wurden umfangreiche Baumaßnahmen begonnen, das Kirchendach wurde 1931 neu gedeckt, der Glockenstuhl erneuert. Das Gestühl, das wie die Empore vermutlich aus dem Jahre 1668 stammt, wurde instand gesetzt und notwendige Wandveränderungen im Innern durchgeführt.


Quelle: Artikel aus der HNA von Sibylle Teuber-Blechschmidt (2008)

siehe auch

Ortsteile der Gemeinde Edertal

Ortsteile der Gemeinde Edertal
EdertalerWappen 80.jpg

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