Fürstentum Grubenhagen

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Von 1286 bis 1596 war das Fürstentum Grubenhagen ein eigenständiges Fürstentum. Das Herrschaftsgebiet lag zwischen nördlichem Solling und der Leine nahe Einbeck sowie nördlich des Eichsfelds am und im südwestlichen Harz. Nachdem es sich im Laufe der Jahre in immer kleinere Fürstentümer verzweigt hatte, fiel Grubenhagen 1596 zurück an Braunschweig-Wolfenbüttel

Geschichte

Zum Fürstentum Braunschweig gehörten ehemals auch Northeim, Göttingen und Münden mit dem Streubesitz in diesem Raum. Bereits von den Söhnen Herzog Albrechts I., Heinrich der Wunderliche und Albrecht der Feiste, wurde 1291 aus dem Fürstentum Braunschweig das Fürstentum Grubenhagen ausgegliedert, das Heinrich erhielt. Es umfasste die Bereiche Osterode, Herzberg und Einbeck und bestand bis 1596. Es war während dieser Zeit das bei weitem kleinste welfische Fürstentum. Seinen Namen erhielt es von der sieben Kilometer südlich von Einbeck gelegenen Burg Grubenhagen, die im 17. Jahrhundert aufgegeben wurde und verfiel.

Die Erbfolgeregelung des welfischen Herzogshauses, die keine Erbfolge nach dem Erstgeburtsrecht vorsah, und die bis zum Ende des 15. Jahrhundert im großen und ganzen sehr erfolgreiche Erwerbspolitik der Welfen, insbesondere in Richtung auf die Weser, führten immer wieder zu neuen Aufgliederungen des Gesamtherzogtums und weiteren Teilungen, vor allem des Fürstentums Braunschweig. Nachdem Albrecht der Feiste 1318 gestorben war, regierten seine Söhne Otto der Milde, Magnus und Ernst das Fürstentum Braunschweig überwiegend von Wolfenbüttel aus zunächst gemeinsam. Nach Ottos Tode 1344 schritten die beiden anderen Brüder im folgenden Jahr zu einer neuerlichen Teilung, wodurch die Fürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel und Göttingen entstanden. Diese Teilung von 1345 wurde auf dem Schloss in Münden besiegelt.

siehe auch

Weblinks