Elster: Unterschied zwischen den Versionen

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Von Manfred Bogumil
 
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[[Kategorie: Serie: Abenteuer Wald]]

Version vom 1. August 2007, 09:52 Uhr

Von Schmuckdieben kann keine Rede sein

Die Elster liebt Parkanlagen und ist in Mündens Wäldern immer häufiger zu sehen

Sie ist 45 Zentimeter lang und 250 Gramm schwer: die blau schimmernde Elster. Foto: BOGUMIL

Wer von Elstern spricht, denkt meist an die Diebische Elster, bekannt aus Märchen, Krimis und der gleichnamigen Rossini-Oper. Aber die den Rabenvögeln zugehörige Elster ist alles andere als ein Schmuckdieb oder berüchtigter Nesträuber.

Untersuchungen in über 200 Nestern brachten keinen Schmuck oder blinkende Gegenstände zu Tage. Die Nahrung in der Brut- und Fütterungsphase besteht zu 90 Prozent aus Käfern und Insekten und nur zu drei Prozent aus Eiern oder Jungvögeln kleinerer Singvögel.

In der Mündener Landschaft trifft man den schwarzweißen, an den Flügeln metallisch grün bis blau schimmernden Vogel mit dem überlangen, abgerundeten Stoß, dem leicht gaukelnden Flug und dem weit hörbaren Schackarack immer häufiger an.

Die Elster liebt den Waldrand, Gärten, Haine und Parkanlagen. Geschlossene Waldgebiete meidet sie.

Als fleißige Hausbauer fertigen die Elsternpaare bereits ab März in Baumwipfeln mehrere Nester gleichzeitig an, um dann nur eins zu benutzen. Das hübschen sie allerdings mit einem Überdach an. So schaffen sie vor allem für den nestbaufaulen Turmfalken, aber auch für die Waldohreule zusätzliche Brutplätze.

Nach geltendem Recht ist der Abschuss von Elstern nicht mehr zulässig. Bei starker Zunahme der Bestände, wie es zur Zeit der Fall ist, können Länder Elstern indes außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeit zum Abschuss freigeben. Jäger gehen mit dieser Freigabe jedoch äußerst behutsam um. Das belegen Abschussbilanzen.

Von Manfred Bogumil