Eiterhagen

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Eiterhagen ist ein Ortsteil der Gemeinde Söhrewald im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Geschichte

Seit über 700 Jahren liegt das Dorf im Tal der Mülmisch zwischen bewaldeten Hügeln. Nach vorhandenen Urkun­den aus dem Jahr 1289 ist Eiterhagen der älteste Ortsteil von Söhrewald.

Alle drei Söhregemeinden unterstanden dem "Amt" Oberkaufungen. So man­cher Bewohner musste in früheren Jahren "auf Schusters Rappen" über den "Amtspfad" durch die Wäl­der der Söhre und des Stifts­waldes zur hohen Obrigkeit marschieren.

Die Entwicklung der Söhre­dörfer litt unter ihrer Welt­abgeschiedenheit. Die schlechten Verkehrs­verhältnisse beließen sie auf der Stufe von Kleinsiedler­dörfern. Die karge Land­wirtschaft und der Wald blieben über Jahrhunderte die Lebensgrundlage ihrer Bewohner.

Der große Umbruch wurde erst mit dem Bau der Söhrebahn in den Jahren 1911/12 eingeleitet. Mit ihrer Inbe­triebnahme konnten die Ar­beiterplätze in Kassel schneller und bequemer er­reicht werden. Jetzt war es auch möglich, die heimischen Basalt- und Braunkohlevorkommen bes­ser zu erschließen und in­tensiver zu nutzen, da die Söhrebahn für den rei­bungslosen Transport sorg­te. Damit wuchs auch die Zahl der Arbeitsplätze in heimischer Umgebung. So wurde vor allem Watten­bach mit der Zeche Stellberg zu einem Bergmannsdorf. In der Bedeutung gleichrangig mit dem Braunkohlebergbau war die Arbeit in den Basaltbrüchen der Söhre, so auch bei Eiterhagen. Im Jahr 1927 waren 350 Arbeiter in den verschiedenen Brüchen in der Söhre beschäftigt.

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