Eco-Museum Reinhardswald: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahr [[2014]] gibt es eine kleine, aber erlesene Auswahl an Veranstaltungen zum Schwerpunktthema „Von der Frühzeit bis zum hohen Mittelalter – Archäologie und Geschichte in der Region“.
 
Im Jahr [[2014]] gibt es eine kleine, aber erlesene Auswahl an Veranstaltungen zum Schwerpunktthema „Von der Frühzeit bis zum hohen Mittelalter – Archäologie und Geschichte in der Region“.
  
Bodenverfärbungen, Wölbungen, Steinsplittern, zerbrochener Hausrat und andere Hinterlassenschaften führen zu vergangenen Siedlungsplätzen und erzählen vom Wandel der wandernden Sammler, Jäger und Angler zu sesshaften Ackerbauern, Viehzüchtern und sogar Händlern. Sie öffnen den Blick für die Region als frühen Arbeitsplatz zum Beispiel der Glasgewinnung und Eisenschmelze.
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Bodenverfärbungen, Wölbungen, Steinsplitter, zerbrochener Hausrat und andere Hinterlassenschaften führen zu vergangenen Siedlungsplätzen und erzählen vom Wandel der wandernden Sammler, Jäger und Angler zu sesshaften Ackerbauern, Viehzüchtern und sogar Händlern. Sie öffnen den Blick für die Region als frühen Arbeitsplatz zum Beispiel der Glasgewinnung und Eisenschmelze.
  
 
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Version vom 2. April 2014, 22:16 Uhr

Datei:Saba-Statue.jpg
Die "Saba" am Fusse der Sababurg

Im Mittelpunkt des Eco-Museums Reinhardswald steht die facettenreiche Geschichte rund um die Region des Reinhardswalds.

Als Besonderheit wird in jedem Jahr ein thematischer Schwerpunkt gewählt, zu dem besondere Veranstaltungen angeboten werden.

Im Jahr 2012 wurden unter dem Motto "Unterwegs im Reinhardswald" Wanderungen und Ausflugsziele in Hessens größtem zusammenhängendem Waldgebiet vorgestellt. Das Schwerpunktthema 2013 hieß "Nachhaltigkeit".

Im Jahr 2014 gibt es eine kleine, aber erlesene Auswahl an Veranstaltungen zum Schwerpunktthema „Von der Frühzeit bis zum hohen Mittelalter – Archäologie und Geschichte in der Region“.

Bodenverfärbungen, Wölbungen, Steinsplitter, zerbrochener Hausrat und andere Hinterlassenschaften führen zu vergangenen Siedlungsplätzen und erzählen vom Wandel der wandernden Sammler, Jäger und Angler zu sesshaften Ackerbauern, Viehzüchtern und sogar Händlern. Sie öffnen den Blick für die Region als frühen Arbeitsplatz zum Beispiel der Glasgewinnung und Eisenschmelze.

siehe dazu:


Bedeutung

Das Eco-Museum erstreckt sich über die gesamte Region und verweist auf verschiedenste Facetten aus deren Geschichte und Kultur.

Veranstaltungen in Sababurg – wie etwa der mittelalterliche Markt - gehören ebenso dazu wie Orgelkonzerte in der Wallfahrtskirche Gottsbüren oder Führungen in Schloss Wilhelmsthal und durch das Naturschutzgebiet Urwald Sababurg. Ebenso stehen Wanderungen auf dem Veranstaltungsprogramm, etwa auf den Spuren mittelalterlicher Pilger auf dem "Nonnenweg" bei Gottsbüren oder rund um das Lumbachtal im Reinhardswald, den Spuren des Altweges GieselwerderGottsbüren folgend.

Das Ecomuseum Reinhardswald ist damit kein Museum im herkömmlichen Sinne, sondern vermittelt in verschiedensten Veranstaltungen, wie sich der Landschaftsraum historisch entwickelt hat und welchen Einfluss die Natur, der Mensch und die von ihm geleistete Arbeit aufeinander nehmen.

So gehören auch regionsspezifische Aspekte aus der Geschichte der Hugenotten und Waldenser, die ab der zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts durch Landgraf Karl angesiedelt wurden, zu den Themen der Veranstaltungen. Zu den vielfältigen kulturgeschichtlichen und naturräumlichen Themen gehören beispielsweise auch die Geschichte der Glasherstellung oder des Töpferhandwerks im Reinhardswald, ebenso die Geologie und Landschaftsnutzung. In zahlreichen Vorträgen, Exkursionen oder Ausstellungen wird so der Geschichte, der Ökologie und Ökonomie des Landschaftsraums Reinhardswald nachgegangen.

Geschichte

Beginn im Sommer 1997

Seit dem Sommer 1997 gibt es das Ecomuseum Reinhardswald in der nordhessischen Region zwischen Weser und Diemel, das sich über die gesamte Region erstreckt und zeigt, wie sich der Landschaftsraum historisch entwickelt hat.

Die verschiedenen Themen sind Mosaiksteine und machen die beständige Entwicklung des Landschaftsraumes im Projekt Ecomuseum Reinhardswald erlebbar, nicht zuletzt auch durch das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Vereine.

Im Jahr 2007 feierte das Eco-Museum Reinhardswald sein 10-jähriges Bestehen. Nach einem Bericht in der Hofgeismarer Ausgabe der HNA nahmen bis dahin schon 30.000 Menschen an 1500 Veranstaltungen teil. Eine beeindruckende Zwischenbilanz.

Zu den zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2007 gehörten zahlreiche Vorträge und Ausstellungen, darunter etwa die Collagen und Glas-Arbeiten von Hanna Bräuning im Glasmuseum Immenhausen oder ein Aktionstag im Landmuseum Wasserschloss Wülmersen.

Ein Füllhorn der Angebote

Logo

Eco-Museum feierte zehnten Geburtstag - 30 000 Menschen bei 1500 Veranstaltungen

aus einem Artikel der HNA, Ausgabe Hofgeismar vom 16.9.07:

Hofgeismar/ Grebenstein. Das Ecomuseum Reinhardswald gibt es nun seit zehn Jahren. ... Mehr als 300 verschiedene Initiativen hätten in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig in der Arbeitsgruppe Ecomuseum mitgewirkt, immer wieder Veranstaltungen angeboten und Mitglieder von Vereinen seien als Referenten aufgetreten, so Ute Raband, Regionalmanagerin des Vereins Region Kassel-Land.

Das Ecomuseum rückte zum Beispiel Vereine stärker in die Öffentlichkeit, sagt Raband über die Bedeutung der Arbeitsgruppe. Aber auch die Region, in der wir leben, wird inzwischen mit anderen Augen gesehen. "Ihre Stellung in der Gesellschaft ist eine andere geworden." Einen Beitrag dazu leisteten die insgesamt 1500 angebotenen Exkursionen, Ausstellungen, Vorträge und Führungen zu ganz unterschiedlichen Themen von der Vogelstimmenwanderung, über die Führungen durch den Urwald Sababurg bis hin zur Geschichte und Bedeutung der Hugenotten und Waldenser. Bei einer durchschnittlichen Teilnehmerzahl von 20 Personen pro Veranstaltung ließen sich in den vergangenen Jahren über 30 000 Menschen für die Geschichte und Entwicklung der Region interessieren und viele von ihnen auch begeistern.

Die Idee des Ecomuseums wird in Frankreich seit den 1960er Jahren umgesetzt. Ecomuseen sind dort in vielen Regionen fester Bestandteil der regionalen Kultur. Sie erstrecken sich über den gesamten Landschaftsraum und präsentieren verschiedene Facetten der landschafts- und kulturgeschichtlichen Veränderung und der wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Idee, etwas Ähnliches auch in unserer Region einzurichten, kam vom inzwischen verstorbenen damaligen Leiter des Schäferhausmuseums Lippoldsberg, Arnolf Grimm. Ein zentrales Museum einzurichten war zwar nicht möglich, aber es entstand ein Netzwerk unter den bereits bestehenden Veranstaltern. Diese arbeiten nicht nur in der Arbeitsgruppe zusammen, sie machen auch gegenseitig auf ihre Veranstaltungen aufmerksam. Sie sind nicht nur öffentlicher, auch die Möglichkeiten zu werben, hat sich für viele Anbieter deutlich verbessert. ... (zrk)

Schwerpunktthema 2008 und 2009: Kirchen, Klöster, Friedhöfe und Religionen

In den Jahren 2008 und 2009 setzte sich das Eco-Museums das Thema "Kirchen, Klöster, Friedhöfe und Religionen" zum Schwerpunkt.

Blick auf Schätze der Region

KREIS KASSEL. Die Region zwischen Weser und Diemel, in deren Herzen sich der Reinhardswald ausbreitet, ist reich an Kulturhistorie. Die Blicke auf diesen Schatz lenken will im kommenden Jahr das Eco-Museum Reinhardswald. Es arbeitet an einer Veranstaltungsreihe, die auf "Kirchen - Klöster - Friedhöfe - Religionen" fokussieren wird.

Bereits in einer ersten Ideensammlung habe sich gezeigt, dass es zu dem Thema viele Ansatzpunkte gibt, so Ute Raband vom Eco-Museum. Die Vielfalt kulturgeschichtlich oder baudenkmalpflegerisch interessanter Kirchen, die sich durch Wandmalereien, Kirchenfenster und die Verwendung regionaler Baumaterialien wie dem Wesersandstein auszeichnen, komme hierbei in den Sinn.

Dorfkirchen in Deisel und Veckerhagen, in Lippoldsberg oder Gottsbüren, in Trendelburg, Immenhausen, Grebenstein und Hofgeismar würden ergänzt durch die Kirchen in den hugenottischen und waldensischen Orten. Zu den regionalen Besonderheiten gehörten die Johanneskapelle auf der Krukenburg, die Kapelle im Invalidenhaus in Bad Karlshafen und die ein oder andere katholische Kirche.

Aspekte des Zusammenlebens und die Vielfalt regionaler Religionsgemeinschaften sollen aufgezeigt werden, etwa indem Spuren jüdischen Lebens sichtbar gemacht würden. Die Hospiz-Arbeit in der Region, aber auch die Siechenkirche in Trendelburg oder christliche und jüdische Friedhöfe könnten Einblicke in den Umgang mit Sterben und Tod vermitteln. Der Friedwald im Reinhardswald, die Friedparke in Espenau und Vellmar, anonyme oder Rasengrabfelder stünden für einen Wandel der Bestattungsformen und der -kultur.

Das regionale Handwerk, so Raband, spiegele sich facettenreich im Thema "Kirchen - Klöster - Friedhöfe - Religionen" wider. Deutlich werde es am Beispiel des Klosters Helmarshausen - vor 900 Jahren Standort bedeutender Kunstwerkstätten. Gleiches gelte für die Orgelbaufamilien Heeren und Euler aus Gottsbüren. (ant)

Kontakt und Ideen: Ute Raband, 05671/5075-35, u.raband@region-kassel-land.de, und Julia Wagner, 05671/ 5075-39, j.wagner@region-kassel-land.de

(Artikel aus HNA-online vom 4.1.2008)

Schwerpunktthemen 2010 und 2011

Mit dem Schwerpunktthema „Kunst in der Region“ wurde in den Jahren 2010 und 2011 auf das breite und unterschiedliche Spektrum künstlerischen Schaffens in der Region aufmerksam gemacht.

Baumriesen und Adlerfarn im Reinhardswald

Schwerpunktthema 2012

Das Schwerpunktthema 2012 lautete: „Unterwegs im Reinhardswald“ und orientierte sich dabei an den drei Elementen Arbeit – Natur – Mensch, "die in wechselseitiger Einflussnahme den Landschaftsraum rund um den Reinhardswald prägten und bis heute gestalten", wie es dazu in der Broschüre hieß, die die Angebote 2012 vorstellte.

Anlaß für das Schwerpunktthema war die Veröffentlichung des Wander- und Ausflugsführers der Region Kassel Land e.V. ("Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011) mit dem das Ecomuseum Reinhardswald in diesem Jahr dazu einlud, den einen oder anderen Aspekt der dort vorgestellten Wanderungen, Stadt- und Dorfführungen, Ausflugstipps und Eco-Pfade unter fachkundiger Führung kennenzulernen.

siehe auch:

Schwerpunktthema 2013

"Nachhaltigeit" heißt das Schwerpunktthema im Jahr 2013. Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann am kursächsischen Hof, kritisierte schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts den auf kurzfristigen Gewinn ausgelegten Raubbau der Wälder und plädierte für einen respektvollen, pfleglichen Umgang mit der Natur und ihren Rohstoffen. Es sollten nicht mehr Bäume geschlagen werden, als auch wieder nachwachsen können. Ein Grundsatz, der in der Fortwirtschaft bis heute von zentraler Bedeutung ist.

Schwwerpunktthema 2014

Im Jahr 2014 gibt es eine kleine, aber erlesene Auswahl an Veranstaltungen zum Schwerpunktthema „Von der Frühzeit bis zum hohen Mittelalter – Archäologie und Geschichte in der Region“.

Bodenverfärbungen, Wölbungen, Steinsplitter, zerbrochener Hausrat und andere Hinterlassenschaften führen zu vergangenen Siedlungsplätzen und erzählen vom Wandel der wandernden Sammler, Jäger und Angler zu sesshaften Ackerbauern, Viehzüchtern und sogar Händlern. Sie öffnen den Blick für die Region als frühen Arbeitsplatz zum Beispiel der Glasgewinnung und Eisenschmelze.

Literatur

  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), "Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011 (7,50 €)
  • Die Broschüre "Rad fahren im Märchenland der Brüder Grimm" ist kostenlos über die Region Kassel - Land zu erhalten.
  • Gero Lenhardt, Mein Reinhardswald, Wandern - Kultur - Freizeit, 1. Auflage, Calden 2013

siehe auch

EcoPfad Ahlberg

Eco-Pfade Archäologie

Museen

Regionales Handwerk und Industriegeschichte

Weitere RegioWiki-Artikel

(Auswahl)

Weblinks

EcoPfad Helmarshausen