Documenta-mobil

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Version vom 13. April 2007, 18:35 Uhr von Dirk Schwarze (Diskussion | Beiträge)

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Die Stadt Kassel beauftragte die Berliner Agentur ART+COM, die Geschichte der documenta mobil und medial erlebbar zu machen. Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ging die größte Kunstausstellung der Welt im Rahmen der Bewerbung Kassels als Kulturhauptstadt Europas 2010 in einem 15 Meter langen Truck auf Tour. Zu den Original-Plakaten der bisher elf documenta-Ausstellungen seit 1955 präsentierte sich im Inneren des Trucks eine 11 Meter lange interaktive Tisch-Installation.

Die Entdeckungstour der documenta ist mittels einer sensitiven Oberfläche direkt, informativ und spielerisch. Die Inhalte sind dabei verständlich und übersichtlich in die Themen „Kuratorisches Konzept“, „Künstlerische Positionen“, „Reaktionen“, „Zeitgeist“ und „Statistik“ gegliedert. So kann sich jeder Besucher den Meilensteinen des 20. Jahrhunderts nähern. Es werden 99 Kunstwerke aus elf Ausstellungen, die Kuratoren, die Ausstellungsorte und einige Pressestimmen vorgestellt. Die Texte verfasste Dirk Schwarze.

Besonderes Highlight für die Besucher ist dabei der Wechsel von der selbstständigen, interaktiven Erkundung in den linearen Modus. Die Installation macht den Besucher zum Zuschauer und nimmt ihn auf Audio-Stadtführungen durch Kassel mit. Diese werden von Panoramabildern untermalt, die vor allem die kulturellen Sehenswürdigkeiten Kassels in den Mittelpunkt stellen. Hervorzuheben sind auch die originalen documenta-Kataloge in Glasvitrinen, die mit der interaktiven Oberfläche ein dialogisches Moment bilden.

Vom 15. März bis 14. April 2005 steuerte das documenta mobil die elf deutschen Städte Berlin, Leipzig, München, Stuttgart, Frankfurt, Wiesbaden, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Kassel an.

Seit September 2006 ist die Installation dauerhaft im documenta Archiv in Kassel zu sehen.

Das Projekt wurde von Prof. Klaus Siebenhaar initiiert und in Kooperation mit dem Art Department Babelsberg realisiert.