Deutsch-deutsche Gespräche: Unterschied zwischen den Versionen

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Am 19.03.[[1970]] traf Bundeskanzler Willy Brandt in Erfurt mit dem Ministerpräsidenten der DDR, Willi Stoph, zusammen – ein erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen und der Beginn einer neuen Ost- und Entspannungspolitik. Tausende Menschen jubelten Brandt zu: Der Dialog zwischen den beiden deutschen Staaten hatte begonnen.
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Am Donnerstag, dem 21. Mai 1970 ist es soweit: um 8.31 trifft die DDR-Delegation in [[Bebra]] ein, ein Stunde später erreicht der Sonderzug mit dem DDR-Emblem Hammer und Zirkel den [[Bahnhof Wilhelmshöhe]].  
  
Der Gegenbesuch fand dann zwei Monate später, am 21.05.1970, in Kassel statt. Oberbürgermeister Dr. [[Karl Branner]] war es gelungen, die Entscheidungsträger in Bonn davon zu überzeugen, dass die Fuldametropole der geeignete Ort für das zweite Treffen der beiden Spitzenpolitiker sei.
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An Gleis 3 begrüßte der ernst wirkende Bundeskanzler [[Willy Brandt|Brandt]] seinen Gast Willi Stoph. Beide fahren – begleitet von sieben Motorradfahrern der [[Kassel]]er Polizei – durch ein dichtes Spalier winkender Menschen über die [[Wilhelmshöhe]]r Allee in Richtung [[Schloßhotel Wilhelmshöhe|Schloßhotel]].  
  
In Kassel herrschte an diesem Tag Ausnahmezustand. Linke und rechte Demonstranten machten sich selbst und der Polizei das Leben schwer. Vor dem Schlosshotel wurde die DDR-Fahne vom Fahnenmast gerissen. Die politischen Gespräche waren dementsprechend zäh und wenig Erfolg verheißend. Als die Delegation der DDR abreiste, verabredete man, eine Denkpause einzulegen, den Dialog aber fortzusetzen.
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Im Jahre [[1971]] wurde dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt der Friedensnobelpreis verliehen.
* Quelle: Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im [[Herkules Verlag]]
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[[Kategorie: Feldners Kassellexikon]] [[Kategorie: Stadt Kassel]] [[Kategorie: Geschichte]]
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In Kassel ist der [[Willy-Brandt-Platz]] im [[Kassel]]er Stadtteil [[Bad Wilhelmshöhe|Wilhelmshöhe]] (im Bereich des [[Bahnhof Wilhelmshöhe|Bahnhofs Wilhelmshöhe]] sowie der [[Wilhelmshöher Allee]] und der Heßbergstraße) nach Willy Brandt benannt worden.
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[[Kategorie: Stadt Kassel]]  
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[[Kategorie: Geschichte]]

Aktuelle Version vom 4. Oktober 2009, 15:18 Uhr

Am Donnerstag, dem 21. Mai 1970 ist es soweit: um 8.31 trifft die DDR-Delegation in Bebra ein, ein Stunde später erreicht der Sonderzug mit dem DDR-Emblem Hammer und Zirkel den Bahnhof Wilhelmshöhe.

An Gleis 3 begrüßte der ernst wirkende Bundeskanzler Brandt seinen Gast Willi Stoph. Beide fahren – begleitet von sieben Motorradfahrern der Kasseler Polizei – durch ein dichtes Spalier winkender Menschen über die Wilhelmshöher Allee in Richtung Schloßhotel.

Im Jahre 1971 wurde dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt der Friedensnobelpreis verliehen.

In Kassel ist der Willy-Brandt-Platz im Kasseler Stadtteil Wilhelmshöhe (im Bereich des Bahnhofs Wilhelmshöhe sowie der Wilhelmshöher Allee und der Heßbergstraße) nach Willy Brandt benannt worden.


siehe auch