Bonifatius-Denkmal Fritzlar

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Bonifatius-Denkmal von Ubbo Enninga vor dem Dom in Fritzlar

Der Mönch Winfrid, genannt Bonifatius bekam im Jahre 723 von Rom den Auftrag zur Missionsarbeit "in pago hassorum", im Lande Hessen (Althessen), womit im Mittelalter Nordhessen gemeint war.

Bekannt wurde seine Missionsarbeit durch das Fällen der sogenannten Donar-Eiche im Jahre 723 bei dem Ort "Geismar", die einer heidnischen Gottheit geweiht war. Bonifatius fällte die Eiche, ohne dass ihn der von den Einheimischen erwartete Zorn Donars traf und baute aus dem Holz eine Kirche, die dem heiligen Petrus geweiht wurde. Dieses Ereignis gilt als Beginn der Christianisierung, nicht nur in diesem Bereich des heutigen Bistums Fulda.

Der Beginn der Christianisierung

Aus England kommend, reiste Bonifatius noch unter seinem früheren Namen Winfried 722 nach Rom, wurde vom Papst zum Bischof berufen und mit der Missionierung vor allem der Chatten betraut.

Die Chatten glaubten in ihrer Naturverbundenheit, wie auch andere germanische Volksstämme, an Götter, die sie an geheimnisvollen Stätten in der Natur verehrten. Und sie glaubten an das Walten guter und böser Geister. Elfen und Kobolde in Wald und Feld, Hollen und Wichtel in heiligen Hainen sowie Nixen im Wasser, wirkten nach ihrer Vorstellung im Naturgeschehen und sie wirkten auch auf das menschliche Leben ein. Im Rauschen des Windes, im Flug der Vögel, besonders der Raben, vermeinten sie, den Willen der Götter zu ergründen.

Laut päpstlicher Weisung erfolgt mit dem Bau der Peterskirche 723 und des Klosters 724 die Gründung eines wichtigen missionarischen Stützpunktes in Fritzlar. Dieser Stützpunkt gewinnt später an Bedeutung, als das zwischenzeitlich errichtete Bistum Büraberg aufgelöst und an seine Stelle das Archidiakonat Fritzlar mit einem Probst als Vertreter des Bischofs von Mainz eingerichtet wird.

Literatur

  • Lutz E. von Padberg, Bonifatius. Missionar und Reformer, München 2003

siehe auch

Weblinks