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(Landesgartenschau 2006)
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== Landesgartenschau 2006 ==
 
== Landesgartenschau 2006 ==
Unter dem Motto "Natürlich gut" fand vom 15. April bis 3. Oktober 2006 in [[Bad Wildungen]] die 3. Hessische Landesgartenschau statt.
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Unter dem Motto "Natürlich gut" fand vom 15. April bis 3. Oktober 2006 in Bad Wildungen die 3. Hessische Landesgartenschau statt.
  
 
Hierzu wurde ein ca. 18 ha großes stadtnahes Gelände umgestaltet. Auch nach dem Ende der Schau blieben zahlreiche Einrichtungen (Aqua Choros, Quellentunnel, Auepark an der Königsquelle, Goldene Gärten, Sonnentreppe, Sport- und Spielaue im Bornebach) erhalten und das Gelände lädt als "Hessens schönster Garten" zum Erkunden ein.
 
Hierzu wurde ein ca. 18 ha großes stadtnahes Gelände umgestaltet. Auch nach dem Ende der Schau blieben zahlreiche Einrichtungen (Aqua Choros, Quellentunnel, Auepark an der Königsquelle, Goldene Gärten, Sonnentreppe, Sport- und Spielaue im Bornebach) erhalten und das Gelände lädt als "Hessens schönster Garten" zum Erkunden ein.

Version vom 1. Februar 2009, 21:20 Uhr

Bad Wildungen
Wappen Karte
WappenBadWildungen.jpg Deutschlandkarte, Position von Bad Wildungen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Geografische Lage: 51° 12′ N, 08° 56′ O
Höhe: 275 m
Fläche: 120,08 qkm
Einwohner: 17.780 (30. Juni 2007)
Postleitzahl: 34537
Vorwahl: 05621
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt
34537 Bad Wildungen
Website: www.badwildungen.de
Bürgermeister: Volker Zimmermann (FDP)

Bad Wildungen ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen.

Das offizielle Prädikat "Bad" wurde Bad Wildungen im Jahr 1906 verliehen. Vom Land Hessen wurde inzwischen die Trägerschaft für das Hessische Staatsbad Bad Wildungen übernommen, ebenso für die Reinhardshäuser "Bad Reinhardsquelle GmbH".

Aktuelle Ansichten aus der Stadt gibt es über eine Webcam.

Die Stadtteile von Bad Wildungen

Geographie

Bad Wildungen liegt im Südosten des Landkreises Waldeck-Frankenberg an den Bundesstraßen 253 (nach Fritzlar und Frankenberg) und 485 (nach Korbach).

Das Gebiet der Stadt grenzt an den benachbarten Landkreis Schwalm-Eder.

Geschichte

Alt- und Nieder-Wildungen

Schloss Friedrichstein in Alt-Wildungen

Wildungen wird erstmals urkundlich als 'Wildungun' in dem um 815 zusammengestellten Verzeichnis der Güter der Abtei Hersfeld, dem Breviarium sancti Lulli episcopi erwähnt.

Um das Jahr 1200 errichtete Friedrich von Ziegenhain, ein Sohn des Landgrafen von Thüringen, der 1185 durch Heirat mit einer Ziegenhainer Erbtochter in den Besitz von Wildungen gekommen war, eine Burg, um die sich der Ort Alt-Wildungen entwickelte.

Nach dem Niedergang der Burganlage entstand 1660 an ihrer Stelle das Schloss Friedrichstein. Das Schloss liegt auf einem 300 Meter hohen Bergkegel und überragt weithin sichtbar die Badestadt.

Nach seinem Regierungsantritt im Jahre 1660 ließ Graf Josias II. von Waldeck die ehemalige Burganlage fast vollständig abtragen, um Platz für ein imposantes Barockschloss zu schaffen, das nach französischem Vorbild enstehen sollte. Bis zu seinem Tod im Jahre 1669 wurde jedoch nur der Westflügel, der heutigen Hauptbau, fertig gestellt.

Unter Fürst Friedrich Anton Ulrich von Waldeck wurde in den Jahren 1707 bis 1714 das Schloss renoviert und - durchaus bescheidener als in den urspürnglichen Planungen vorgesehen - umgestaltet. Der Südflügel mit der davor liegenden Terrasse und die beiden kleineren Seitenflügel wurden errichtet. Graf Friedrich Anton Ulrich von Waldeck wurde auch Namensgeber des Schlosses.

Die evangelische Stadtkirche in Bad Wildungen

Auf einer kleinen Bergkuppe gegenüber von Alt-Wildungen wuchs der Ort Nieder-Wildungen, der im Jahr 1242 die Stadtrechte erhielt. In seinem Zentrum befindet sich die spätgotische Stadtkirche.

Mit dem Bau der spätgotischen Stadtkirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen.

Die Stadtkirche erhebt sich auf dem höchsten Punkt des Stadthügels. Bruchsteinmauern stützen die Terrasse, auf der sich das Kirchengebäude befindet, ab. Der hohe Kirchturm prägt schon von weitem das Stadtbild von Bad Wildungen.

Im Inneren der Kirche findet sich das kunstgeschichtlich wertvolle Altarbild von Conrad v. Soest, das 1403 fertiggestellt wurde (auch: Wildunger Altar).

Während auf den Außenseiten vier Heiligendarstellungen zu sehen sind, ist auf den Innenseiten auf 13 Bildfeldern ein christologischer Zyklus dargestellt. Auf der Rückseite des Hauptflügels befand sich bis zur letzten Restaurierung ein unleserlicher Text. Das Kruzifix über dem Altar stammt aus dem Jahre 1518.

Auch das Grabmal des Grafen Josias II. von Waldeck gilt als herausragendes Kunstwerk für den hessisch-westfälischen Raum.

Bis in das 13. Jahrundert zurück zu verfolgen ist auch das ehemalige Rathaus der Stadt, das bereits im Jahre 1258 urkundlich erwähnt wurde. An seine Stelle ist das heutige Rathaus im klassizistischen Baustil getreten.

Ein Portrait der Stadt

Alles begann am Sauerbrunnen

Zu Bad Wildungen gehören seit 1940 die Stadtteile Altwildungen, Reitzenhagen und Reinhardshausen und seit der Gebietsreform im Jahr 1971 auch Albertshausen, Armsfeld, das Schneewittchendorf Bergfreiheit, Braunau, Frebershausen, Hüddingen, Hundsdorf, Mandern, Odershausen und Wega.

Bad Wildungen - Altstadt

Das offizielle Prädikat Bad wurde der Stadt im Jahr 1906 verliehen. Die heilende Wirkung ihrer Quellen ist aber schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt und bildete den Grundstein für das örtliche Kurwesen, das ab dem 19. Jahrhundert auch internationale Geltung besaß.

Das Kurwesen prägte die Entwicklung des einstigen Ackerbürgerstädtchens und des Nachbarbades Reinhardshausen. In seinen Blütezeiten zählte das Bäderzentrum jährlich bis zu zwei Millionen Übernachtungen - und rangierte damit auf Rang zwei unter den deutschen Heilbädern. Seit ab den 1990er Jahren die Zugangsvoraussetzungen zu öffentlich geförderten Maßnahmen der gesundheitlichen Rehabilitation ('Kuren') stark eingeschränkt wurden, hat sich die Zahl der Kur- und Rehabilitationspatienten in Bad Wildungen nahezu halbiert.

Doch die heute 18.000 Einwohner große Stadt hat ihr Schicksal selbst in die Hand genommen. Sie übernahm vom Land Hessen die Trägerschaft für das Hessisches Staatsbad Bad Wildungen und für die Reinhardshäuser 'Bad Reinhardsquelle GmbH' und setzt mit ihren Kureinrichtungen, den architektonischen Prachtbauten im so genannten Kurviertel, der malerischen Fachwerk-Altstadt, dem größten Kurpark Europas und mit dem Gelände der Landesgartenschau 2006, aber auch mit den Reizen der Region von Natur- und Nationalpark bis zum Edersee auf neue Zielgruppen aus dem Gesundheits-, Tagungs- und Urlaubssegment.

Aufstrebendes Zentrum der Bildung und der Kultur

Neben den traditionellen wirtschaftlichen Hauptsegmenten Rehabilitation, Gesundheitsvorsorge und Wellness bildet sich seit einigen Jahren der Bildungssektor als bedeutender Wirtschaftsfaktor heraus. Bad Wildungen verfügt über zwei Grundschulbezirke mit vier Standorten im Stadtgebiet, ferner über die Auenberg-Grundschule in Odershausen.

Bad Wildungen - Molkerei Foto: Jörg Schade

Am westlichen Stadtrand, der sog. Ense, entstand vor einigen Jahren die neue Haupt- und Realschule. Das Gustav-Stresemann-Gymnasium und die Hans-Viessmann-Berufsschule komplettieren das schulische Angebot.

Neben den o.g. staatlichen Schulen, haben sich eine Reihe privatwirtschaftlich betriebener Schul- und Ausbildungseinrichtungen in Bad Wildungen etabliert: Schon seit den 1950er Jahren ansässig ist die Holzfachschule. Ausbildungszentrum unter anderem für Holztechniker, Holzbearbeitungsmechaniker, Industriemeister der Holzver- und -bearbeitung, Modellbaumeister und technische Kaufleute. Die Weichen sind gestellt für eine Ausrichtung als international wirkendes Kompetenzzentrum der Holzwirtschaft.

Krankenpflegeschulen an der Stadtklinik und der Werner-Wicker-Klinik in Reinhardshausen stehen für den Gesundheitsstandort. Die Physiotherapie- und Massageschule der Bringmann-Akademie bietet Ausbildungsgänge zum Physiotherapeut/in und Masseur/in und medizinischen Bademeister/in. Die Akademie für Gesundheit und Wellness dieser Einrichtung führt die Teilnehmer zum Abschluss als staatlich geprüfte Kosmetiker oder auch Wellness-Kosmetiker. In Zusammenarbeit mit der Berufsakademie startete erst in diesen Tagen ein neuer Studiengang zum Diplom-Physiotherapeuten.

Die Berufsakademie nahm vor einigen Jahren in Bad Wildungen als Studienakademie für Informatik ihre Arbeit auf. Inzwischen hat sich die Einrichtung weiter entwickelt zur Berufsakademie Nordhessen mit Standorten in Frankenberg und Bad Hersfeld. Studienrichtungen mit Bachelor-Abschluss: Internationale Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Logistik Fertigungsprozess-Informatik und Systems Ingeneering. Seit ca. 10 Jahren besteht die Ergotherapieschule Kant und Partner, die die Ausbildung zum Beruf des/der Ergotherapeuten/-in anbietet.

Heilquellen und der Kurbetrieb

Das "Hotel Kaiserhof" in den 50er-Jahren

Wildungen ist ein Heilbad mit eisen-, magnesium- und kohlensäurehaltigen Quellen. In keiner Region Deutschlands sind derart viele hochwertige Heilquellen auf einem so eng begrenztem Gebiet zu finden. Dennoch unterscheiden sich die 22 Quellwasser in ihrer Zusammensetzung und somit Wirkungsweise.

Die Helenen-, Georg-Viktor-, Reinhards- sowie Naturquelle sind die wohl bekanntesten Bad Wildunger Heilquellen und werden noch heute abgefüllt und in viele Länder der Welt versandt.

Wieder-Entdecker der Königsquelle in Bad Wildungen war der Mediziner Dr. Carl Rörig, ein vielseitig interessierter Mensch, der rund 40 Schriften aus verschiedenen Wissensgebieten von der Medizin bis zur Heimatgeschichte hinterließ und von 1880 bis Ende 1885 auch Bürgermeister seiner Heimatstadt war. Zur Entdeckung der Königsquelle im Jahr 1869 schrieb er seinerzeit nieder: Am 18. April 1869 hatte ich das Glück ..., an einem sonnigen Nachmittage in dem von meinen Großvater ererbten Eigentume im Nordosten der Stadt Kohlensäurebläschen aufsteigen zu sehen. Schon am nächsten Morgen ließ ich dort schürfen und fand bei drei Meter Tiefe nicht allein den Quellpunkt, sondern auch die alte Brunnenfassung.

Die Weiterentwicklung der Königsquelle hat sich Dr. Rörig fortan intensiv gewidmet. Er ließ die Quelle neu fassen und einen Park anlegen, baute eine Trinkhalle, eine Kolonnade mit Kaffeehäuschen und ein Badehaus mit Dampfbad. In den Folgejahren verfasste er 13 Broschüren, die sich auf die physiologische und therapeutische Wirkung der Königsquelle bezogen. 1898 erbaute er als 71-Jähriger ein Sanatorium für Nieren-, Blasen-, Stein- und Grießkranke mit 40 Zimmern. Schließlich übertrug er im Jahre 1906 die Anlage an die Bad Wildunger Heilquellen AG, der Vorgängerorganisation des späteren Staatsbades.

Haus in Bad Wildungens Brunnenallee
(Foto: Senzel)

Die Zeiten der klassischen Trinkkur sind inzwischen ein Stück Vergangenheit. Heute steht die medizinische Rehabilitation mit Kliniken, die die Krankheitsbilder der Orthopädie, der Psychosomatik, der Inneren Medizin und Rheumatologie, der Neurologie, der Onkologie und der Urologie behandeln, im Vordergrund. Auch Einrichtungen der gerontologischen Versorgung (Altenheime, Altenwohnheime, Altenpflegeheime) sind wichtige Dienstleister.

Die Übernachtungszahlen betrugen im Jahr 2002 ca. 1,4 Mio. jährlich. Damit war Bad Wildungen die Stadt mit den zweitmeisten Gäste-Übernachtungen in Hessen nach Frankfurt am Main. Und nachdem der Kurpark von Bad Wildungen mit dem Park in Reinhardshausen verbunden wurde, verweist Bad Wildungen auf den "grössten Kurpark in Europa".

Der Kurpark erstreckt sich - in Bad Wildungen um das LGS-Gelände erweitert - über den historischen Teil mit Konzertmuschel und Wandelhalle, über die Kurparkbrücke nach Reinhardshausen mit Schwahnenteich und eigener Wandelhalle.

Bereits Ende der 1990er Jahre wurde der Kurpark durch eine naturnahe "grüne Brücke" mit dem benachbarten Kurpark in Reinhardshausen zu dem heutigen Großkurpark verbunden, der nun mit einer Fläche von 50 Hektar als der größte Kurpark Europas angesehen werden kann. Darin sind neben Wanderwegen und Joggingstrecken auch Terrain-Kur-Wege speziell für Herz- und Kreislaufpatienten beschildert.

An den zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch durchaus mondänen Erholungs- und Badeort kündet etwa das im Jahre 1904 erbaute Jugendstil-Hotel "Fürstenhof" oder das seit 1856 im Kurpark gelegene "Badehotel". Auf dem Weg vom Kurpark zur Altstadt in Bad Wildungen führt die Brunnenallee unmittelbar am imposanten "Fürstenhof" vorbei.

An der Brunnenallee befand sich auch das Kurmuseum der Stadt (gegenüber dem "Kurschatten-Brunnen"). Heute erinnert das "Quellenmuseum" in der Wandelhalle im Kurpark an die Geschichte der Badestadt.

Kirchen

Die Friedenskirche in Bad Wildungen

Landesgartenschau 2006

Unter dem Motto "Natürlich gut" fand vom 15. April bis 3. Oktober 2006 in Bad Wildungen die 3. Hessische Landesgartenschau statt.

Hierzu wurde ein ca. 18 ha großes stadtnahes Gelände umgestaltet. Auch nach dem Ende der Schau blieben zahlreiche Einrichtungen (Aqua Choros, Quellentunnel, Auepark an der Königsquelle, Goldene Gärten, Sonnentreppe, Sport- und Spielaue im Bornebach) erhalten und das Gelände lädt als "Hessens schönster Garten" zum Erkunden ein.

Partnerstädte

Bad Wildungen unterhält partnerschaftliche Beziehungen

  • seit 1986 mit der englischen Stadt Saffron Walden [1]. Saffron Walden liegt ca. 50km nordöstlich von London in der Grafschaft Essex. Die Partnerschaft mit der etwa 15.000 Einwohner zählenden Stadt entwickelte sich aus einem Schüleraustausch zwischen der Haupt- und Realschule und der Country-Highschool.
  • seit 1988 mit der chinesischen Stadt Yichun [2], Provinz Heilongjiang, im Nordosten der Volksrepublik China. Inmitten von Wäldern erst 1958 gegründet, leben heute in Yichun 1,26 Millionen Einwohner. Trotz der großen Entfernung bestehen intensive Kontakte zwischen der Forststadt Yichun und der Bad Wildunger Holzfachschule.
  • seit 1990 mit der französischen Stadt Saint-Jean-de-Maurienne [3]. Der Ort im französischen Alpen-Departement Savoie ist touristisch interessant und mit etwa 11.000 Bewohnern Hauptstadt der Region Maurienne.

Persönlichkeiten

Sport

HSG Bad-Wildungen/ Friedrichstein/ Bergheim

Die Handball-Damenmannschaft spielt in der Regionalliga Südwest.

SG Bad Wildungen/Friedrichstein

Die erste Fußball-Mannschaft (Seniorenbereich, Herren) spielt aktuell in der Gruppenliga.

siehe auch

Katholische Kirche St. Liborius Bad Wildungen

Wandern

Weblinks

Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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