Bad Hersfelder Festspiele

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Die Stiftsruine
Hochrad-Artisten am Hersfelder Rathaus zur Festspieleröffnung 2007

Als Kur- und Festspielort ist Bad Hersfeld besonders bekannt, vornehmlich durch die seit 1951 stattfindenden Bad Hersfelder Festspiele in der romanischen Stiftsruine Bad Hersfeld, die etwa 1600 Zuschauern Platz bietet.

Von Juni bis Anfang August finden die Freilicht-Festspiele unter Beteiligung hochrangiger Schauspieler in jedem Jahr statt. Im Vordergrund stehen klassische Stücke, die von annähernd 100000 Zuschauern (2007) besucht werden.

Vom 13. Juni bis zum 2. August 2009 finden die 59. Festspiele statt.

Geschichte

Die Stiftsruine Bad Hersfeld ist die grösste romanische Kirchenruine in Europa. Erzbischof Lullus von Mainz (später auch Abt des Klosters Hersfeld), ein Nachfolger des Heiligen Bonifatius, gründete im 8. Jahrhundert das Kloster in „Haerulfisfelt“, das im Jahre 775 als Reichabtei unmittelbar dem Kaiser unterstellt war. Hier fanden auch die Gebeine des Heiligen Wigbert eine Ruhestätte. Nicht zuletzt der wachsende Pilgerstrom führte im 9. Jahrhundert zur Erweiterung des Klosters und der Errichtung der Klosterkirche in den Jahren 831 bis 850.

Nach einem verheerenden Brand wurde im Jahre 1040 die neue Krypta und später auch der Neubau der Stiftskirche fertiggestellt, der erst im Jahre 1144 seinen Abschluss fand.

Im Siebenjährigen Krieg wurden die Stiftskirche und die Klostergebäude von französischen Soldaten als Vorratslager verwendet, das beim Rückzug der Franzosen im Jahre 1761 niedergebrannt wurde.

Die ehemalige Stiftskirche aus hellbraunen Steinmauern, blieb eine Ruine mit durchaus imponierenden Ausmaßen (25 Meter hoch und über 100 Meter lang); sie ist heute ein Wahrzeichen der Stadt und Aufführungsort der Bad Hersfelder Festspiele.

Im Jahr 2007 fand der Festakt zur Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele am 9. Juni in der Stiftsruine statt. Nach der Begrüßung durch Intendantin Elke Hesse und Bürgermeister Hartmut H. Boehmer sowie der Festrede von Professor Dr. Lothar Ehrlich eröffnete Bundesfinanzminister Peer Steinbrück offiziell die Festspiele. Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2007 auf Goethes "Faust".

Festspieljahr 2008

Das Festspieljahr 2008 stand besonders im Zeichen von Schiller und Shakespeare. Die erste Premiere des Stücks „Die Jungfrau von Orléans“ fand am 7. Juni 2008 statt, es folgten am 11. Juni: „Jekyll & Hyde“, am 13. Juni: „Der gestiefelte Kater“, am 18. Juni: „Romeo und Julia“ und am 4. Juli: „Minna von Barnhelm“.

Mit einer letzten Vorstellung von "Jekyll & Hyde" und der Verleihung des Zuschauerpreises an Jan Ammann gingen die 58. Bad Hersfelder Festspiele am 3. August zu Ende.

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