Atsuko Tanaka: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine der [[documenta]]-Entdeckungen ist die Japanerin Atsuko Tanaka (1932-2005), die zu der Gutai-Gruppe gehört hatte, die von 1954 bis 1972 bestand. Die Gutai-Gruppe war vor dem Hintergrund der Folgen des Zweiten Weltkrieges und insbesondere des Atombombenabwurfs über Japan entstanden. Die Künstler der Gruppe bemühten sich um einen radikalen Neuanfang, indem sie mit der Bildtradition brachen.
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Atsuko Tanaka setzte sich sehr intensiv mit dem Körper und der Auflösung der festen Form in Linien und Licht auseinander. 1956 schuf sie ein Elektrisches Kleid, das aus leuchtenden, gefärbten Glühbirnen bestand. Die Künstlerin trug das Kleid in einer Aktion wie einen Kimono. In ihm illustrierte Tanaka den Übergang von der in ihren Formen erstarrten Gesellschaft in das von Technik bestimmte neue Zeitalter.  
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Atsuko Tanaka war eine Künstlerin aus Japan ([[1932]]-[[2005]]), deren Werke zur  [[Documenta 12|documenta 12]] gezeigt wurden.
  
Das ursprüngliche Elektrische Kleid ging verloren. Es wurde 1986 rekonstruiert und wird in dieser Fassung im Museum [[Fridericianum]] gezeigt. Aber Tanaka hat auch intensiv zeichnerisch gearbeitet, wobei sie häufig zum Mittel der Collage griff. Mit diesen grafischen Arbeiten wird sie in der Neuen Galerie in einen völlig anderen Zusammenhang gestellt. Dort werden nämlich in unmittelbarer Nachbarschaft Werke von Künstlerinnen präsentiert, die uralte Formen des linearen Ornaments aufnahmen und zu gewagten freien Linien-Kompositionen vorstießen. In diesen Ausstellungszusammenhang gehört ein alter gewebter Stoff, der für die ornamentale Tradition steht. Tanakas tagebuchartige Kompositionen scheinen diese Gewebestrukturen in unsere Zeit zu übertragen.
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Eine der [[documenta]]-Entdeckungen ist die Japanerin Atsuko Tanaka, die zu der Gutai-Gruppe gehört hatte, die von 1954 bis 1972 bestand. Die Gutai-Gruppe war vor dem Hintergrund der Folgen des Zweiten Weltkrieges und insbesondere des Atombombenabwurfs über Japan entstanden. Die Künstler der Gruppe bemühten sich um einen radikalen Neuanfang, indem sie mit der Bildtradition brachen.
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Atsuko Tanaka setzte sich sehr intensiv mit dem Körper und der Auflösung der festen Form in Linien und Licht auseinander. 1956 schuf sie ein Elektrisches Kleid, das aus leuchtenden, gefärbten Glühbirnen bestand. Die Künstlerin trug das Kleid in einer Aktion wie einen Kimono. In ihm illustrierte Tanaka den Übergang von der in ihren Formen erstarrten Gesellschaft in das von Technik bestimmte neue Zeitalter.
  
 
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Das ursprüngliche Elektrische Kleid ging verloren. Es wurde 1986 rekonstruiert und wird in dieser Fassung im Museum [[Fridericianum]] gezeigt. Aber Tanaka hat auch intensiv zeichnerisch gearbeitet, wobei sie häufig zum Mittel der Collage griff. Mit diesen grafischen Arbeiten wird sie in der Neuen Galerie in einen völlig anderen Zusammenhang gestellt. Dort werden nämlich in unmittelbarer Nachbarschaft Werke von Künstlerinnen präsentiert, die uralte Formen des linearen Ornaments aufnahmen und zu gewagten freien Linien-Kompositionen vorstießen. In diesen Ausstellungszusammenhang gehört ein alter gewebter Stoff, der für die ornamentale Tradition steht. Tanakas tagebuchartige Kompositionen scheinen diese Gewebestrukturen in unsere Zeit zu übertragen.
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== siehe auch ==
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* [[Werke einer anderen Avantgarde]]
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== Weblinks und Quellen ==
  
[[Kategorie: documenta]]   [[Kategorie: Kunst und Kultur]]
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[[Kategorie: Documenta]] [[Kategorie: Kunst und Kultur]] [[Kategorie: Stadt Kassel/Kunst und Kultur]] [[Kategorie:Person]] [[Kategorie: Documenta/d 12]]

Version vom 21. November 2011, 14:46 Uhr

Das documenta-Lexikon
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Atsuko Tanaka war eine Künstlerin aus Japan (1932-2005), deren Werke zur documenta 12 gezeigt wurden.

Werk

Eine der documenta-Entdeckungen ist die Japanerin Atsuko Tanaka, die zu der Gutai-Gruppe gehört hatte, die von 1954 bis 1972 bestand. Die Gutai-Gruppe war vor dem Hintergrund der Folgen des Zweiten Weltkrieges und insbesondere des Atombombenabwurfs über Japan entstanden. Die Künstler der Gruppe bemühten sich um einen radikalen Neuanfang, indem sie mit der Bildtradition brachen.

Atsuko Tanaka setzte sich sehr intensiv mit dem Körper und der Auflösung der festen Form in Linien und Licht auseinander. 1956 schuf sie ein Elektrisches Kleid, das aus leuchtenden, gefärbten Glühbirnen bestand. Die Künstlerin trug das Kleid in einer Aktion wie einen Kimono. In ihm illustrierte Tanaka den Übergang von der in ihren Formen erstarrten Gesellschaft in das von Technik bestimmte neue Zeitalter.

Das ursprüngliche Elektrische Kleid ging verloren. Es wurde 1986 rekonstruiert und wird in dieser Fassung im Museum Fridericianum gezeigt. Aber Tanaka hat auch intensiv zeichnerisch gearbeitet, wobei sie häufig zum Mittel der Collage griff. Mit diesen grafischen Arbeiten wird sie in der Neuen Galerie in einen völlig anderen Zusammenhang gestellt. Dort werden nämlich in unmittelbarer Nachbarschaft Werke von Künstlerinnen präsentiert, die uralte Formen des linearen Ornaments aufnahmen und zu gewagten freien Linien-Kompositionen vorstießen. In diesen Ausstellungszusammenhang gehört ein alter gewebter Stoff, der für die ornamentale Tradition steht. Tanakas tagebuchartige Kompositionen scheinen diese Gewebestrukturen in unsere Zeit zu übertragen.

siehe auch

Weblinks und Quellen