Alte Mensa

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Die Alte Mensa am Wilhelmsplatz in Göttingen - dort befindet sich auch der Sitz der Uni-Leitung - wurde schon früher für Musik- und Kino-Veranstaltungen, Empfänge und Theatervorstellungen genutzt.

Geschichte

Gebaut hat das Haus in der West-Ecke des Wilhelmsplatzes der Bauunternehmer Christian Freidrich Andreas Rohns. Zuvor stand dort das Franziskanerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Die ersten Mönche waren 1246 in die Stadt gekommen, 1268 wurde der Bau des Klosters begonnen. 1533 sind die Franziskaner im Geschehen der Reformation aus Göttingen vertrieben worden. Die Klosterkirche wurde schließlich 1820 abgerissen. Danach hatte der Göttinger Baumeister Rohns auf dem Gelände das Gebäude errichten lassen, das die Alte Mensa und eine Aula beherbergte.

Das Gebäude wurde von 1922 bis 2009 vom Studentenwerk verwaltet, das dort eine Mensa betrieb. Im Sommer konnte dort auch draußen auf dem Wilhelmsplatz die Speisen eingenommen werden.

Skelettfunde beim Umbau

Für 3,2 Millionen Euro ließ die Universität das Gebäude ab 2014 zu einem Tagungszentrum umgebauen. Die Außenfassade des Gebäudes blieb nach historischem Vorbild und in dezenter Farbgebung erhalten. Fenster aus den 1950er- und 190er-Jahren wurden hingegen ausgetauscht.

Bei Bauarbeiten wurden Skelette von Franziskanermönchen gefunden. Bei Arbeiten an der Rückseite des Gebäudes im Hof an der Barfüßerstraße waren die archäologischen Funde ans Tageslicht gekommen, darunter Knochen, Scherben und Mauern. Mitarbeiter des Göttinger Archäologie-Unternehmens Streichardt & Wedekind legten unter anderem etwa 40 menschliche Skelette frei.[1]

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 20. Oktober 2015: Ausgrabungen: Besucher können sich Skelette anschauen