Zwehrener Hof

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Über vier Jahrzehnte führte Otto Viehmann zusammen mit seiner Frau Friedchen den Zwehrener Hof. Am 1. April 2000 gingen die beiden in den Ruhestand. Nachfolgerin wurde Florentine Schnitger.

Es gibt Menschen, die schwören Stein und Bein, dass die Zwehrener Bratwurst nirgends so gut schmeckt wie im Biergarten von Otto und Friedchen Viehmann. Über all die Jahre war die Hausschlachtung ein Qualitätsmerkmal für den Zwehrener Hof. Daran soll sich auch mit der neuen Wirtin nichts ändern. Im Jahr 2000 feierte Otto Viehmann seinen 67. Geburtstag, nach über 42 Jahren am Zapfhahn begann dann der Ruhestand des Zwehrener Urgestein.

Ungezählte Stunden verbrachte Otto Viehmann mit seinem knochigen Charme hinter dem Tresen an der „Lügenecke”. In dem gemütlichen Winkel der Theke ist bei Bier und Korn so manche abenteuerliche Geschichte erzählt worden. Seit 1890 gibt es den Zwehrener Hof schon. Urgroßvater Caspar Viehmann kaufte einst das große Fachwerkhaus an der Frankfurter Straße und eröffnete mit seiner Ehefrau Sophie 1890 die Wirtschaft.

Auf der wichtigen Verbindungsstraße kamen jede Menge Fuhrwerke vorbei, die Fuhrleute waren gute Kundschaft. Hermann Viehmann, der Sohn des Gründers, übernahm die Wirtschaft. Der Saal, in dem rund 500 Menschen Platz hatten, wurde in der Bombennacht im Oktober 1943 ebenso zerstört wie Teile des Hauses. Aus den Trümmern entstand ab 1955 wieder ein Gebäude. Mit vereinten Kräften wurde der Wunsch von Hermann Viehmann nach einer neuen Wirtschaft in die Tat umgesetzt.

Otto Viehmann fing mit 24 Jahren als Wirt an, gerade mal 19 war seine Frau Friedchen, als sie die Küche in Schwung brachte.