Wussten Sie schon, dass... (Haina)

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Die Klosterkirche in Haina

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass der Landgraf Heinrich I. 1277 die Burg Hessenstein erbauen ließ? 1328 wurde sie dem Kloster Haina verpfändet. Als Verwalter fungierten vor allem die Gaugrafen von Goddelsheim. Ab 1555 war die Burg Sitz des landgräflichen "Amtes von Hessenstein", ab 1821 fand hier eine Revierförsterei Aufnahme. Seit 1922 ist Hessenstein Jugendherberge und damit die älteste Einrichtung dieser Art in Hessen.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass der erste Landgraf von Hessen, Heinrich I. (1244 bis 1308), im Jahre 1277 die Keseburg bei Ederbringhausen zerstörte und das Gelände dem Kloster Haina übergab? Die Gründung der Keseburg ist nicht bekannt (wahrscheinlich im 8. Jahrhundert); das Geschlecht der Vögte von Keseburg ist seit 1140 in Urkunden des Klosters Haina belegt. Noch heute trägt das Waldgebiet gegenüber dem Vöhler Ortsteil Ederbringhausen den Namen "Keseburg" (von mittelhochdeutsch "kes" oder "keese" = Eichengestrüpp).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass die berühmte Malerfamilie Tischbein ihre Wurzeln im Kloster Haina hat? Deren "Urvater" war der Hospitalbäcker Johann Conrad Tischbein. Im 18. und 19. Jahrhundert gingen aus der Familie etwa 40 bedeutende Künstler hervor. Der Bekannteste ist wohl Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, der das berühmte Goethe-Porträt schuf ("Goethe in der Campagna"), das sich heute im Frankfurter Städel befindet. Das Tischbeinhaus in Haina kann man besichtigen.

Johannes Grötecke, Bad Wildungen


  • ... dass eine Sage erzählt, dass die Hainaer Mönche bei der Auflösung des Klosters durch Philipp dem Großmütigen 1527 wichtige Urkunden und den Klosterschatz durch einen geheimen unterirdischen Gang fortschaffenließen? Wenn dies stimmt, ist der Schatz bis zum heutigen Tag nicht aufgefunden worden.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass die Oberförsterei in Löhlbach neben dem Pfarrhaus das einzige Haus ohne Stallanbauten war? Die Scheune, Pferde- und Viehställe standen als gesonderte Fachwerkbauten abgetrennt. 1591 wurde ein Bauwerk in Fischbach bei der Hütte und Waldschmiede gebaut, nach Löhlbach gefahren und am Schultheißengut (Oberförsterei) wieder aufgebaut.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass nachdem die Dodenhäuser Hütte im 16. Jahrhundert eingegangen war, die Hüttenarbeiter, Former und Gießer in den Nachbarhütten Fischbach und Rommershausen (Schönstein) neue Arbeit fanden? Aus dieser Zeit stammen auch die Bezeichnungen „Former Weg“ nach Schönstein oder Hüttenweg nach Fischbach.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass 1778 durch die Gemeinde Löhlbach ein Backhaus neben der Kirche errichtet wurde? 150 Jahre wurde dort Brot gebacken. Später diente es als Hirtenhaus.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass 1928 in Löhlbach die Gemarkung „Klosterholz“ abgeholzt und für die Landwirtschaft nutzbar gemacht wurde? Es wurden immer nur zwei Grundstücke verkauft, von denen eines ortsnah und eines ortsfern war. Damit wollte man erreichen, dass alle Käufer etwa die gleiche Zeit benötigten, um zu ihren neuen Grundstücken zu kommen. Man muss dabei bedenken, dass damals die allermeisten Landwirte nur mit ihren Kühen als Zugtiere fuhren.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass am 21.3.1918 der Seminarist (Lehrer) Heinrich Schmal aus Löhlbach, geb. 15.3.1899 als Sohn des Maschinenbauers Schmal zu Löhlbach, bei dem Fußartillerie- Regiment 90 eingetreten, am 21.3.1918 durch Minenvolltreffer bei St. Quentin fiel. Auf dem St. Martin Friedhof in St. Quentin liegt er begraben.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass Landgraf Phillipp der Großmütige nach der Reformation „Salbücher“ eingeführt hat? So erfahren wir u. a. dass Löhlbach im 1786 geführten Salbuch 86 Häuser hatte. Nr. 73 und 74 gehörten der Kirche, Nr. 75 (Hirtenhaus), 78, 79, und 80 gehörten der Gemeinde. Die Hausnummern wurden bei der Einrichtung der Brandkasse vergeben.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass der Löhlbacher Familienname „Wilhelmi“ aus Römershausen stammt? Am 13.11.1690 heiratete der in Römershausen geborene Martin Wilhelm, Anna Gertrud Möller aus Löhlbach und zieht nach Löhlbach, wo er am 6.5.1731 starb. Er war ein Sohn des Halgehäuser Schäfers Johannes Wilhelm. Beim Umzug nach Löhlbach wurde durch einen Druckfehler aus dem Namen Wilhelm = Wilhelmi.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass im Jahr 1896 die Hainaer Oberförsterei in Löhlbach aufgehoben und nach Haina verlegt wurde? Der letzte Inhaber dieser Stelle Oberförster Stahl starb kurz nach dieser Verlegung. In Haina wurde die Oberförsterei mit zwei Förstern besetzt.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass Löhlbach von Landrat Riesch nach zwölfjährigen Auseinandersetzungen (von 1892 bis 1904) eine Wasserleitung aufgezwungen bekam? Damit war das zeitraubende Wasserholen vom Bach und aus den Brunnen vorbei. Seit 1920 gibt es Strom und Licht in dem Ort. Johannes Wilhelmi baute daraufhin das Sägewerk auf der „Insel“, das vollelektrisch betrieben wurde.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass 1588 die Hörlemühle in Haina erstmals erwähnt wurde? Erster Müller in der Hörlemühle war Ciliax Bruch von Löhlbach. Mit Anna Martha Damm verheiratet mit Johannes Löwer aus Herbelhausen kam wieder eine Löhlbacherin in die Hörlemühle. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts musste die obere Hörlemühle abgebrochen werden. Quelle: Wickel, das Kloster Haina 1929

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass vermutet wird, dass die Aulisburg vor ihrer Besiedlung durch die Mönche 1188 eine Turmburg gewesen sein soll? Sie diente zum Schutz der Reichsstraße (heute Bundesstraße).

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass Graf Heinrich von Ziegenhain Hilfe erbittet beim General-Kapitel in Burgund (Citeaux) für das in Schwierigkeiten steckende Zisternenkloster auf der Aulisburg? Er erreicht, dass das Kloster um 1188 nach Haina verlegt und es wird im Laufe weniger Jahre eines der reichsten Klöster des Landes. 1201 kauft der Konvent die Bauern von Haina auf, um einen Großhof zur Versorgung des Klosters zu schaffen. (Chronik Hessens)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass das preußische Staatsministerium den Gutsbezirk Haina am 15. November 1928 auflöste? Der gesamte Gutsbezirk wurde zur Landgemeinde Haina umgewandelt? Damit feierte Haina Kloster am 15. November .2008 seinen 80. Geburtstag als politische Gemeinde. 1972 wurde Haina Verwaltungssitz der neuen Großgemeinde Haina, mit elf Ortsteilen.

Heinz Brück


  • ...dass sich am Donnerstag, 15. Januar 1987 auf der B 253 zwischen Löhlbach und Geismar kein Rad mehr drehte? Grund war ein heftiger Schneesturm, sodass von der Tankstelle am Ortsausgang von Löhlbach bis Dainrode nichts mehr ging. Heftiges Schneetreiben hatte meterhohe Schneewehen entstehen lassen, welche nur mit Hilfe einer Schneefräse später wieder entfernt werden konnten.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass der Bau der Molkerei Wohra im Jahre 1936 für die Bunstruth die Vorraussetzung für eine wirtschaftlichere Gestaltung der Rindviehhaltung brachte? Hatte bis dahin die Erzeugung von Landbutter im eigenen Betrieb die Erträge auf niedriger Höhe gehalten, war nun die Möglichkeit gegeben durch Einsatz von Leistungsfutter die Milchviehhaltung zu einer höheren Rendite zu steigern.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass 1533 das Kloster Haina trotz Widerspruchs von Abt und Konvent durch Landgraf Philipp aufgelöst und in ein Landeshospital für Arme, Sieche, Blinde und Geisteskranke umgewandelt wurde? Das Hospital wurde mit großen Grundbesitz an Land und Wald des Klosters ausgestattet.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass am 20. Juni 1948 in Deutschland die Währungsreform stattfand? Zur selben Zeit eröffnet in Löhlbach der Arzt Dr. Nehls die erste Arztstelle. Seit 2006 hat Löhlbach keinen eigenen Arzt mehr im Ort.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass bis Mai 1994 auf dem Hohen Lohr bei Haina-Battenhausen drei Sendetürme standen? Sie waren nach dem Zweiten Weltkrieg von den amerikanischen Besatzern und danach 1956 und 1963 von der Deutschen Bundespost errichtet worden. 1994 wurden sie abgerissen, so dass nur noch der 1989 erbaute 142 Meter hohe Fernsehturm im Frankenberger Lande sichtbar ist.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass das 50-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Halgehausen unter Wehrführer Röse am 6.und 7.7.1985 gefeiert wurde? Die Tanzkapelle des TSV Hessen Frankenberg spielte zum Tanz auf. Die Spielmannszüge der Feuerwehren aus Gemünden und Löhlbach sorgten für Musik im großen Festzug. Höhepunkt des Festes war eine gemeinsame Großübung mit allen Nachbarwehren.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass in den Salbüchern des Hospitals Haina von 1556 in Dodenhausen 30 Besitzer und ein Gießofen, in Battenhausen neun Besitzer und das Schultheisengut, Löhlbach 53 Besitzer, Bockendorf elf Besitzer, Hof Halgehausen zehn Besitzer, Hof Kirschgarten zwei Besitzer, Hof Altenhaina vier Besitzer und Hüttenrode zwei Besitzer genannt wurden?

H. Brück


  • ...dass nach Rückgang des Konversen-Institutes im Kloster Haina die Zisterzienser als Lehnherren auftraten? Die Abgaben der abhängigen Bauern wurden in die Zehntscheune eingebracht. Die Hainaer Zehntscheune stammt aus dem ausgehenden Mittelalter und nahm von der Hospitalzeit (ab 1533) bis zur Aufgabe der Grundherrschaft um 1850 die Abgaben der Hainaer Untertanen auf. Heute gehört die Zehntscheune zu Vitos Haina.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass 1956 umfangreiche Arbeiten an der Kirche in Dodenhausen geplant waren. So sollten ein Turm errichtet, das Elisabethfenster versetzt, die Orgel verschoben und die Decke abgehängt werden. Im Protokoll des Kirchenvorstandes vom November 1955 hieß es dazu: „Der Kirchenvorstand sieht es im Blick auf die Würde und Bedeutung der Kirche als erstrebenswert an, dass der Dachreiter durch einen Turm ersetzt wird. Zugleich soll mit dem Bau des Turmes eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Kriege 1939 -- 45 u. 1914-18 erstellt werden.“ Obwohl beachtliche Vorarbeiten geleistet wurden, ist es zu diesen Arbeiten nie gekommen.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass Pfarrer Georg Wilhelm Klingelhöfer aus Löhlbach über die Zeit von 1869 bis 1884 über den Kirchdienst in Dodenhausen schrieb: Die Gottesdienste fanden damals immer gegen 13 Uhr statt, da der Pfarrer zunächst in Löhlbach (9 Uhr) und Battenhausen (ca. 11.30 Uhr) war und alle Weg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Kutsche zurückgelegen musste. Die Pfarrstelle wurde damals als eine körperlich sehr anstrengende Stelle empfunden, gerade auch in der Winterzeit, und war deshalb nur für jüngere Pfarrer geeignet.

Heinz Brück,Löhlbach


  • ...dass 1459 der Winter 32 Wochen dauerte? Und zwar bis zum 27. Mai 1460.1659 begann das Zuwintern mit dem 15. November, am 12. Dezember folgte ungemein scharfer Frost mit Sturmwinden und erst am 2. März 1660 trat nach 15-wöchigem Frost Tauwetter ein.(Quelle: „Volksfreund“, 1851)

Willi Uwe Breit, Haina-Kloster


  • ...dass bei der Errichtung des Löhlbacher Paul-Gerhard-Hauses im Jahre 1969 die Bestimmung des Gemeindehauses so beschrieben wurde: „Das Paul-Gerhard-Haus wurde erbaut, um lebendige Gemeindearbeiten der Kirchengemeinde zu ermöglichen. Diesem Grundgedanken sind alle anderen Veranstaltungen und Unternehmungen zuzuordnen.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass Pfarrer Gustav Hamann am 8. Juni .1978 in Bottendorf verstarb? Als Sohn des Löhlbacher Pfarrers Hamann (1921 - 1934 Pfarrer in Löhlbach) wurde er 1922 im alten Löhlbacher Pfarrhaus geboren.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass 1599 in Löhlbach Ludwig Haupt zum neuen Schultheißen bestellt wurde? Amtsinhaber Walter Senger wurde abgesetzt.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass am 20. Februar 1880 die Gemeindevertretung von Altenhaina an den Landrat den Antrag zur Anlegung eines eigenen Friedhofes stellte? Bis dato mussten die Verstorbenen in Löhlbach beerdigt werden. Seit 1881 hat Altenhaina einen eigenen Friedhof.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass die Vorgängerkirche der Löhlbacher Kirche bereits vor dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) erbaut wurde? Bereits 1624 und 1625 wurde sie von den kaiserlichen und 1640 von den schwedischen Kriegsvölkern so verwüstet, dass sie zum Gottesdienst unbrauchbar wurden.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass am 23.4.1716 der Löhlbacher Pfarrer Wanzel den Befehl von der fürstlichen Regierung in Marburg erhielt, die in Löhlbach wohnenden Hainaischen Leibeigenen zu dokumentieren? Ebenso sollte er aufschreiben, welche Abgaben und Dienste diese zu leisten hatten. Hintergrund war, das die Regierung prüfen wollte ob sie von den Leibeigenen des Klosters auch etwas auspressen konnten.

Heinz Brück,Löhlbach


  • ...dass Lehrer Menz aus Steinbach Hallenberg mit der 2. Schulstelle in Löhlbach 1904 betraut wurde? Nach 1 1/2 Jahren Amtstätigkeit erkrankte er jedoch an einer chronischen Halsentzündung, so dass er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste. Er verließ Löhlbach Ostern 1906, ging zu seinen Eltern und von da ins Sanatorium „Johannisbad“ in Eisenach. Im Laufe des Sommers fand er Heilung und konnte am 18.8.1906 den Unterricht wieder aufnehmen. Am 1.7.1920 wurde er in seinen Heimatort Steinbach / Hallenberg versetzt.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass am 31. August 1914 vier Postbusse, die das Frankenberger Postamt besaß, zum Verladen in Bad Wildungen durch Löhlbach fuhren. Die Busse waren feldgrau angestrichen und trugen die Aufschrift „Kaiserlich deutsche Feldpost“. Sie wurden von Bad Wildungen zum Kriegseinsatz nach Ostpreußen gebracht.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass 1993 der Löhlbacher Sportverein sein dioxinverseuchtes Kieselrot von der Hartplatzanlage in aufwändiger Weise abtragen und den Platz neu herstellen lassen musste? Der Spielbetrieb fand in dieser Zeit bei benachbarten Vereinen statt. Heute verfügt der Verein über eine moderne Sportanlage.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass ab dem Jahr 1868 die Kinder von Altenhaina und Kirschgarten nicht mehr nach Löhlbach zur Schule gehen, sondern nach Halgehausen? Der Weg durch den Wald war wesentlich weiter als nach Halgehausen.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass am 1. November 1949 Lehrer Meyer aus Battenhausen in den Ruhestand verabschiedet wurde? Seit April 1905 bis zu seiner Pensionierung war er in Battenhausen tätig. Fast drei Generationen Hüttenröder und Battenhäuser unterrichtete er. Sein Nachfolger war Heinz Simon.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass am 1.12.1918 viele nicht mehr bewaffnete deutsche Soldaten durch Löhlbach zogen? Vom 22. Dezember an war eine bespannte Abteilung im Dorf einquartiert. In den ersten Januartagen wurde die Abteilung aufgelöst und der Pferdebestand für wenig Geld an die hiesigen Bauern verkauft. So kamen wieder etwa 30 Pferde nach Löhlbach.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass im Jahr 1533 das Kloster Haina trotz erheblichen Widerspruchs von Abt und Konvent durch Landgraf Philipp aufgelöst worden war? Philipp wandelte das Kloster in ein Landeshospital für Arme, Sieche, Blinde und Geisteskranke um. Der Landgraf stattete das Hospital mit einem großen Grundbesitz an Land und Wald des ehemaligen Klosters aus.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass im Dezember 1952 die Raiffeisenkasse (in Löhlbach auch die Darlehnskasse genannt) eine Dreschmaschine Modell „PK30“ Nr. 5422 von Petermann für 20 000 DM kaufte? Zurückgezahlt wurde in Raten zu 1000 DM jährlich an die Raiffeisenzentrale Kassel.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass am 11.11.1979 die Dodenhäuser Kirche ihren 100. Geburtstag feierte? Die alte Kirche war im November 1868 durch einen Brand restlos zerstört worden. In den elf Jahren bis zu ihrem Neuaufbau fand der Gottesdienst im Schulsaal statt. Am 19.11.1879 war der letzte Gottesdienst im Schulsaal.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass Löhlbach 1556 mit 53 Beisitzern genannt wird? Und dass die Kirche von Löhlbach älter ist als die Kirche von Haina? Sie war bis 1341 eine Landeskirche (Eigenkirche). Der Landesherr sorgte für die Bestellung der Pfarrer und besoldete sie mit einem „Kirchengut“.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass im Mittelalter zur Zeit der Zisterziensermönche die Kirche nicht für das Volk, sondern für die Mönche gebaut wurde? Das Volk durfte nur in geringer Zahl die Kirche besuchen und musste sich in der Nähe des Einganges aufhalten. Das Marienportal an der Westseite zur Hainaer Kirche war der Eingang für das Volk und daher im Verhältnis zur Größe der Kirche auch nur klein. Frauen durften die Kirche nur in den ersten acht Tagen nach der Einweihung betreten. Sonst war für sie eine Kapelle außerhalb der Klostermauern vorgesehen.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass im Dezember 1969 Rudolf Backhaus (zur Zeit Bürgermeister von Haina) als damals 16-Jähriger die Gemeinde um Bewilligung eines geeigneten Raume für Versammlungen und Zusammenkünfte der Wandergruppe Löhlbach, damals 42 Mitglieder bat? Aus der Wandergruppe gegründet 1966, wurde später die Waldjugendgruppe Löhlbach. Förster Herman Simon war über 25 Jahre Leiter und Forstpate dieser Gruppe Jugendlicher.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass es milde Winter schon früher gab? Im Winter 1172 waren die Bäume neu belaubt und die Vögel bauten Nester. 1289 gab es gar keinen Winter und die Temperatur war so hoch zu Weihnachten dass sich die jungen Mädchen zu diesem Fest mit Veilchen und anderen Frühlingsblumen schmückten. 1421 standen die Bäume im März, die Reben im April in Blüte, im März gab es reife Kirschen, 1488 entfalteten die Gärten schon im Dezember und im Januar ihren vollen Blütenschmuck, 1572 waren die Bäume schon im Februar grün, 1585 ebenso 1607, 1609 und 1617 gab es fast gar keinen Winter. 1659 gab es weder Schnee noch Frost, 1722 war es im Januar so warm, dass man nicht einzuheizen brauchte und im Februar sämtliche Bäume blühten, 1807 war fast gar kein Winter.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass am 14. Dezember 1969,dem 3. Advent, die Einweihung der umgebauten Kirche zu Löhlbach mit anschließendem Kaffeetrinken im Paul-Gerhardt-Haus stattfand? Am selben Tag fand auch ein Tag der offenen Tür in der Schule zu Löhlbach statt. Auch diese war 1969 erweitert worden.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass der Zeitraum zwischen Christtag und Neujahr allgemein als „zwischen den Jahren“ benannt wird. Man unterschied nämlich einen doppelten Anfang des neuen Jahres: Die Kirche begann gerne mit dem Weihnachtsfest, ein Brauch der erst im 15. Jahrhundert auf den 1. Advent vorverlegt wurde, das bürgerliche Jahr aber wurde auf den 1. Januar festgelegt. Hieraus ergaben sich zwei Neujahre, dadurch entstand Begriff „zwischen den Jahren“. Quelle: Hess. Landeskunde von C. Hessler.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass das Weihnachtsfest die Bräuche eines heidnisch- germanischen Festes noch in vieler Weise übernommen hat. So ist es das Fest der Wintersonnenwende, das Erheben des Tagesgestirnes aus der Gewalt der grimmigen Winterriesen, die die Lichtgottheit in den Tod zu versenken drohte, daher die Freude über die Wiedergeburt des Sonnenlichtes, das vom 14.12. – 6.1. in der so genannten „Julzeit“, seine tiefsten Stand hat. Quelle: Hess. Landeskunde von C. Hessler.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass Heinz von Lüder Landgraf Phillip u.a. im Bauernkrieg, bei Kirchenvisitationen, als Festungsbaumeister und Gesandter diente? Für Phillip verteidigte er die Festung Ziegenhain gegen den Kaiser. Sein größtes Werk aber war die Leitung der Hospitäler von Haina, Merxhausen, Gronau und Hofheim, die 1527 aus Klöstern entstanden waren. Er starb 1559 und wurde in der Hainaer Kirche begraben, Phillip Soldan schuf für ihn eine Grabplatte, die noch heute in der Hainaer Kirche zu bewundern ist.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ... dass die Tage von Weihnachten bis zum Dreikönigstag (6.1.) in älterer Zeit eigentlich die Zwölfnächte genannt wurden, weil unsere Vorfahren die Zeit nicht nach Tagen sondern nach Nächten berechneten. Quelle: Hess. Landeskunde von C. Hessler.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass Caspar Tholde um 1522 in Halgehausen geboren wurde? Nach seinem Studium in Wittenberg war er Pfarrer in Fritzlar und ab 1551 in Frankenberg. 1558 wurde er Superintendent von Oberhessen und starb 1582. Als Theologe der zweiten reformatorischen Generation trug er wesentlich zur Festigung und Ordnung der Kirche nach den Erschütterungen der Reformationszeit bei.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass 1956 umfangreiche Arbeiten an der Kirche in Dodenhausen geplant waren? So sollte ein Turm errichtet, das Elisabethfenster in die Mitte versetzt, die Orgel verschoben und die Decke abgehängt werden. Im Protokoll des Kirchenvorstandes vom 16.11.1955 hieß es dazu: „Der Kirchenvorstand sieht im Blick auf die Würde und Bedeutung der Kirche es erstrebenswert an, das der Dachreiter der Kirche durch einen Turm ersetzt wird. Zugleich soll mit dem Bau des Turmes eine würdige Gedenkstätte für die Gefallenen der Kriege 1939 – 45 u. 1914 –18 erstellt werden.“ Obwohl hierfür schon beachtliche Vorarbeiten geleistet wurden, ist es zu diesen Arbeiten nie gekommen.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass 1898 in Löhlbach die Spar und Darlehnskasse gegründet wurde (heute Frankenberger Bank)? Damals half sie den beim Großen Brand vom 8. Mai 1896 Abgebrannten mit Darlehen sich wieder ein neues Zuhause zu errichten. Bei dem Brand wurden 30 Häuser zerstört und 111 Personen obdachlos.

Heinz Brück, Löhlbach

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