Wesertag

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Wesertag am 26. Oktober 1934

Zum Wesertag am 26. Oktober 1934 wurde von der Kasseler Post ein Aufsatz zum Thema „Kurhessen im mitteleuropäischen Verkehrsraum“ von Dr. Kurt Finkenwirth, Justitiar an der IHK Hannover, veröffentlicht. Der Autor ging ausführlich auf die geographischen Verhältnisse in Südniedersachsen und Nordhessen ein, beschrieb dort die Probleme der Verkehrspolitik und forderte u.a. eine Vollkanalisierung der Weser bzw. Fulda bis nach Kassel. Der Autor betonte, dass die ungünstige Topographie in Nordhessen mit Hilfe der Autobahntechnologie wesentlich einfacher zu überwinden sei, als es vor 100 Jahren beim Bau der Eisenbahn möglich gewesen war. Er teilte mit, dass die von der Sektion Hannover-Kassel der Gesellschaft zur Vorbereitung der Reichsautobahnen untersuchten Autobahnlinie Köln-Kassel-Halle-Leipzig nach Diskussionen mit den beteiligten Industrie- und Handelskammern zu wirtschaftlich günstigen Ergebnissen gekommen sei. Der Autor schließt seinen Aufsatz mit der Fritz Stück folgenden Einschätzung ab, dass Kassel-Kurhessen am Kreuzungspunkt dreier hochbedeutsamer Verkehrswege Mitteleuropas liege, deren Ausbau zu Hochstrassen des Weltverkehrs „die Zukunft bringen“ werde. Diese Diskussion um Verkehrswege und Kreuzungspunkte war in den 20er Jahren weit verbreitet. So verfaßte der gleiche Autor Finkenwirth eine ähnliche Studie zur Stadt Hannover.

Siehe auch Buslinie Göttingen 1937, Verkehrsdirektor Rehorn, Buslinie Kassel-Frankfurt 1938 und Autobahnbau in Nordhessen.

Literatur: Richard Vahrenkamp: Die Zentrallage Kassels - Verkehrspolitik und Autobahnbau in Nordhessen 1920 bis 2000, in: Hildebrand Ptak (Hersg.): Betriebswirtschaftlicher Wandel in Deutschland, Hamburg 2006, S. 121-174 [Working Papers in the History of Mobility No. 10/2006]