Umweltzone Kassel

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kassels Innenstadt soll zur Umweltzone ernannt werden. In einem abgegrenzten und besonders belasteten Bereich rund um die Kernstadt dürfen dann nur noch Fahrzeuge fahren, die eine grüne Plakette der Schadstoffgruppe  4 haben. Durch diesen Schritt soll die hohe Schadstoffbelastung reduziert werden. Während die Feinstaubbelastung in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, liegt der Stickoxid-Anteil noch immer über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Atemluft. Hauptverursacher ist der Autoverkehr.

Bisherige Strategien

Strategie der Stadt sei es bisher gewesen, mit der Förderung öffentlicher Verkehrsmittel und des Radverkehrs dem Umstieg vom Auto attraktiver zu machen, sagte Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) im Umwelt- und Energie-Ausschuss des Stadtparlaments. Gleichzeitig arbeite man seit Jahren daran, den Kraftverkehr zu optimieren, indem zum Beispiel der Verkehrsfluss verbessert werde. All diese Maßnahmen reichten jedoch nicht aus, um den Grenzwert einzuhalten. Deshalb erwarte das Hessische Umweltministerium von der Stadt Kassel, eine Umweltzone einzuführen.

Wirtschaft

Die Wirtschaft will mitreden. Eine Sonderregelung für gewerbliche Fahrzeuge fordert die Industrie- und Handelskammer (IHK), sowie die Handwerkskammer (HWK) für den Fall, dass Kassels Innenstadt zur Umweltzone erklärt wird. Die Einführung dürfe nicht zu weitern wirtschaftliches Belastungen oder Wettbewerbsnachteilen für in der Stadt ansässigen und tätigen Unternehmen führen. Die Unternehmen müssen ohne Probleme an ihre Kunden kommen können, sofern auch eine gut funktionierende Warenanlieferung unerlässlich ist. Deshalb ist es für beide Kammern unabdingbar als Vertreter der regionalen Wirtschaft, ein Mitspracherecht in der weiteren Planung zu haben.