St. Peter und Paul-Kirche

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Die St. Peter und Paul - Kirche in Lutterberg gehört zum ev.-luth. Kirchenkreis Münden.

Bauwerk und Geschichte

In der über 500 Jahre alte Dorfkirche "St. Peter und St. Paul" (mit schönem gotischen Rippengewölbe) wurden sehenswertee Fresken neben anderen Wandmalereien (Abendmahl, "Anna Selbdritt" u.a.) im Chorraum bei der letzten Renovierung wieder freigelegt.

Die Orgel aus dem Jahr 1796 stammt aus der Werkstatt von Johann Christoph Heeren in Gottsbüren und steht heute unter Denkmalschutz.

Kirchturmspitze

Rettete die alte Kirchturmspitze vor dem Schrott: Günter Krybus aus Lutterberg (links), zusammen mit Pastor Dr. Niclas Förster. Im Hintergrund die schönen Wandmalereien in der St. Peter und Paul-Kirche.

Eine Kirche, zwei Spitzen

Lutterbergs Pastor Dr. Niclas Förster spricht vom „Finger der Kirche“ und meint damit die Kirchturmspitze. Dass die Lutterberger zwei davon haben, eine auf dem Turm und eine Nachbildung der früheren Kirchturmspitze im Gotteshaus, verdankt die Kirchengemeinde dem Lutterberger Günter Krybus.

Bei der jüngsten Renovierung des Kirchturms im Jahr 2004, zu Pastor Kramers Zeiten, hatte Krybus die alte Spitze entdeckt, Sie lag in einer Ecke und rostete vor sich hin. Die alte Turmspitze wäre beim Schrotthändler gelandet, hätte Günter Krybus sich nicht ihrer angenommen. Er nahm sie mit nach Hause, entfernte den Rost und ließ den alten „Finger der Kirche“ mit Goldbronze sandstrahlen.

Eine Spitze ohne Turm, dachte sich der handwerklich geschichte Lutterberger, gebe nicht so viel her. Er überlegte und beschloss, aus einem Stück Holz, das ihm ein Nachbar schenkte, den Turm nachzuarbeiten. Im Kleinformat versteht sich. Der Erbauer hat den Mini-Turm mit Spitze der evangelischen Kirchengemeinde geschenkt und so steht sie seit einiger Zeit in der St. Peter und Paul-Kirche und kann dort besichtigt werden. In dem Gotteshaus aus dem Jahr 1482 mit den schönen Wandmalereien wird das restaurierte Stück einen Ehrenplatz erhalten. Da ist sich Pastor Förster, der noch bis Ende Februar nächsten Jahres die Kirchengemeinden in Lutterberg und Speele betreuen wird, sicher. Wo genau, das werde der Kirchenvorstand noch entscheiden.

Was aber war ganz oben dran an der alten Kirchturmspitze? Ein Kreuz? Ein Hahn? Eine Wetterfahne? Das weiß heute niemand mehr in Lutterberg.

Pastor Förster hat recherchiert, dass die letzte große Renovierung von Kirchturmhaube und Spitze vor der im Jahr 2004 im Jahr 1873 gewesen war. Zuvor, im 17. Jahrhundert, war der Kirchturm eingestürzt. (kri)

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