Siechenhof

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Der Siechenhof

Die Gebäude des Siechenhofes erhoben sich in der Leipziger Straße, in Richtung Bettenhausen auf der linken Seite unmittelbar hinter dem Platz der Deutschen Einheit.

Die Anlage wurde im 13. Jahrhundert (Erste Erwähnung 1264) als Hospital für Aussätzige errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Gebäude fast völlig zerstört. Wieder aufgebaut fielen sie im Siebenjährigen Krieg einem Brandanschlag zum Opfer.

Der Siechenhof war bis Ende des 16. Jahrhundert Aufenthaltsort für Menschen mit unheilbaren, ansteckenden Krankheiten gewesen.

Man versuchte zu dieser Zeit die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern in dem man die Hospitäler außerhalb einer Stadt anlegte. Später diente das Krankenhaus der Aufnahme kranker und altersschwacher Menschen.

Die zum Siechenhof gehörende Kapelle musste im Lauf der Geschichte mehrmals instand gesetzt werden. Sie blieb als eine der wenigen Kapellen aus dem Mittelalter, bis nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten, um dann, 1954 der Verbreiterung der Leipziger Straße weichen zu müssen.

Quellen

H. Kratzenberg, Abschrift aus "Kassel zu Fuß"