Sachsenkriege

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Die Sachsenkriege Karls des Großen begannen mit dem Feldzug gegen die Sachsen im Sommer 772. Ob mit diesen kriegerischen Auseinandersetzungen von Anfang an eine Unterwerfung, Christianisierung und Eingliederung in das fränkische Reich geplant wurde, ist nicht sicher. Jedenfalls lassen die Sachsenkriege, die 32 Jahre währten, Karl den Großen oft nicht in bestem Licht erscheinen.

Als Dux Saxonum, als Herzog der Sachsen, führte Widukind (Waldkind) in den Jahren 777 bis 785 den Widerstand gegen Karl den Großen in den Sachsenkriegen, wobei die Sachsen den militärisch überlegenen Franken unterlagen und der heutige Nordwesten Deutschlands dem Karolingerreich einverleibt wurde.

Anlässlich des Reichstags von Paderborn wurde Widukind im Jahre 777 erstmals erwähnt. Als Jahr seiner Taufe gilt das Jahr 785.

Die Zeit der Sachsenkriege währte bis 804.

In der Geschichte der Region findet zumeist Erwähnung, dass Karl der Große 797/ 798 sein Heerlager bei Herstelle aufschlug. Als Heristal wurde der Ort Ende des 8. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Der nur wenige Meter von der Burg Herstelle entfernte Karlstein erinnert vermutlich an diesen Aufenthalt. Etwa an der Stelle der heutigen Burg wurde um 800 nach Christus die erste fränkische Burg an der Weser ("Heristallum Saxonicum") an dieser Stelle errichtet, wo wenige Meter entfernt aus der Felswand eine Klippe herausragt.

Auch die frühgeschichtlichen Sieburg, eine 140 Hektar große Hochfläche bei dem heutigen Bad Karlshafen, diente nach gegenwärtigem Forschungsstand möglicherweise Karl dem Großen als Winterlager.

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