Residenz-Theater

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Am 18. März 1902 öffnete das Kasseler Residenz-Theater im Haus Ständeplatz Nr. 2 seine Pforten. Die Aufführungen fanden im sogenannten Hanusch-Saal statt, benannt nach dem Hofkleidermacher Anton Hanusch, der in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts das Haus erbaut hatte.

Nach einem Umbau leitete 1904 Carl Gemünd das Residenz-Theater, 1910 übernahm Willi Nordau die Direktion und brachte Stücke nach Kassel wie "Wenn der junge Wein blüht", "Taifun", "Weiße Rosen" oder "Der Arzt am Scheideweg."

Nordau holte bekannte Künstler ins Theater, beispielsweise Frank Wedekind und seine Frau.

Im Ersten Weltkrieg dominierte "leichte Kost" den Spielplan. Als 1922 die "Kammerspiele Jena" unter Bodo Bronsky anspruchsvollere Stücke spielten, gingen im Residenz-Theater für immer die Lichter aus.