Lucas Lossius - Schule in Reinhardshagen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Lucas Lossius - Schule in Reinhardshagen im Landkreis Kassel wurde nach Lucas Lossius benannt, zur Zeit der Reformation ein berühmter Pädagoge, Theologe, Kantor und Schriftsteller.

Sie entstand ursprünglich zwischen den beiden damals noch eigenständigen Ortsteilen Veckerhagen und Vaake.

Lucas Lossius

Der Vater von Lucas Lotze (lateinisiert: Lucas Lossius) war Johannes Lotze aus Immenhausen, der als Bauer nach Vaake übersiedelte, seine Frau Catharina, geb. Heine stammte aus Hemeln. In Vaake, heute ein Ortsteil von Reinhardshagen, wurde ihr Sohn Lucas wahrscheinlich am 18. Oktober 1510 geboren.

Lucas besuchte in Vaake die Dorfschule, später die Bürgerschule in Hann. Münden und das Gymnasium in Hess. Oldendorf. In Göttingen erhielt er durch die Förderung seines Onkels erste Anregungen auf musikalischem Gebiet bevor er 1527 nach Lüneburg an das dortige Johanneum ging, an dem sein Onkel Lehrer gewesen war.

Nach Studien in Leipzig (ab 1530) und Wittenberg (wo er mit Philipp Melanchthon bekannt wurde), arbeitete er zunächst als Sekretär des Lüneburger Reformators Urbanus Rhegius, dann als Lehrer und ab 1542 auch als Konrektor am Lüneburger Johanneum bis zu seinem Tode am 8. Juli 1582. Als Kantor war er dort für die liturgische Musik in Schule und Kirche verantwortlich. Mit seiner Frau Anna, die er 1542 heiratete, hatte er mehrere Kinder.

In evangelischen Gesangbüchern finden sich von ihm die Werke Ehre sei dir Christe, Der du bist drei in Einigkeit oder Ein Kind geborn zu Bethlehem.

Literatur:
Friedhelm Berthold, Lucas Lossius 1510-1582, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1980, S. 33 ff.

siehe auch

Weblinks