Lehrende im grünen Rock II.

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Berühmte Mündener

Lehrende im grünen Rock (II.)

Forstmeister Kurt Alexander Michaelis

Sie sahen den Wald als Ganzes und dabei oft weiter in die Zukunft als ihre Zeitgenossen: Professoren und Lehrende an Forstschule, Forstakademie sowie Forstlicher Hochschule und Fakultät der Georgia Augusta in Münden. Einer von ihnen war Forstmeister Kurt Alexander Michaelis. Er leitete von 1888 bis 1921 das Lehrforstamt Bramwald. Buche und Eiche ließ er pflanzen, obwohl damals hauptsächlich schnell wachsende Nadelbäume gefragt waren. Die Buche war nur als Brennholz genutzt worden. Doch seit die Eisenbahn genügend Kohle herbeibrachte, hielt man diesen Baum für ziemlich überflüssig. Michaelis zeigte seinen Zeitgenossen, wie nützlich Buchenholz ist. So entstand in Hedmünden eines der ersten Buchen-Sperrholzwerke. Ein Gedenkstein und der Michaelisbrunnen erinnern an diesen Mann.

Auch für Professor Dr. Ernst Gehrhardt gibt es einen Gedenkstein: Einen Quarzitblock im Kaufunger Wald. Dr. Gehrhardt leitete von 1923 bis 1934 das Lehrforstamt Kattenbühl und das Institut für Forsteinrichtung und Ertragslehre.

Die Pilze wiederum waren das Fachgebiet von Professor Dr. Richard Falk: Er leitete das Institut für technische Mykologie. Er erforschte unter anderem, wie ein Pilz das Wachstum eines anderen hemmen kann - eine Voraussetzung für die Entwicklung von Antibiotika. Als Jude verfolgt, verließ er 1933 Deutschland. 1947 versetzte ihn der Niedersächsische Kultusminister wieder in den Status eines Hochschullehrers. Im Forstbotanischen Garten in Münden erinnert ein Gedenkstein an Dr. Falk.