Lehrende im grünen Rock

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Berühmte Mündener

Lehrende im grünen Rock

Sie sahen den Wald als Ganzes und dabei oft weiter in die Zukunft als ihre Zeitgenossen: Professoren und Lehrende an Forstschule, Forstakademie sowie Forstlicher Hochschule und Fakultät der Georgia Augusta in Münden. Ihnen setzt Helmuth Freist im Mündener Buch ein Denkmal.

Lehrende im Grünen Rock stellt er vor, deren Wirken teils mehr als 200 Jahre zurück liegt, die aber vorausschauend genug agierten, dass man ihre Spuren heute noch findet. Zum Beispiel Landesforstdirektor Dr. hc. Heinrich Christian Burckhardt (1811 bis 1879). Er trug entscheidend dazu bei, dass 1868 die Forstakademie in Münden gegründet wurde. Als Königlicher Unterförster im Bramwald, später als Reitender Förster auf dem Kattenbühl, sorgte er sich um den Wald. Sein Lehrbuch „Säen und Pflanzen“ erreichte sechs Auflagen und wurde ins Russische und Dänische übersetzt. Seit 1954 verleiht die Forstliche Fakultät die Heinrich-Christian-Burckhardt-Medaille.

Als einer, der mit seinen modernen Ideen aneckte, wird Forstakademiedirektor Professor Dr. Bernhard Borggreve (1836 bis 1924) beschrieben. Er setzte durch, dass nicht die schwächsten, sondern die stärksten Bäume eines Bestandes entnommen werden (Plenterdurchforstung). Damals stieß das auf den geballten Widerstand der Fachwelt, heute ist es weitgehend üblich. Prof. Borggreve, heißt es, scheute keinen Konflikt. Mit den Studenten überwarf er sich schließlich derart, dass er zwangsversetzt wurde.

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