Kloster Werbe

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Klosterblick in Ober-Werbe

Die Kirche in Ober-Werbe wurde 1195 urkundlich erwähnt, ist vermutlich aber noch älter als das in den Jahren 1124 bis 1127 erstmals genannte Kloster Werbe, das ab 1206 ein Frauenkloster war und im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert aufgelöst wurde.

Die Kirche im Tal stellt den Ursprung des Klosters auf dem Felsen über dem Ort dar. Erst zu einem späteren Zeitpunkt zog das Kloster auf den Felsen, den Langen Stein. Vermutlich blieb die Kirche im Tal die Klosterkirche. Diese Verlegung des Klosters ist einmalig im Waldecker Land. Warum sie geschah, ist noch nicht genügend erforscht.

Geschichte

Das Kloster "St. Maria" in Ober-Werbe wurde um 1125 von Graf Dimo (auch: Temmo oder Diemo) gegründet. Es war zunächst mit Benediktiner-Mönchen besetzt, ab 1206 dann mit Nonnen des gleichen Ordens.

Das ehemalige Benediktiner-Kloster wurde hoch über Ober-Werbe gegenüber der Kirche erbaut und im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert aufgelöst. Nur einige Mauerreste sind heute noch vorhanden.

Im Jahre 1542, nach anderer Darstellung 1535 heiratete die letzte Äbtissin Christina von Scherbe den ersten evangelischen Pfarrer am Ort, den Prädikanten Kaspar Jäger.

Nach der Auflösung war das Kloster eine gräfliche Meierei, bis es nach dem Dreißigjährigen Krieg zunehmend verfiel.

Die Reste des romanischen Klosterbauwerks stehen auf einem Kalkfelsen, der einen reizvollen Ausblick über Ober-Werbe und Umgebung bietet.

siehe auch

Weblinks