Kirche Gellershausen

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Der Ort Gellershausen wurde im 13 Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schon zu dieser Zeit soll es an der Stelle des heutigen Kirchengebäudes eine aus Holz gebaute Kapelle gegeben haben.

Erhalten ist das Mauerwerk des romanischen Chorraumes der Kirche aus dem 13. Jahrhundert, das Kirchenschiff selbst kam ein Jahrhundert später hinzu, wurde dann aber im Barock verändert.

Eine erste Orgel erhielt die Kirche im Jahr 1746.

Ihr Alter ist nicht bekannt

Graf Philipp IV. von Waldeck (1493 bis 1574), der auf Schloss Altwildungen residierte, hatte auf dem Reichstag zu Worms den Reformator Martin Luther kennen gelernt und fand schon bald zur so genannten Neuen Lehre. Schon 1525 erließen die Grafen Philipp der IV. und Philipp III. (Eisenberger Linie) eine Landordnung, welche die Lehre Luthers berücksichtigte.

Gellershausen wurde 1535 zunächst Filiale von Hüddingen und war nachweislich 1561 dem Kirchspiel Bringhausen zugeordnet. Nach Streitereien zwischen den Gemeinden, bei denen es unter anderem um Pfarrbaukosten ging, wurde Gellershausen am 3. Februar 1754 endgültig zum Kirchspiel Kleinern gelegt.

Die Gellershäuser Kirchengemeinde galt bis zum Dreißigjährigen Krieg als wohlhabende Gemeinde. So betrugen nach Überlieferung die Einnahmen 1605 ohne die Naturalien 255 Reichsthaler, dazu kamen noch Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien in Höhe von 57 Reichsthalern. Die Einnahmen bestanden teilweise aus Naturalien, die auf dem Kirchenboden in einer „Fruchtkammer“ bis zum Verkauf gelagert wurden.

Das genaue Alter der Kirche ist nach Auskunft von Pfarrer Eckert nicht bekannt. Ein Verzeichnis im Ortssippenbuch von Kirchengeräten aus dem Jahr 1533 nennt Gegenstände, die noch aus katholischer Zeit stammten.

Der Chor ist romanisch mit quadratischer Grundfläche. Ein lang gestrecktes Schiff in gotischer Bruchsteinbauweise schließt sich an, teilweise in barocker Umgestaltung.

1930 wurden umfangreiche Baumaßnahmen begonnen, das Kirchendach wurde 1931 neu gedeckt, der Glockenstuhl erneuert. Das Gestühl, das wie die Empore vermutlich aus dem Jahre 1668 stammt, wurde instand gesetzt und notwendige Wandveränderungen im Innern durchgeführt. [1]

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Artikel aus der HNA von Sibylle Teuber-Blechschmidt

Weblinks