Königin Luise von Preußen

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Grabmal der Königin Luise von Preußen, das der Bad Arolser Bildhauer Christian Daniel Rauch erschaffen hat.

Sie wurde am 10.3.1776 in Hannover geboren und starb am 19.7.1810 in Hohenzieritz. Begraben wurden sie in einem Mausoleum im Park des Schlosses Charlottenburg, Berlin. Luise war heiratete am 24.12.1793 den späteren König Friedrich Wilhelm III. Sie hatte 10 Kinder.

Der frühe Tod von Königin Luise wurde in Preußen als nationale Tragödie begriffen, heißt es in einem Schreiben des Waldeckischen Geschichtsvereins. Sie war damals die einzige Lichtgestalt in dem wirtschaftlich und moralisch schwer getroffene Land, das durch Napoleon der Hälfte seines Staatsbesitzes beraubt worden war. Luise hatte sich bei napoleon für Preußen eingesetzt, jedoch vergeblich. Ihre Anmut, ihre Volksnähe und der stete Einsatz für die nationale Erneuerung Preußens hatte sie zu einer moralischen Größ0e werden lassen. am 19. Juli 1810 starb sie an einem Lungenleiden.

Der König wollte sie nicht, wie es üblich gewesen wäre, im Berliner Dom beisetzen. Als Ruhestätte wählte er den Park von Schloss Charlottenburg und ließ dort ein Mausoleum errichten. Hingebettet auf einem diwan ruht die Königin, einer schlafenden antiken Göttin gleich, in Carara-Marmor gehauen. Rauch, so heißt es, ist mit dem Könginnengrab das schönste Grabmal des Klassizismus gelungen.

Das Grabmonument wurde gestaltet von dem Arolser Bildhauer Christian Daniel Rauch den künstlerischen Durchbruch. Als die preußische Königin Luise 1810 im Alter von nur 34 Jahren starb starb, trug sein Protegee Wilhelm von Humboldt dazu bei, dass Rauch den Auftrag für die Grabstatue erhielt. König Friedrich III. hatte präzise Vorstellungen: Liegend und lebensgroß sollte die Königin gezeigt werden. In ein Gewand eingehüllt, „das aber so leicht und feyn sein muß, daß die Formen des Körpers durchscheinen“. Bereits das Tonmodell geriet so realistisch, dass den König - als er das Modell sah -“im Nu die Thränen zwangen, davon zu gehen“, wie Rauch in einem Brief berichtete.

Auf die Grabstatue der Königin Luise folgten weitere Aufträge, die Christian Daniel Rauch zu einem berühmten und anerkannten Künstler machten. Beispiele sind die Standbilder der Generäle Schamhorst und Bülow. Ein Gipsabdruck des Luisen-Grabmals ist im Rauch-Museum in Bad Arolsen zu sehen.

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