Julius Jürgen von Wittorf

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Julius Jürgen von Wittorf , Erbherr auf Horndorff-Lüneburg


  • 14.10.1714 in Celle

+ 9.10.1802 in Kassel

Wittorfs Vater war herzoglich - braunschweigischer Offizier und Gutsbesitzer im seit 1692 bestehenden Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (auch Chur-Hannover genannt).

Zunächst diente Julius Jürgen ab 1728 als Page bei Hofe des Landgrafen Carl von Hessen-Cassel.

J.J.v.Wittorf war danach zeitlebens in Hessen-Casselischen und unter Landgraf Friedrich I., König von Schweden, auch in Schwedischen Diensten.

Unter Landgraf Wilhelm IX.war v.Wittorf fürstlich hessen-kasselischer geheimer Rat, Staatsminister, Oberkammerherr und Oberstallmeister. Nördlich des Neuen Wasserfalls baute er sich am Rande des Bergparks Weissenstein/Wilhelmshöhe oberhalb der Tulpenalllee seinen Landsitz "Juliusstein" , der später von Landgraf Wilhelm IX.(ab 1803 Kurfürst Wilhelm I.) zum Schösschen "Moncheri" umgebaut wurde, das nicht mehr vorhanden ist.

Mit General-Auftrag des Landgrafen ließ er die neue Kirche in Kirchditmold im Jahr 1792 nach den Plänen des hugenottischen Baumeisters Simon Louis du Ry im klassizistischen Stil als reformierte Predigtkirche errichten.v.Wittorf erhielt einen mit Familienwappen gezierten Adelsstand in der Kirchditmolder Kirche.

Julius Jürgen von Wittorf starb 88jährig in Kassel und wurde auf dem Altstädter Friedhof beigesetzt.

Grab und Grabstein auf der Westseite des Friedhofs sind erhalten, der Grabstein ist beschädigt.