International Tracing Service

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ITS in der Arolser Schlosstrassse

Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung und Zwangsarbeit. Im Archiv des ITS sind die Schicksale von Millionen Opfern des Holocaust dokumentiert, deren Namen und Andenken es zu wahren gilt.

Im Juni 2013 wurde bekannt, dass die UNESCO die Originaldokumente und die Zentrale Namenkartei im Archiv des ITS in das Register des Weltdokumentenerbes «Memory of the World» aufgenommen hat. Die Bewerbung dazu erfolgte Ende März 2012. Zurzeit beschäftigt der ITS 289 Mitarbeiter.[1]

Geschichte

Registerkarte für Jospeh Santerre im ITS-Archiv

Seit Januar 1946 gibt der ITS in Bad Arolsen Auskünfte aus den Dokumentenbeständen an Überlebende und Familienangehörige von Opfern. Ende 2007 wurde das Archiv auch für die Forschung und Bildung geöffnet.

Das Archiv des ITS umfasst rund 30 Millionen Dokumente zur Inhaftierung in Konzentrationslagern, Ghettos und Gestapo-Gefängnisse, über die Zwangsarbeit und das Schicksal der Überlebenden (Displaced Persons). Die Zentrale Namenkartei mit über 50 Millionen Hinweiskarten gibt Suskunft über das Schicksal von 17,5 Millionen Menschen.

Die seit 2013 bei der UNESCO im Register „Memory of the World“ aufgenommenen Dokumente wurden vollständig digitalisiert und sind in verschiedenen Archiven und Institutionen zugänglich.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen zum ITS und zur Aufnahme in das UNESCO-Weltdokumentenerbe auf www.its-arolsen.org

Weblinks