Hunnebürn

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Mit Hundegespannen brachten die Allendorfer einst ihre Waren zu den Märkten. Oberhalb zu sehen sind hier geflochtene Körbe. Weil früher gerade im Winter nicht genug Arbeit vorhanden war, mussten viele Männer den Lebensunterhalt durch Korbflechten aufbessern. Unser Foto entstand im Kreisheimatmuseum im Frankenberger Landratsamt. Foto: Klaus Jungheim (Copyright: HNA)

In früheren Jahrhunderten arbeiteten viele Allendorfer als Korbmacher. Sie flochten Weidenkörbe. Um sie an die Kunden außerhalb Allendorfs auszuliefern, spannten sie Hunde vor ihre Karren und transportierten so die Körbe. So entstand der Name „Hunnebürn“ (Hundebauern).

„Hunnebürn“ war früher ein schlimmes, geringschätziges Schimpfwort für die Allendorfer. Über die Hunde sagte der Volksmund: „Gailercher mit Kralln“ (Gäule mit Krallen).

Die heutigen Bewohner von Allendorf-Eder haben damit aber keine Probleme mehr, aus dem Dorf der armen „Hunnebürn“ ist eine wohlhabende Industriegemeinde geworden.

Der Verein „900 Jahre Allendorf“ will zum Festjubiläum auch den Begriff des „Hunnebürn“ aufgreifen. Derzeit denken die Verantwortlichen daran, als Eintrittsmarke etwa zum Stehenden Festzug einen metallischen Pin zu schaffen, der einen „Hunnebür“ mit seinem Gespann zeigt.

Das Osterfelder „Hunnebürn-Rennen“ wäre also die erste Aktion, bei der im Allendorfer Festjahr in origineller Weise die „Hunnebürn“ thematisiert würden.